Vom Freitag, 27. November 2026, bis Donnerstag, 24. Dezember 2026, verwandelt sich der Nürnberger Hauptmarkt zum traditionellen «Städtlein aus Holz und Tuch» – einem Meer aus 180 rot-weiß gestreiften Holzbuden. Mit rund 2 Millionen Besuchern aus aller Welt ist der Christkindlesmarkt einer der meistbesuchten Weihnachtsmärkte Deutschlands – berühmt für die feierliche Eröffnung durch das Christkind, die weltberühmten Nürnberger Lebkuchen und die knusprigen Original Nürnberger Rostbratwürste «Drei im Weckla».
Der Nürnberger Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt im Herzen der Altstadt gehört zu den ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkten der Welt. Die erste dokumentierte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1628: Ein Nürnberger Händler namens Hans Greulich verkaufte auf dem Markt «Ein paar Schächtla für den Christkindlesmarkt». Der Markt entwickelte sich aus der Tradition des «Kindleinbescherens», bei dem Eltern ihren Kindern kleine Geschenke zu Weihnachten schenkten, und wuchs über die Jahrhunderte zu einem weltbekannten Ereignis, das heute jährlich rund 2 Millionen Besucher aus aller Welt anlockt.
Der Christkindlesmarkt 2026 findet vom Freitag, 27. November, bis Donnerstag, 24. Dezember 2026 statt. Die Eröffnung erfolgt wie jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent um 17:30 Uhr mit einem absolut einzigartigen Ritual, das es so nur in Nürnberg gibt: Vom Balkon der Frauenkirche am Hauptmarkt spricht das Nürnberger Christkind seinen berühmten Prolog «Ihr Herrschaften, sei Gott gegrüßet alle». Das Christkind ist eine junge Nürnbergerin zwischen 16 und 19 Jahren in einem weißgoldenen Gewand mit goldenem Schleier und goldener Krone, die alle zwei Jahre aus hunderten Bewerberinnen von einer Jury ausgewählt wird. Als Botschafterin der Stadt besucht sie während des Marktes Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime und absolviert rund 160 offizielle Termine.
Das Herzstück des Marktes sind die traditionellen rot-weiß gestreiften Holzbuden, die dem Markt seinen einzigartigen «Städtlein aus Holz und Tuch»-Charakter verleihen. Auf rund 180 dieser Stände werden die berühmten Spezialitäten Nürnbergs verkauft: Nürnberger Lebkuchen (seit dem 14. Jahrhundert belegt, ausschließlich aus Nürnberger Produktion nach EU-geschützter Herkunftsbezeichnung «Nürnberger Lebkuchen g.g.A.»), die berühmten Original Nürnberger Rostbratwürste aus grobem Brät – drei knusprige Würstchen im länglichen Brötchen als «Drei im Weckla» (4,50 bis 5,50 Euro pro Portion) – sowie die handgefertigten Zwetschgenmännla, kleine Figuren aus getrocknetem Obst und Trockenfrüchten mit Pflaumen-Körper, die bereits seit dem 16. Jahrhundert als Nürnberger Weihnachtssouvenir bekannt sind.
Neben dem Hauptmarkt finden Besucher noch zwei weitere Märkte in direkter Nachbarschaft: den Kinderweihnachtsmarkt auf dem Hans-Sachs-Platz mit einem Nostalgiekarussell, einem Riesenrad, einer Dampfeisenbahn und einer eigenen Kinder-Weihnachtsbäckerei, sowie die Partnerstädte der Nürnberger Christkindlesmarkt-Familie entlang der Rathaus-Seite, wo Kaufleute aus Atlanta, Cambridge, Glasgow, Hiroshima, Nizza, Prag, Venedig und Krakau regionale Spezialitäten und Handwerk verkaufen. Der Eintritt zum Christkindlesmarkt ist kostenlos, und die meisten Buden sind zwischen 10:00 und 21:00 Uhr geöffnet (an Heiligabend nur bis 14:00 Uhr).
