Vom Samstag, 19. September 2026, bis Sonntag, 5. Oktober 2026, verwandelt sich die Münchner Theresienwiese zum 191. Mal in den größten Biergarten der Welt. 17 Tage Wiesn, 14 große Festzelte, 21 kleine Zelte und rund 6 Millionen Besucher aus aller Welt.
Das Oktoberfest München – von den Einheimischen liebevoll «Wiesn» genannt – ist das größte Volksfest der Welt. Im Jahr 2026 findet die 191. Ausgabe vom Samstag, 19. September, bis Sonntag, 5. Oktober 2026 statt. Am ersten Samstag zapft der Oberbürgermeister der Stadt München pünktlich um 12:00 Uhr im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass an und eröffnet mit dem traditionellen Ruf «O'zapft is!» die Wiesn. Erst nachdem dieses erste Fass angestochen wurde, darf in allen anderen Zelten Bier ausgeschenkt werden – eine Tradition, die seit 1950 unverändert besteht.
Die Geschichte des Oktoberfests reicht bis zum 12. Oktober 1810 zurück: An jenem Tag heiratete der bayerische Kronprinz Ludwig die sächsische Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Die Münchner Bevölkerung wurde zu einer fünftägigen Feier auf die später nach der Braut benannte «Theresienwiese» eingeladen. Zum Abschluss fand ein Pferderennen statt, das so populär wurde, dass es im Folgejahr wiederholt und schließlich zur festen Tradition wurde. Aus dem königlichen Hochzeitsfest entwickelte sich über die Jahrzehnte das größte Volksfest der Welt.
Die 14 großen Festzelte sind das Herzstück des Oktoberfests. Jedes Zelt hat seinen eigenen Charakter: Das Hofbräu-Festzelt ist international das bekannteste und zieht besonders viele Besucher aus Australien, den USA und Italien an. Das Schottenhamel ist traditionell das Anstichzelt und bei Münchner Familien beliebt. Die Käfer Wiesn-Schänke ist das Promi-Zelt mit gehobener Küche und berühmt für die nach 22:30 Uhr immer noch geöffnete Bar. Das Augustiner-Festzelt gilt unter Einheimischen als das gemütlichste – hier wird das Bier als einziges noch aus traditionellen Holzfässern gezapft (nicht aus Edelstahl-Tanks).
Ein zentrales Thema ist der Bierpreis. Im Jahr 2025 lag die Maß bei 13,60 bis 15,30 Euro, abhängig vom Zelt. Für 2026 rechnen Branchenexperten mit einer Preisspanne von 14,80 bis 16,80 Euro pro Maß, plus obligatorisches Trinkgeld von etwa 1 bis 2 Euro pro Maß. Eine halbe Brathendl kostet rund 15 Euro, eine Schweinshaxe 22 Euro, eine Brezn 5,50 Euro. Ein Abend mit vier bis fünf Maß, Essen und Trinkgeld schlägt schnell mit 120 bis 150 Euro pro Person zu Buche – ohne Tracht und Anreise.
Apropos Tracht: Ein einfaches Dirndl gibt es bei C&A oder Angermaier ab etwa 50 Euro, qualitativ hochwertige Trachten von Lodenfrey oder Amsel Fashion kosten 250 bis 500 Euro. Eine klassische Lederhose für Herren startet bei 80 Euro und reicht bei handgenähten Modellen bis 600 Euro. Wer die Wiesn mehrere Jahre in Folge besucht, amortisiert die Investition schnell – Leihtrachten kosten inzwischen 40 bis 90 Euro pro Abend. Dieser ausführliche Guide erklärt Ihnen alles, was Sie für einen gelungenen Wiesn-Besuch 2026 wissen müssen.
| Termin 2026 | 19. September – 5. Oktober 2026 (17 Tage) |
| Ort | Theresienwiese, München |
| Besucher/Jahr | ca. 6 Millionen |
| Festzelte | 14 große, 21 kleine |
| Maß Bier 2026 | ca. 14,80 – 16,80 € |
| Eintritt | kostenlos (solange Platz vorhanden) |
| Eröffnung | O'zapft is! am 19.09.2026, 12:00 Uhr |
| Anreise | U4/U5 Theresienwiese |
Jedes der 14 großen Festzelte hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Stammgemeinschaft und seine eigene Stimmung. Wer zum ersten Mal auf die Wiesn geht, sollte wissen, welches Zelt zu welcher Tageszeit und welchem Publikum passt.
