Vom Samstag, 26. September 2026, bis Sonntag, 12. Oktober 2026, lockt das zweitgrößte Volksfest Deutschlands rund 4 Millionen Besucher auf den Cannstatter Wasen in Stuttgart. 17 Tage Schwabenland-Stimmung, zehn Festzelte, eine 26 Meter hohe Fruchtsäule und 330 Schausteller.
Das Cannstatter Volksfest – in Stuttgart und Umgebung schlicht «der Wasen» genannt – ist mit 4 Millionen Besuchern jährlich das zweitgrößte Volksfest Deutschlands, direkt nach dem Münchner Oktoberfest. Im Jahr 2026 findet das 181. Volksfest vom Samstag, 26. September, bis Sonntag, 12. Oktober 2026 statt – also 17 volle Tage, inklusive zwei Wochenenden und dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Im Gegensatz zum Oktoberfest liegt der Wasen zeitlich etwas später, was Besuchern den Vorteil verschafft, dass Herbstnebel und kühlere Abende das Festzelterlebnis oft noch gemütlicher machen.
Die Wurzeln des Cannstatter Volksfests reichen bis ins Jahr 1818 zurück. Nach schlechten Ernten und dem «Hungerjahr 1816» stiftete König Wilhelm I. von Württemberg gemeinsam mit seiner Frau Katharina ein landwirtschaftliches Fest, das die Stuttgarter Bürger an die Bedeutung einer guten Ernte erinnern sollte. Als Symbol dafür wurde die Fruchtsäule errichtet – eine 26 Meter hohe, kunstvoll mit Getreide, Obst und Blumen geschmückte Säule, die bis heute das Wahrzeichen des Volksfests ist und jedes Jahr neu dekoriert wird. Sie steht unübersehbar im Zentrum des Festgeländes und ist der beliebteste Foto-Hotspot.
Die großen Zelte auf dem Wasen tragen schwäbische Namen und Charaktere: Das Wasenwirt-Zelt der Familie Wilhelmer mit seinen 6.000 Plätzen ist das größte und bekanntesten für seine Partystimmung ab 18 Uhr. Das Dinkelacker-Zelt repräsentiert die traditionsreiche Stuttgarter Brauerei und ist bei Unternehmen aus der Region beliebt. Das Sonja Merz-Festzelt ist das einzige von einer Frau geführte Großzelt und steht für eine familiäre Atmosphäre. Das Grandls Hofbräuzelt verbindet Oktoberfest-Flair mit schwäbischer Gastfreundschaft. Außerdem warten das Göckelesmaier, das Schwaben-Welt-Zelt und weitere kleinere Zelte auf Gäste.
Eine Maß Bier kostet 2026 auf dem Wasen voraussichtlich 14,00 bis 16,00 Euro – rund einen Euro günstiger als in München. Getrunken wird klassisches Stuttgarter Bier: Dinkelacker Volksfest-Bier, Hofbräu Wasenwirt, Schwaben Bräu oder Stuttgarter Hofbräu. Eine halbe Göckele (Brathendl) liegt bei 13 bis 15 Euro, ein Schwäbisches Vesper mit Maultaschen bei 17 bis 19 Euro. Wer auf dem Wasen essen möchte, bekommt schwäbische Spezialitäten, die auf der Wiesn fehlen: Maultaschen, Spätzle, Linsen mit Saiten sowie hausgemachte Kartoffelsalat.
Ein Highlight, das den Wasen vom Oktoberfest unterscheidet, sind die Fahrgeschäfte: Das Cannstatter Volksfest gilt als eines der vielseitigsten Schaustellergebiete in Europa. Mit dem «Alpina Bahn», dem 80 Meter hohen Riesenrad, dem Kettenflieger und zahlreichen modernen Action-Rides richtet sich der Wasen auch an Familien und Thrill-Seeker. Die Eintrittsgelder für Fahrgeschäfte liegen 2026 bei 6 bis 12 Euro pro Fahrt – ein typischer Familien-Nachmittag mit Kindern kostet schnell 60 bis 100 Euro allein für Fahrgeschäfte.