| Termin 2026 | 27. November – 24. Dezember 2026 |
| Ort | Hauptmarkt, 90403 Nürnberg |
| Besucher/Jahr | ca. 2 Millionen |
| Buden | ca. 180 rot-weiß-gestreifte Holzbuden |
| Eintritt | kostenlos |
| Erste Erwähnung | 1628 |
| Eröffnung | Fr. 27.11.2026, 17:30 Uhr (Prolog des Christkinds) |
| Öffnungszeiten | 10:00 – 21:00 Uhr (24.12. bis 14:00) |
| Highlight | Eröffnungs-Prolog des Christkinds |
| Website | christkindlesmarkt.de |
Das Programmhighlight ist der feierliche Eröffnungs-Prolog des Christkinds am Freitag, 27. November 2026, um 17:30 Uhr. Bereits ab 16:30 Uhr füllt sich der Hauptmarkt mit Tausenden von Besuchern, die einen guten Platz vor der Frauenkirche ergattern wollen. Die feierliche Zeremonie wird live von Bayerischem Rundfunk und zahlreichen internationalen TV-Sendern übertragen – Besucher aus den USA, Japan, Großbritannien und den Nordischen Ländern reisen teilweise eigens für diesen Moment an. Das Christkind tritt um 17:30 Uhr auf den erhöhten Balkon der Frauenkirche und spricht seinen berühmten Prolog, der 1948 vom Nürnberger Dichter Friedrich Bröger verfasst wurde. Anschließend werden die Lichter des Marktes zum ersten Mal eingeschaltet und der Markt ist offiziell eröffnet.
Täglich um 15:00 Uhr besucht das Christkind den Markt selbst und spricht mit Besuchern, verteilt Autogramme und macht Fotos mit Kindern. An Wochenenden und in den letzten Tagen vor Weihnachten reicht die Warteschlange für ein Foto mit dem Christkind oft bis weit in die angrenzenden Gassen. Zwischen den Christkind-Terminen wird auf der Bühne ein ständiges musikalisches Programm geboten: Nürnberger Kinderchöre, Posaunenchöre, Blechbläser-Ensembles, regionale Volksmusik-Gruppen und internationale Chöre wechseln sich ab. Besonders beliebt sind die Auftritte der Nürnberger Symphoniker und des Windsbacher Knabenchors an den Adventssonntagen.
Das Christkindles-Postamt auf dem Hauptmarkt ist eine einzigartige Institution, die jedes Jahr tausende von Weihnachtsbriefen und -karten verschickt und mit einem besonderen Nürnberger Weihnachtsstempel versieht. Für 2,50 Euro können Besucher eine Postkarte mit speziellem Stempel versenden – ein beliebtes Souvenir für Freunde und Familie im In- und Ausland. Daneben gibt es den Krippenweg, einen Rundgang durch die Altstadt mit Dutzenden ausgestellter Krippen von lokalen Künstlern und Vereinen.
Am 2. Dezember findet das spezielle Nürnberger Lebkuchenfest statt, bei dem die großen Nürnberger Traditionsbäckereien (Schmidt, Lebkuchen-Schmidt, Wicklein, Lambertz) ihre handwerkliche Kunst zeigen: Bäckermeister demonstrieren live, wie echte Nürnberger Elisenlebkuchen von Hand hergestellt werden – mit mindestens 25 Prozent Mandeln, ohne jegliches Mehl, und ausschließlich im Nürnberger Stadtgebiet. Ein weiterer Höhepunkt ist am 6. Dezember der traditionelle Nikolaus-Einzug mit Engel und Knecht Ruprecht, die Kinder beschenken und durch den Markt ziehen.
Die Anreise zum Nürnberger Christkindlesmarkt ist durch die zentrale Lage des Hauptmarktes ideal. Vom Nürnberger Hauptbahnhof erreichen Sie den Hauptmarkt in nur 10 Minuten zu Fuß durch die Königstraße – einen der schönsten Altstadt-Spaziergänge Deutschlands. Alternativ fahren die U-Bahn-Linien U1 (Richtung Langwasser Süd) und U11 bis zum Hauptmarkt oder zum Lorenzplatz, beide in unmittelbarer Nähe zum Hauptmarkt (2 Minuten Fußweg).
Nürnberg ist durch seine zentrale Lage in Süddeutschland ideal mit der Deutschen Bahn erreichbar: Aus München dauert die ICE-Fahrt 1:05 Stunden, aus Frankfurt 2:00 Stunden, aus Berlin 3:10 Stunden und aus Hamburg 4:20 Stunden. Die DB bietet für die Adventszeit oft Sparpreise ab 17,90 Euro in der 2. Klasse an. Tschechische Besucher kommen mit dem Alex-Regionalbahn aus Prag (ca. 4 Stunden) oder mit FlixBus, tschechische Studentengruppen reisen oft sogar mit eigenen Reisebussen an.