| Festzelt | Brauerei | Plätze | Charakter |
|---|---|---|---|
| Schottenhamel-Festzelt | Spaten | 10.000 | Traditionell, Anstich-Zelt |
| Hofbräu-Festzelt | Hofbräu | 10.000 | International, jüngeres Publikum |
| Augustiner-Festzelt | Augustiner | 8.500 | Einheimisch, aus Holzfässern |
| Paulaner-Festzelt | Paulaner | 8.450 | Traditionell, Familien |
| Hacker-Festzelt (Himmel der Bayern) | Hacker-Pschorr | 9.300 | Party ab 18 Uhr |
| Löwenbräu-Festzelt | Löwenbräu | 8.500 | Klassisch bayerisch |
| Käfer Wiesn-Schänke | Paulaner | 3.000 | Gehobene Küche, Promis |
| Bräurosl (Pschorr) | Hacker-Pschorr | 8.200 | Traditionsreich, Trachtenverein |
| Armbrustschützen-Festzelt | Paulaner | 7.200 | Schützen-Tradition |
| Fischer-Vroni | Augustiner | 3.200 | Steckerlfisch, gemütlich |
| Ochsenbraterei | Spaten | 8.500 | Spezialität: Ochs am Spieß |
| Winzerer Fähndl | Paulaner | 8.450 | Bayerische Trachten |
| Schützen-Festzelt | Löwenbräu | 5.400 | Gemütlich, weniger touristisch |
| Marstall | Spaten | 3.200 | Elegant, Reitermotiv |
Reservierungen erfolgen direkt bei den Festwirten. Die meisten Wirte öffnen ihre Reservierungssysteme im Januar 2026 – die begehrten Samstagabende sind oft schon im Februar ausverkauft. Mindestverzehr pro Person beträgt in der Regel 2 Maß Bier und ein halbes Hendl (rund 45 bis 55 Euro), an Wochenenden und Abenden 55 bis 80 Euro.
Der Ticket-Kauf für Oktoberfest München 2026 läuft fast ausschließlich über die offiziellen Ticketing-Partner. Der Einlass zur Wiesn ist grundsätzlich kostenlos und ohne Ticket möglich – allerdings nur solange das jeweilige Zelt noch Platz hat. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Tickets ausschließlich über die offizielle Website des Festivals oder autorisierte Partner wie CTS Eventim, Ticketmaster, Eventim.de und Reservix kaufen. Die offizielle Website verlinkt immer direkt auf die autorisierten Shops – folgen Sie niemals Links aus Social-Media-Anzeigen unbekannter Herkunft, da diese häufig auf Betrugsseiten führen.
Die Ticket-Struktur ist bei allen großen deutschen Festivals ähnlich aufgebaut. Es gibt typischerweise folgende Kategorien: Early Bird (günstigster Preis, meist innerhalb weniger Stunden ausverkauft), Regular Ticket (Hauptverkauf, solange Vorrat reicht), Late Bird (letzte verfügbare Tickets, höchster Preis), Day Ticket (gilt nur für einen der drei Festival-Tage, rund 40 Prozent des Weekend-Preises), Camping-Pass (bei den meisten Festivals bereits inklusive, sonst separat 25 bis 45 Euro) sowie Comfort- oder VIP-Pakete mit zusätzlichen Annehmlichkeiten wie Premium-Stellplätzen, Backstage-Zugang, separaten Sanitäranlagen oder Catering.
Reservierungen können nicht auf Drittplattformen weiterverkauft werden. Wer Reservierungen von Unbekannten kauft, riskiert beim Zelteinlass abgewiesen zu werden. Plattformen wie Viagogo, StubHub und fansale.de kaufen Tickets in großen Mengen auf und verkaufen sie dann zu überteuerten Preisen weiter. Offiziell raten sämtliche deutschen Festival-Veranstalter vom Kauf über diese Plattformen ab. Eine legale Alternative ist der offizielle Tauschmarkt, der von vielen Festivals selbst angeboten wird – dort können Tickets zum Originalpreis weitergegeben werden, wenn jemand kurzfristig nicht teilnehmen kann. Für 2026 ist ein solcher Tauschmarkt unter anderem bei Rock am Ring, Hurricane, Wacken und Parookaville aktiv.