| Termin 2026 | 26. September – 12. Oktober 2026 (17 Tage) |
| Ort | Cannstatter Wasen, Stuttgart |
| Besucher/Jahr | ca. 4 Millionen |
| Festzelte | 10 große Zelte |
| Maß Bier 2026 | ca. 14,00 – 16,00 € |
| Fruchtsäule | 26 Meter hoch, neu dekoriert |
| Anreise | S-Bahn Bad Cannstatt oder U-Bahn Cannstatter Wasen |
| Wahrzeichen | Riesenrad, Fruchtsäule, Schausteller-Meile |
Der Wasen bietet zehn große Festzelte, die vom Charakter her vielfältiger sind als in München. Während einige eher auf Stuttgarter Traditionalismus setzen, bieten andere internationale Partystimmung.
| Zelt | Brauerei | Plätze | Charakter |
|---|---|---|---|
| Wasenwirt (Wilhelmer) | Hofbräu | 6.000 | Party, Schlager, jüngeres Publikum |
| Dinkelacker | Dinkelacker | 5.400 | Traditionell, schwäbisch |
| Grandls Hofbräuzelt | Hofbräu | 4.500 | Oktoberfest-Feeling, international |
| Sonja Merz | Schwaben Bräu | 4.900 | Familiär, gehobene Küche |
| Göckelesmaier | Stuttgarter Hofbräu | 5.100 | Bekannt für Göckele (Hendl) |
| Schwaben-Welt | Dinkelacker | 4.200 | Schwäbische Spezialitäten |
| Klauss & Klauss | Hofbräu | 3.800 | Moderner Charakter, jung |
| Zum Wasenwirt | Schwaben Bräu | 3.400 | Kleineres Zelt, gemütlich |
| Schmellers Alpenrose | Hofbräu | 3.900 | Alpen-Thema, urig |
| Bürger-Zelt | Stuttgarter Hofbräu | 3.200 | Lokal, Stammgäste |
Neben den Zelten prägen 330 Schausteller mit Fahrgeschäften, Losbuden, Schießständen und Süßwarenständen das Bild des Wasens. Das Riesenrad mit 80 Metern Höhe bietet einen spektakulären Blick über Stuttgart bis hin zu den Schwäbischen Weinbergen.
Der Ticket-Kauf für Cannstatter Volksfest 2026 läuft fast ausschließlich über die offiziellen Ticketing-Partner. Der Einlass zum Wasen und in alle Zelte ist kostenlos. Sitzplätze sichern Sie sich entweder vor Ort (nur tagsüber realistisch) oder per Reservierung mit Mindestverzehr direkt bei den Festwirten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Tickets ausschließlich über die offizielle Website des Festivals oder autorisierte Partner wie CTS Eventim, Ticketmaster, Eventim.de und Reservix kaufen. Die offizielle Website verlinkt immer direkt auf die autorisierten Shops – folgen Sie niemals Links aus Social-Media-Anzeigen unbekannter Herkunft, da diese häufig auf Betrugsseiten führen.
Die Ticket-Struktur ist bei allen großen deutschen Festivals ähnlich aufgebaut. Es gibt typischerweise folgende Kategorien: Early Bird (günstigster Preis, meist innerhalb weniger Stunden ausverkauft), Regular Ticket (Hauptverkauf, solange Vorrat reicht), Late Bird (letzte verfügbare Tickets, höchster Preis), Day Ticket (gilt nur für einen der drei Festival-Tage, rund 40 Prozent des Weekend-Preises), Camping-Pass (bei den meisten Festivals bereits inklusive, sonst separat 25 bis 45 Euro) sowie Comfort- oder VIP-Pakete mit zusätzlichen Annehmlichkeiten wie Premium-Stellplätzen, Backstage-Zugang, separaten Sanitäranlagen oder Catering.
Das Cannstatter Volksfest wird nicht über klassische Ticketing-Systeme verkauft. Achten Sie auf Betrüger, die angebliche Tischreservierungen im Internet anbieten – diese sind oft wertlos. Plattformen wie Viagogo, StubHub und fansale.de kaufen Tickets in großen Mengen auf und verkaufen sie dann zu überteuerten Preisen weiter. Offiziell raten sämtliche deutschen Festival-Veranstalter vom Kauf über diese Plattformen ab. Eine legale Alternative ist der offizielle Tauschmarkt, der von vielen Festivals selbst angeboten wird – dort können Tickets zum Originalpreis weitergegeben werden, wenn jemand kurzfristig nicht teilnehmen kann. Für 2026 ist ein solcher Tauschmarkt unter anderem bei Rock am Ring, Hurricane, Wacken und Parookaville aktiv.