Mit dem Auto sollten Sie die Altstadt unbedingt umfahren – der gesamte Bereich rund um den Hauptmarkt ist Fußgängerzone. Empfehlenswert sind die Parkhäuser «Adlerstraße» (5 Minuten zum Hauptmarkt, 2,20 Euro/Stunde, Tageshöchstsatz 20 Euro), «Katharinenhof» und «Mauthalle». An Adventssamstagen sind alle Parkhäuser in der Innenstadt oft bereits um 10:00 Uhr voll – dann empfiehlt sich das Park+Ride-Parken am Messegelände (1,50 Euro/Tag) oder die Nutzung der U-Bahn von einem der Vororte. Wohnmobile können am Reisemobilhafen «Messe Nürnberg» parken (15 Euro/Tag).
Nürnberg bietet mit über 140 Hotels und rund 13.000 Betten ein sehr breites Übernachtungsangebot. Während der Adventszeit sind die Preise jedoch deutlich erhöht, besonders an den Wochenenden vor dem 3. und 4. Advent. Eine Buchung 6 bis 10 Wochen im Voraus ist dringend zu empfehlen, für die besten Hotels am Hauptmarkt sogar 3 bis 4 Monate vorher.
Top-Hotels in Laufweite (unter 5 Min zum Hauptmarkt): Das traditionsreiche Hotel Agneshof Nürnberg in der Agnesgasse (ab 150 Euro), das moderne Sheraton Carlton Hotel Nürnberg am Königsplatz (ab 180 Euro), das Maritim Hotel Nürnberg (ab 160 Euro) und das Hotel Victoria Nürnberg (ab 140 Euro).
Mittelklasse und Budget: Für preisbewusste Besucher eignen sich das Park Inn Nürnberg (ab 90 Euro), das Motel One Nürnberg-Hauptbahnhof (ab 79 Euro), das ibis Nürnberg-Hauptbahnhof (ab 75 Euro) sowie verschiedene private Pensionen in der Gostenhof- oder Sankt-Peter-Gegend (ab 60 Euro).
Hostels und Ferienwohnungen: Das A&O Hostel Nürnberg Hauptbahnhof bietet Mehrbettzimmer ab 22 Euro und Einzelzimmer ab 45 Euro. Ferienwohnungen über Airbnb und Booking.com in der Altstadt kosten im Advent 80 bis 160 Euro pro Nacht. Eine günstige Alternative sind Unterkünfte in Fürth oder Erlangen mit guter S-Bahn-Verbindung (S1 und S2) – dort finden Sie noch Hotels ab 65 Euro und kommen in 12 bis 15 Minuten in die Nürnberger Innenstadt. Viele Besucher aus dem süddeutschen Raum reisen morgens an und kehren abends wieder heim – die Anbindung über ICE und Regionalzüge ist auch spät abends ausgezeichnet, die letzten Züge nach München, Stuttgart und Würzburg fahren noch um Mitternacht.
Der Eintritt zum Nürnberger Christkindlesmarkt ist kostenlos – weder für den Hauptmarkt noch für den Kinderweihnachtsmarkt oder die Partnerstädte-Bereiche werden Eintrittsgelder erhoben. Sie zahlen nur für Ihren Konsum an den Buden: Essen, Getränke, Lebkuchen und Souvenirs.
Typische Preise 2026: Glühwein 4 bis 5 Euro, Feuerzangenbowle 6 bis 8 Euro, Kinderpunsch 3 bis 4 Euro, Drei im Weckla (3 Rostbratwürste im Brötchen) 4,50 bis 5,50 Euro, ein 250-Gramm-Paket Elisenlebkuchen 8 bis 14 Euro, eine Lebkuchenherz 5 bis 12 Euro (je nach Größe), Zwetschgenmännla 6 bis 15 Euro, gebrannte Mandeln 4 Euro pro 100 Gramm, eine heiße Schokolade 3,50 bis 4,50 Euro. Das Glühweintassen-Pfand beträgt 3 Euro, die jährlich neu gestaltete Sammeltasse kann als Souvenir behalten werden.
Bestimmte Sonderführungen wie die «Christkindlesmarkt-Führung mit Bäckerei-Besuch» oder das «Mittelaltermarkt-Spektakel auf der Burgseite» können separat gebucht werden. Eine geführte Tour mit zertifizierten Stadtführern kostet 15 bis 25 Euro pro Person und sollte 2 bis 3 Wochen im Voraus über Nürnberg Tourismus gebucht werden. Das Tickets für das Christkindles-Postamt (Stempel und Versand einer Weihnachtskarte) kosten 2,50 bis 4 Euro.