Viele Festivals bieten 2026 erstmals eine Ratenzahlung in drei bis sechs Raten an (über PayPal, Klarna oder direkt im Ticketshop). Das entlastet besonders jüngere Besucher und Familien. Eine Ticket-Ausfall-Versicherung kostet 12 bis 25 Euro und erstattet den Ticketpreis, falls Sie wegen Krankheit, Unfall oder unvorhergesehener Ereignisse nicht teilnehmen können. Lesen Sie die Bedingungen genau durch – nicht alle Gründe werden akzeptiert. Insbesondere Wetterabsagen sind meist nicht abgedeckt, da das Festival dann trotzdem stattfindet.
Die Anreise zu der Theresienwiese in München ist eines der wichtigsten Themen vor dem Festival. Wer seine Anreise gut plant, spart Zeit, Nerven und oft auch Geld. Die Theresienwiese liegt zentral im Münchner Stadtzentrum und ist optimal mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die U-Bahn-Linien U4 und U5 halten direkt an der Station Theresienwiese, die Linien U3 und U6 am Goetheplatz (5 Minuten Fußweg). Die MVG stockt während der Wiesn ihre Fahrpläne auf und fährt auch nachts im 10-Minuten-Takt.
Die Deutsche Bahn ist traditionell der Hauptverkehrsträger für Festival-Besucher in Deutschland. Fast alle großen Festivals bieten in Kooperation mit der Bahn ein spezielles «Festival-Ticket» an: Für einen Festpreis von 39 bis 59 Euro pro Strecke reisen Sie von jedem deutschen Bahnhof zum Festival und zurück – unabhängig von der tatsächlichen Entfernung. Das Festival-Ticket gilt meist zwei Tage vor bis zwei Tage nach dem Event und umfasst die Nutzung aller ICE-, IC- und Regionalzüge. Wer mehr als 200 Kilometer anreist, spart mit dem Festival-Ticket oft 50 bis 100 Euro gegenüber einem normalen Ticket.
Am Festival-Wochenende werden zusätzliche Sonderzüge eingesetzt. Die Deutsche Bahn stockt die Kapazitäten auf den Strecken zu den großen Festivals um bis zu 40 Prozent auf. Reservierungen für Sitzplätze sind nicht möglich – alle Züge fahren im Standard-Tarif, sodass Sie einfach mit dem Festival-Ticket einsteigen können. Wer zelten möchte, sollte jedoch bedenken, dass größere Zelte und Campingausrüstung im Zug nicht immer problemlos transportierbar sind. Viele Festival-Gänger reisen deshalb in Gruppen mit einem Fahrzeug an.
Wer mit dem Auto anreist, sollte frühzeitig einen Parkplatz reservieren. Fast alle großen Festivals haben ihre Parkplätze in den letzten Jahren kostenpflichtig gemacht: Die Preise liegen bei 25 bis 45 Euro pro Fahrzeug für das gesamte Wochenende. Caravan- und Wohnmobil-Stellplätze kosten 75 bis 120 Euro und sollten spätestens zwei Monate vor dem Festival gebucht werden – bei Hurricane und Rock am Ring sind diese Plätze bereits Ende März ausverkauft. Eine Alternative sind externe Parkplätze bei anliegenden Bauernhöfen und Campingplätzen, die das Wochenende häufig zu günstigeren Preisen (ab 15 Euro pro Auto) anbieten.
Viele Festivals bieten einen kostenlosen oder ticketgebundenen Shuttle-Service von den nächstgelegenen Bahnhöfen zum Festival-Gelände an. Die Shuttle-Frequenz ist in der Regel alle 15 bis 30 Minuten, bei großem Andrang sogar häufiger. Planen Sie jedoch für die Anreise am Donnerstag und Freitag großzügig Zeit ein – Wartezeiten von 60 bis 90 Minuten am Shuttle-Bus sind keine Seltenheit. Die Rückreise am Sonntagabend und Montagmorgen ist besonders chaotisch, da alle Besucher gleichzeitig das Gelände verlassen wollen.
Das Camping ist bei Oktoberfest München mehr als nur eine Übernachtungsmöglichkeit – es ist ein integraler Teil des Festival-Erlebnisses. Für drei bis vier Tage lebt man auf einem temporären Campingplatz mit zehntausenden anderen Fans, teilt Bier, Musik und Wetter mit Fremden aus ganz Europa und schmiedet oft langjährige Freundschaften. Das Camping beginnt in der Regel bereits am Mittwoch-Nachmittag oder Donnerstag-Morgen, viele Besucher reisen jedoch schon am Dienstag an, um die besten Plätze in der Nähe der Hauptbühne zu ergattern.