Viele Festivals bieten 2026 erstmals eine Ratenzahlung in drei bis sechs Raten an (über PayPal, Klarna oder direkt im Ticketshop). Das entlastet besonders jüngere Besucher und Familien. Eine Ticket-Ausfall-Versicherung kostet 12 bis 25 Euro und erstattet den Ticketpreis, falls Sie wegen Krankheit, Unfall oder unvorhergesehener Ereignisse nicht teilnehmen können. Lesen Sie die Bedingungen genau durch – nicht alle Gründe werden akzeptiert. Insbesondere Wetterabsagen sind meist nicht abgedeckt, da das Festival dann trotzdem stattfindet.
Die Anreise zu dem Cannstatter Wasen in Stuttgart ist eines der wichtigsten Themen vor dem Festival. Wer seine Anreise gut plant, spart Zeit, Nerven und oft auch Geld. Stuttgart ist aus dem gesamten süddeutschen Raum gut erreichbar. Die Anreise per Bahn ist besonders empfehlenswert, da die Parksituation am Wasen angespannt ist. Der Hauptbahnhof Stuttgart liegt rund 15 Minuten S-Bahn-Fahrt vom Volksfest entfernt.
Die Deutsche Bahn ist traditionell der Hauptverkehrsträger für Festival-Besucher in Deutschland. Fast alle großen Festivals bieten in Kooperation mit der Bahn ein spezielles «Festival-Ticket» an: Für einen Festpreis von 39 bis 59 Euro pro Strecke reisen Sie von jedem deutschen Bahnhof zum Festival und zurück – unabhängig von der tatsächlichen Entfernung. Das Festival-Ticket gilt meist zwei Tage vor bis zwei Tage nach dem Event und umfasst die Nutzung aller ICE-, IC- und Regionalzüge. Wer mehr als 200 Kilometer anreist, spart mit dem Festival-Ticket oft 50 bis 100 Euro gegenüber einem normalen Ticket.
Am Festival-Wochenende werden zusätzliche Sonderzüge eingesetzt. Die Deutsche Bahn stockt die Kapazitäten auf den Strecken zu den großen Festivals um bis zu 40 Prozent auf. Reservierungen für Sitzplätze sind nicht möglich – alle Züge fahren im Standard-Tarif, sodass Sie einfach mit dem Festival-Ticket einsteigen können. Wer zelten möchte, sollte jedoch bedenken, dass größere Zelte und Campingausrüstung im Zug nicht immer problemlos transportierbar sind. Viele Festival-Gänger reisen deshalb in Gruppen mit einem Fahrzeug an.
Wer mit dem Auto anreist, sollte frühzeitig einen Parkplatz reservieren. Fast alle großen Festivals haben ihre Parkplätze in den letzten Jahren kostenpflichtig gemacht: Die Preise liegen bei 25 bis 45 Euro pro Fahrzeug für das gesamte Wochenende. Caravan- und Wohnmobil-Stellplätze kosten 75 bis 120 Euro und sollten spätestens zwei Monate vor dem Festival gebucht werden – bei Hurricane und Rock am Ring sind diese Plätze bereits Ende März ausverkauft. Eine Alternative sind externe Parkplätze bei anliegenden Bauernhöfen und Campingplätzen, die das Wochenende häufig zu günstigeren Preisen (ab 15 Euro pro Auto) anbieten.
Viele Festivals bieten einen kostenlosen oder ticketgebundenen Shuttle-Service von den nächstgelegenen Bahnhöfen zum Festival-Gelände an. Die Shuttle-Frequenz ist in der Regel alle 15 bis 30 Minuten, bei großem Andrang sogar häufiger. Planen Sie jedoch für die Anreise am Donnerstag und Freitag großzügig Zeit ein – Wartezeiten von 60 bis 90 Minuten am Shuttle-Bus sind keine Seltenheit. Die Rückreise am Sonntagabend und Montagmorgen ist besonders chaotisch, da alle Besucher gleichzeitig das Gelände verlassen wollen.