Die kulinarische Krönung des Nürnberger Christkindlesmarktes sind die weltberühmten Original Nürnberger Rostbratwürste – kleine Würstchen aus grobem Schweinefleisch-Brät mit charakteristischer Majoran-Würzung, die seit dem 14. Jahrhundert in Nürnberg produziert werden. Nach EU-Schutzverordnung dürfen nur Würste aus dem Nürnberger Stadtgebiet diese Bezeichnung tragen. Auf dem Christkindlesmarkt werden sie traditionell als «Drei im Weckla» verkauft: drei Würstchen in einem länglichen Brötchen mit Senf oder Meerrettich. Ein Klassiker für 4,50 bis 5,50 Euro, der täglich zehntausendfach über die Theke geht.
Die zweite berühmte Spezialität sind die Nürnberger Lebkuchen, speziell die Premium-Variante «Nürnberger Elisenlebkuchen». Diese hochwertigen Lebkuchen bestehen nach der Nürnberger Qualitätsverordnung zu mindestens 25 Prozent aus Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen und enthalten maximal 10 Prozent Mehl (viele Premium-Elisen enthalten sogar gar kein Mehl). Erhältlich sind sie mit Schokolade, Zuckerguss oder «nussartig» (ohne Glasur). Eine 250-Gramm-Packung kostet 8 bis 14 Euro, Geschenkdosen zwischen 20 und 40 Euro. Traditionsmarken wie Lebkuchen-Schmidt, Wicklein, Weiß oder Lambertz produzieren bis heute nach alten Rezepten.
Weitere typische Leckereien sind die kunstvoll verzierten Lebkuchenherzen mit liebevollen Sprüchen wie «Ich hab dich lieb» (5 bis 12 Euro), gebrannte Mandeln und Cashews (4 bis 5 Euro pro 100 Gramm), Zwetschgenmännla-Figuren (6 bis 15 Euro), fränkische Bratäpfel mit Marzipanfüllung (5 bis 7 Euro), Schmalzgebäck wie «Kiacherla» und «Ausgezogene» (3 bis 5 Euro), sowie die speziell aus Nürnberg stammenden «Feuerzangenbowle» (6 bis 8 Euro), bei der brennender Zuckerhut mit Rum über einen Glühweinkessel abläuft. Für die jüngsten Besucher gibt es alkoholfreien Kinderpunsch (3 bis 4 Euro) und frische heiße Schokolade mit Sahne und Marshmallows.
Die folgenden zehn Praxis-Tipps basieren auf jahrelanger Besucher-Erfahrung und helfen Ihnen, typische Anfängerfehler zu vermeiden und das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen.
Die Geschichte des Nürnberger Christkindlesmarktes reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits im 14. Jahrhundert gab es in Nürnberg Jahrmärkte im Dezember, auf denen die Bewohner Vorräte für die Wintermonate kauften. Die erste dokumentierte Erwähnung eines eigenen «Kindleinbescherens» stammt aus dem Jahr 1628: Ein Holzschachtel-Hersteller namens Hans Greulich verkaufte an diesem vorweihnachtlichen Markt kleine Holzschachteln «für den Christkindlesmarkt» – eine Art Geschenkverpackung für Weihnachtsgeschenke an Kinder.
Der Brauch des «Kindleinbescherens» entwickelte sich in Nürnberg nach der Reformation: Während katholische Regionen den heiligen Nikolaus (6. Dezember) als Geschenkbringer feierten, lehnte das protestantische Nürnberg diese «Heiligenverehrung» ab. Martin Luther propagierte stattdessen den «Heiligen Christ» oder das «Christkind» als Geschenkbringer zu Weihnachten. Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist damit direkt mit der Reformation verbunden und eines der wenigen Symbole einer bis heute durchgehaltenen protestantischen Weihnachtstradition. Das Christkind als engelhafte Figur in weißgoldenem Gewand mit Krone entwickelte sich über die Jahrhunderte zu dem heute bekannten Bild.