Das Standard-Camping ist bei den meisten großen Festivals im Weekend-Ticket bereits enthalten. Sie erhalten ein Zeltbändchen und dürfen sich auf den offiziell ausgewiesenen Campingflächen einen Platz suchen. Die Grundausstattung umfasst Chemietoiletten (verteilt im Abstand von etwa 200 Metern), mobile Waschbecken und Duschstationen (gegen eine Gebühr von 3 bis 5 Euro), Wasserzapfstellen (kostenlos) und zentrale Müllplätze. Die Flächen sind oft hart umkämpft – wer erst am Freitag-Nachmittag ankommt, muss meist mit einem Platz in den äußeren Camping-Bereichen vorliebnehmen, 15 bis 25 Minuten Fußweg vom Festival-Gelände entfernt.
Green Camping ist eine Premium-Option für Besucher, die sich ein saubereres und ruhigeres Umfeld wünschen. Der Aufpreis beträgt 25 bis 45 Euro pro Person, dafür erhalten Sie größere Stellflächen, bessere Sanitäranlagen, einen Pfand auf Müll und Flaschen (der zurückgezahlt wird, wenn die Fläche sauber verlassen wird) und eine strengere Nachtruhe ab 2:00 Uhr. Wer noch mehr Komfort möchte, kann auf Comfort Camping (eigene Zeltfelder mit Paletten-Unterlage, ab 59 Euro), Luxury Camping mit fertig aufgebauten Zelten, Betten und Strom (ab 249 Euro pro Person) oder Hotel-Packages mit Unterbringung in umliegenden Hotels und Shuttle-Service (ab 399 Euro pro Person) upgraden.
Wer nicht zelten möchte, kann Hotels und Pensionen in der Umgebung buchen. Die Preise steigen während des Festival-Wochenendes jedoch dramatisch an: Einfache Drei-Sterne-Hotels im Umkreis von 20 Kilometern verlangen 180 bis 350 Euro pro Nacht, Vier-Sterne-Hotels 300 bis 550 Euro. Airbnb-Unterkünfte sind oft eine günstigere Alternative, allerdings ebenfalls schnell ausgebucht. Wer 2026 noch eine Unterkunft sucht, sollte spätestens bis Ende April buchen. Einige Festivals bieten zudem offizielle Hostel-Partnerschaften, bei denen Besucher mit Ticket-Bestätigung einen Nachlass von 10 bis 20 Prozent erhalten.
Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einem gelungenen und einem chaotischen Festival-Wochenende. Die folgende Packliste basiert auf unserer langjährigen Festival-Erfahrung und berücksichtigt sowohl Schönwetter- als auch Regenszenarien.
Folgende Gegenstände dürfen nicht auf das Festival-Gelände mitgebracht werden: Glasflaschen und -behälter, Aluminiumdosen (meist erlaubt in der Camping-Area, verboten auf dem Main-Ground), pyrotechnische Gegenstände, Waffen jeder Art, Drohnen, professionelle Kameras mit Wechselobjektiven ab 16 Megapixel, Laserpointer, Tiere (außer Begleithunde mit Nachweis). Die Sicherheitskontrollen sind 2026 deutlich strenger geworden – rechnen Sie mit Wartezeiten von 20 bis 45 Minuten am Einlass.
Die bayerische Küche auf der Wiesn ist seit Jahren ein wichtiger Teil des Gesamterlebnisses. Essen auf der Wiesn ist teuer, aber die Auswahl ist groß. Ein halbes Hendl kostet 2026 rund 15 Euro, eine Schweinshaxe 22 Euro, eine Mass Bier 14,80 bis 16,80 Euro, eine Brezn 5,50 Euro. Ein klassischer Wiesn-Abend mit 4 Maß und Essen kostet schnell 120 bis 150 Euro pro Person.
Die Food-Kultur auf deutschen Festivals hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Während bis vor zehn Jahren meist nur Bratwurst, Pommes und Pizza angeboten wurden, gibt es heute eine Vielfalt von vegetarischen, veganen, glutenfreien und internationalen Optionen. Typische Preise auf Festivals 2026: Bratwurst 6 bis 8 Euro, Currywurst mit Pommes 9 bis 11 Euro, Burger 10 bis 14 Euro, Pizza-Stück 6 bis 9 Euro, Falafel-Wrap 9 bis 12 Euro, vegane Bowl 12 bis 16 Euro. Bei Bio-Qualität und kleinen Food-Trucks liegen die Preise oft 1 bis 3 Euro höher.