Das Camping ist bei Cannstatter Volksfest mehr als nur eine Übernachtungsmöglichkeit – es ist ein integraler Teil des Festival-Erlebnisses. Für drei bis vier Tage lebt man auf einem temporären Campingplatz mit zehntausenden anderen Fans, teilt Bier, Musik und Wetter mit Fremden aus ganz Europa und schmiedet oft langjährige Freundschaften. Das Camping beginnt in der Regel bereits am Mittwoch-Nachmittag oder Donnerstag-Morgen, viele Besucher reisen jedoch schon am Dienstag an, um die besten Plätze in der Nähe der Hauptbühne zu ergattern.
Das Standard-Camping ist bei den meisten großen Festivals im Weekend-Ticket bereits enthalten. Sie erhalten ein Zeltbändchen und dürfen sich auf den offiziell ausgewiesenen Campingflächen einen Platz suchen. Die Grundausstattung umfasst Chemietoiletten (verteilt im Abstand von etwa 200 Metern), mobile Waschbecken und Duschstationen (gegen eine Gebühr von 3 bis 5 Euro), Wasserzapfstellen (kostenlos) und zentrale Müllplätze. Die Flächen sind oft hart umkämpft – wer erst am Freitag-Nachmittag ankommt, muss meist mit einem Platz in den äußeren Camping-Bereichen vorliebnehmen, 15 bis 25 Minuten Fußweg vom Festival-Gelände entfernt.
Green Camping ist eine Premium-Option für Besucher, die sich ein saubereres und ruhigeres Umfeld wünschen. Der Aufpreis beträgt 25 bis 45 Euro pro Person, dafür erhalten Sie größere Stellflächen, bessere Sanitäranlagen, einen Pfand auf Müll und Flaschen (der zurückgezahlt wird, wenn die Fläche sauber verlassen wird) und eine strengere Nachtruhe ab 2:00 Uhr. Wer noch mehr Komfort möchte, kann auf Comfort Camping (eigene Zeltfelder mit Paletten-Unterlage, ab 59 Euro), Luxury Camping mit fertig aufgebauten Zelten, Betten und Strom (ab 249 Euro pro Person) oder Hotel-Packages mit Unterbringung in umliegenden Hotels und Shuttle-Service (ab 399 Euro pro Person) upgraden.
Wer nicht zelten möchte, kann Hotels und Pensionen in der Umgebung buchen. Die Preise steigen während des Festival-Wochenendes jedoch dramatisch an: Einfache Drei-Sterne-Hotels im Umkreis von 20 Kilometern verlangen 180 bis 350 Euro pro Nacht, Vier-Sterne-Hotels 300 bis 550 Euro. Airbnb-Unterkünfte sind oft eine günstigere Alternative, allerdings ebenfalls schnell ausgebucht. Wer 2026 noch eine Unterkunft sucht, sollte spätestens bis Ende April buchen. Einige Festivals bieten zudem offizielle Hostel-Partnerschaften, bei denen Besucher mit Ticket-Bestätigung einen Nachlass von 10 bis 20 Prozent erhalten.
Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einem gelungenen und einem chaotischen Festival-Wochenende. Die folgende Packliste basiert auf unserer langjährigen Festival-Erfahrung und berücksichtigt sowohl Schönwetter- als auch Regenszenarien.
Folgende Gegenstände dürfen nicht auf das Festival-Gelände mitgebracht werden: Glasflaschen und -behälter, Aluminiumdosen (meist erlaubt in der Camping-Area, verboten auf dem Main-Ground), pyrotechnische Gegenstände, Waffen jeder Art, Drohnen, professionelle Kameras mit Wechselobjektiven ab 16 Megapixel, Laserpointer, Tiere (außer Begleithunde mit Nachweis). Die Sicherheitskontrollen sind 2026 deutlich strenger geworden – rechnen Sie mit Wartezeiten von 20 bis 45 Minuten am Einlass.
Die schwäbische Küche auf dem Wasen ist seit Jahren ein wichtiger Teil des Gesamterlebnisses. Anders als in München können Sie auf dem Wasen schwäbische Spezialitäten genießen: Maultaschen, Spätzle, Zwiebelrostbraten, Linsen mit Saiten oder Käsespätzle – klassische schwäbische Gerichte kosten 12 bis 22 Euro. Eine halbe Göckele (Brathendl) liegt bei 13 bis 15 Euro, eine Maß Bier 14 bis 16 Euro.