Die feierliche Eröffnung mit dem Christkind-Prolog in seiner heutigen Form existiert erst seit 1933. Der Nürnberger Schauspielerin Sofie Keeser wurde damals die Rolle des Christkinds erstmals übertragen, und seitdem ist diese Tradition – mit einer Unterbrechung während des Zweiten Weltkriegs und in den unmittelbaren Nachkriegsjahren – ungebrochen. Seit 1969 wird das Christkind jedes zweite Jahr neu aus Bewerberinnen im Alter von 16 bis 19 Jahren gewählt. Sie muss aus Nürnberg kommen, mindestens 1,60 Meter groß sein und sich mit der Stadt und dem Christkind-Brauchtum identifizieren können. Rund 160 offizielle Termine nimmt das Christkind während seiner zweijährigen Amtszeit wahr – von Krankenhaus-Besuchen bis zu diplomatischen Empfängen in den internationalen Partnerstädten.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Nürnberger Altstadt – und mit ihr der Hauptmarkt – bei dem großen Bombenangriff vom 2. Januar 1945 fast vollständig zerstört. Der Christkindlesmarkt fand erst ab 1948 wieder statt, zunächst auf notdürftig aufgeräumten Trümmergrundstücken. Erst mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche und des Rathauses in den 1950er und 1960er Jahren erhielt der Markt sein heutiges Ambiente zurück. 1969 wurde die heutige Auswahlprozedur für das Christkind eingeführt, und seit 1974 besteht die Tradition der «Städte-Partnerschaften» mit dem entsprechenden Verkaufsbereich auf der Rathaus-Seite des Marktes. Heute ist der Nürnberger Christkindlesmarkt einer der wichtigsten touristischen Magnete Frankens und ein UNESCO-nominiertes immaterielles Kulturerbe.
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Der Nürnberger Christkindlesmarkt 2026 findet vom Freitag, 27. November 2026, bis Donnerstag, 24. Dezember 2026 statt. Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 bis 21:00 Uhr, am 24. Dezember nur bis 14:00 Uhr.
Die feierliche Eröffnung findet am 27. November 2026 um 17:30 Uhr statt. Das Nürnberger Christkind, eine junge Nürnbergerin in weißgoldenem Gewand, spricht vom Balkon der Frauenkirche den berühmten Prolog «Ihr Herrschaften, sei Gott gegrüßet alle». Anschließend werden die Lichter des Marktes angeschaltet.
Das Christkind ist eine junge Nürnbergerin zwischen 16 und 19 Jahren, die alle zwei Jahre aus Bewerberinnen ausgewählt wird. Sie muss aus Nürnberg stammen, mindestens 1,60 Meter groß sein und sich mit der Stadt identifizieren. Während ihrer zweijährigen Amtszeit absolviert sie rund 160 offizielle Termine.
«Drei im Weckla» ist die berühmte Nürnberger Spezialität: drei Original Nürnberger Rostbratwürste in einem länglichen Brötchen (Weckla), wahlweise mit Senf oder Meerrettich. Sie kosten auf dem Christkindlesmarkt 2026 zwischen 4,50 und 5,50 Euro und sind eine der beliebtesten Snacks des Marktes.
Nürnberger Elisenlebkuchen sind die Premium-Variante der Nürnberger Lebkuchen: Nach Qualitätsverordnung bestehen sie zu mindestens 25 Prozent aus Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen und enthalten maximal 10 Prozent Mehl. Viele enthalten gar kein Mehl. Eine 250-Gramm-Packung kostet 8 bis 14 Euro.
Zwetschgenmännla sind kleine traditionelle Nürnberger Figuren, die seit dem 16. Jahrhundert als Weihnachtssouvenir bekannt sind. Der Körper besteht aus getrockneten Zwetschgen (Pflaumen), Arme und Beine aus Feigen und Datteln. Sie kosten zwischen 6 und 15 Euro je nach Größe und Detailreichtum.
Ja, der Eintritt zum Nürnberger Christkindlesmarkt ist kostenlos. Sie bezahlen nur an den Buden für Essen, Getränke und Souvenirs. Führungen, spezielle Konzerte in Kirchen und das Christkindles-Postamt sind separat ticketpflichtig.
Vom Nürnberger Hauptbahnhof erreichen Sie den Hauptmarkt in 10 Minuten zu Fuß durch die Königstraße. Alternativ fahren die U-Bahn-Linien U1 und U11 zum Hauptmarkt oder Lorenzplatz. Die Altstadt ist Fußgängerzone, Parkhäuser befinden sich am Rand der Altstadt.
Ja. Alkoholfreier Kinderpunsch kostet 3 bis 4 Euro, heiße Schokolade mit Sahne 3,50 bis 4,50 Euro, Tee und Kaffee ab 2,50 Euro. Viele Stände bieten auch Früchte-Punsch ohne Alkohol und warme Apfelsaft-Schorle an.
Ja, den Kinderweihnachtsmarkt auf dem Hans-Sachs-Platz, in 2 Minuten Fußweg vom Hauptmarkt. Dort gibt es ein Nostalgiekarussell, ein Riesenrad, eine Dampfeisenbahn, eine Kinder-Weihnachtsbäckerei zum Mitmachen und ein spezielles Kinderprogramm. Der Eintritt ist kostenlos, einzelne Fahrgeschäfte kosten 2 bis 4 Euro.