Die Food-Kultur auf deutschen Festivals hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Während bis vor zehn Jahren meist nur Bratwurst, Pommes und Pizza angeboten wurden, gibt es heute eine Vielfalt von vegetarischen, veganen, glutenfreien und internationalen Optionen. Typische Preise auf Festivals 2026: Bratwurst 6 bis 8 Euro, Currywurst mit Pommes 9 bis 11 Euro, Burger 10 bis 14 Euro, Pizza-Stück 6 bis 9 Euro, Falafel-Wrap 9 bis 12 Euro, vegane Bowl 12 bis 16 Euro. Bei Bio-Qualität und kleinen Food-Trucks liegen die Preise oft 1 bis 3 Euro höher.
Die Getränkepreise sind ebenfalls gestiegen: Ein 0,5-Liter-Becher Bier kostet 2026 auf den meisten Festivals 5,50 bis 6,80 Euro, plus 2 Euro Bechermehrwegpfand. Softdrinks liegen bei 4 bis 5 Euro pro Becher, Wasser bei 3,50 bis 4,50 Euro. Wer sparen möchte, bringt seine eigenen Vorräte in die Camping-Area mit – dort sind Bier, Wein und alkoholfreie Getränke (außer in Glasflaschen) erlaubt. Auf dem eigentlichen Festival-Gelände dagegen sind keine eigenen Getränke erlaubt, allerdings dürfen leere Trinkflaschen (bis 0,5 Liter) mitgebracht und an Wasserzapfstellen kostenlos aufgefüllt werden.
Ein weiteres Thema sind die Bezahlmethoden. Fast alle großen deutschen Festivals haben 2026 auf Cashless-Systeme umgestellt: Sie laden vor dem Festival oder vor Ort ein Festival-Armband mit Guthaben auf und bezahlen an allen Ständen kontaktlos. Guthaben kann am Ende des Festivals in einer App oder vor Ort wieder auf das Bankkonto oder die Kreditkarte zurückerstattet werden – allerdings meist mit einer Bearbeitungsgebühr von 1,50 bis 3 Euro. Planen Sie Ihren Verbrauch daher so, dass am Ende möglichst wenig Guthaben übrigbleibt.
Das Programm auf dem Wasen ist in zwei Höhepunkte geteilt: den feierlichen Fassanstich am ersten Samstag (26. September 2026) um 16:00 Uhr im Wasenwirt-Zelt und den traditionellen historischen Volksfestumzug am ersten Sonntag (27. September 2026). Beim Umzug ziehen rund 3.500 Teilnehmer in historischen Trachten, Kutschen, Reitergruppen und mit Fahnen durch die Stuttgarter Innenstadt – eine Anspielung auf die Ursprünge des Volksfests von 1818 als Erntedankfest. Zusätzlich finden während der 17 Festtage tägliche Blaskapellen-Auftritte, Fahrgeschäft-Aktionen und das berühmte Abschlussfeuerwerk am letzten Sonntag um 22:00 Uhr statt.
Ein typischer Festival-Tag beginnt um 11:00 oder 12:00 Uhr mit den ersten Acts auf den Nebenbühnen. Diese frühen Slots sind bei aufstrebenden Bands und Newcomern beliebt und oft eine der besten Gelegenheiten, unbekannte Künstler zu entdecken. Die Haupt-Acts spielen meist zwischen 18:00 und 24:00 Uhr, mit den Headlinern ab 22:00 Uhr auf der Mainstage. Nach Mitternacht übernehmen dann die Club-Stages und DJ-Sets bis in die frühen Morgenstunden – häufig bis 4:00 oder 5:00 Uhr, bei manchen Festivals sogar 24 Stunden durchgehend.
Neben den offiziellen Konzerten gibt es zahlreiche Nebenprogramme: Workshops, Yoga-Sessions, Tattoo-Stände, Festival-Bibliotheken, Kino-Zelte, Kunst-Installationen, Skate-Parks und Gaming-Bereiche. Jedes Festival hat hier seinen eigenen Charakter – Hurricane etwa bietet ein bekanntes Bücher-Zelt, Wacken einen Mittelalter-Markt mit Metkeller und Schmieden, Rock am Ring einen Adrenalin-Park mit Bungee-Jumping und Freefall-Tower. Wer nur zu den großen Headlinern anreist, verpasst oft den besten Teil des Festivals.
Wer zum ersten Mal auf ein großes deutsches Festival geht, steht vor vielen Unsicherheiten. Die folgenden zehn Praxis-Tipps basieren auf jahrelanger Festival-Erfahrung und helfen Ihnen, typische Anfängerfehler zu vermeiden.
Wer diese zehn Tipps beherzigt, ist bestens vorbereitet und kann das Festival in vollen Zügen genießen. Das Wichtigste zum Schluss: Seien Sie offen für neue Bekanntschaften, lassen Sie sich auf die Festival-Atmosphäre ein und vergessen Sie für ein paar Tage den Alltag. Deutschlands Festival-Kultur ist einzigartig – jeder Besucher wird mit unvergesslichen Erinnerungen nach Hause fahren.
Stöbern Sie durch unsere verwandten Ratgeber zu Festivals, Konzerten und saisonalen Events in Deutschland:
Das Cannstatter Volksfest 2026 läuft vom Samstag, 26. September, bis Sonntag, 12. Oktober 2026 – insgesamt 17 Tage – auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart.
Mit rund 4 Millionen Besuchern ist das Cannstatter Volksfest das zweitgrößte Volksfest Deutschlands, direkt nach dem Oktoberfest (6 Mio.). Es hat weniger Zelte (10 statt 14), aber ein größeres Fahrgeschäft-Angebot als München.
Eine Maß Bier kostet auf dem Wasen 2026 voraussichtlich 14,00 bis 16,00 Euro – damit rund einen Euro günstiger als auf der Wiesn in München. Getrunken wird Stuttgarter Bier: Dinkelacker, Hofbräu Wasenwirt, Schwaben Bräu oder Stuttgarter Hofbräu.
Die Fruchtsäule ist das Wahrzeichen des Cannstatter Volksfests – eine 26 Meter hohe Säule, die mit Getreide, Obst und Blumen geschmückt ist. Sie geht auf die Gründung des Volksfests 1818 zurück, als König Wilhelm I. nach dem «Hungerjahr» 1816 ein landwirtschaftliches Erntedankfest stiftete. Die Fruchtsäule wird jedes Jahr neu dekoriert.
Die bekanntesten Zelte sind Wasenwirt (mit 6.000 Plätzen das größte), Grandls Hofbräuzelt, Dinkelacker, Sonja Merz, Göckelesmaier und Schwaben-Welt. Das Wasenwirt-Zelt ist bekannt für Partystimmung ab 18:00 Uhr, das Dinkelacker eher traditionell.
Ähnlich wie beim Oktoberfest gilt: Einlass ist kostenlos, Sitzplätze aber an Wochenenden und Abenden oft voll. Reservierungen erfolgen direkt bei den Festwirten mit Mindestverzehr von rund 40 bis 65 Euro pro Person.
Am besten mit der S-Bahn (S1, S2, S3) bis «Bad Cannstatt» und dann 10 Minuten Fußweg. Oder mit der U-Bahn (U1, U2, U11, U16, U19) bis «Cannstatter Wasen». Die Stuttgarter Straßenbahnen stocken ihre Fahrzeiten während des Volksfests stark auf.
Nein, in Wasen-Nähe gibt es kaum kostenlose Parkplätze. Die Mercedes-Benz-Arena-Parkplätze sind während des Volksfests kostenpflichtig (15 bis 25 Euro pro Tag). Besser ist P&R am Stadtrand mit S-Bahn-Anschluss.
Auf dem Wasen bekommen Sie schwäbische Klassiker: Maultaschen mit Kartoffelsalat, Linsen mit Saiten und Spätzle, Zwiebelrostbraten, Rostbraten mit Kartoffelsalat, Kässpätzle und hausgemachten Kartoffelsalat. Als Süßspeise: Ofenschlupfer, Kirschenmichel oder Dampfnudeln.
Ja, vor allem an den «Familientagen» (Dienstag und Mittwoch). An diesen Tagen sind Fahrgeschäfte und Eintritt in vielen Zelten vergünstigt. Das riesige Fahrgeschäft-Angebot mit über 330 Ständen macht den Wasen besonders attraktiv für Familien mit Kindern.