Die Getränkepreise sind ebenfalls gestiegen: Ein 0,5-Liter-Becher Bier kostet 2026 auf den meisten Festivals 5,50 bis 6,80 Euro, plus 2 Euro Bechermehrwegpfand. Softdrinks liegen bei 4 bis 5 Euro pro Becher, Wasser bei 3,50 bis 4,50 Euro. Wer sparen möchte, bringt seine eigenen Vorräte in die Camping-Area mit – dort sind Bier, Wein und alkoholfreie Getränke (außer in Glasflaschen) erlaubt. Auf dem eigentlichen Festival-Gelände dagegen sind keine eigenen Getränke erlaubt, allerdings dürfen leere Trinkflaschen (bis 0,5 Liter) mitgebracht und an Wasserzapfstellen kostenlos aufgefüllt werden.
Ein weiteres Thema sind die Bezahlmethoden. Fast alle großen deutschen Festivals haben 2026 auf Cashless-Systeme umgestellt: Sie laden vor dem Festival oder vor Ort ein Festival-Armband mit Guthaben auf und bezahlen an allen Ständen kontaktlos. Guthaben kann am Ende des Festivals in einer App oder vor Ort wieder auf das Bankkonto oder die Kreditkarte zurückerstattet werden – allerdings meist mit einer Bearbeitungsgebühr von 1,50 bis 3 Euro. Planen Sie Ihren Verbrauch daher so, dass am Ende möglichst wenig Guthaben übrigbleibt.
Die Wiesn hat drei klar definierte Höhepunkte im Programm: der Fassanstich am ersten Samstag um 12:00 Uhr im Schottenhamel-Zelt durch den Oberbürgermeister, der traditionelle Trachten- und Schützenzug am ersten Sonntag mit 9.000 Teilnehmern und 60 Festwagen durch die Münchner Innenstadt, und das Standkonzert aller Wiesnkapellen am mittleren Sonntag zu Füßen der Bavaria-Statue. Zwischen diesen offiziellen Programmpunkten passiert in den Zelten und auf dem Festgelände täglich ein enormes Programm: Von der Eröffnung bis zum Schluss spielen Blaskapellen, später am Abend Party-Rock und Schlager-Hits.
Ein typischer Festival-Tag beginnt um 11:00 oder 12:00 Uhr mit den ersten Acts auf den Nebenbühnen. Diese frühen Slots sind bei aufstrebenden Bands und Newcomern beliebt und oft eine der besten Gelegenheiten, unbekannte Künstler zu entdecken. Die Haupt-Acts spielen meist zwischen 18:00 und 24:00 Uhr, mit den Headlinern ab 22:00 Uhr auf der Mainstage. Nach Mitternacht übernehmen dann die Club-Stages und DJ-Sets bis in die frühen Morgenstunden – häufig bis 4:00 oder 5:00 Uhr, bei manchen Festivals sogar 24 Stunden durchgehend.
Neben den offiziellen Konzerten gibt es zahlreiche Nebenprogramme: Workshops, Yoga-Sessions, Tattoo-Stände, Festival-Bibliotheken, Kino-Zelte, Kunst-Installationen, Skate-Parks und Gaming-Bereiche. Jedes Festival hat hier seinen eigenen Charakter – Hurricane etwa bietet ein bekanntes Bücher-Zelt, Wacken einen Mittelalter-Markt mit Metkeller und Schmieden, Rock am Ring einen Adrenalin-Park mit Bungee-Jumping und Freefall-Tower. Wer nur zu den großen Headlinern anreist, verpasst oft den besten Teil des Festivals.
Wer zum ersten Mal auf ein großes deutsches Festival geht, steht vor vielen Unsicherheiten. Die folgenden zehn Praxis-Tipps basieren auf jahrelanger Festival-Erfahrung und helfen Ihnen, typische Anfängerfehler zu vermeiden.
Wer diese zehn Tipps beherzigt, ist bestens vorbereitet und kann das Festival in vollen Zügen genießen. Das Wichtigste zum Schluss: Seien Sie offen für neue Bekanntschaften, lassen Sie sich auf die Festival-Atmosphäre ein und vergessen Sie für ein paar Tage den Alltag. Deutschlands Festival-Kultur ist einzigartig – jeder Besucher wird mit unvergesslichen Erinnerungen nach Hause fahren.
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Das Oktoberfest München 2026 findet vom Samstag, 19. September 2026, bis Sonntag, 5. Oktober 2026 statt – insgesamt 17 Tage. Die Eröffnung mit dem traditionellen Fassanstich im Schottenhamel-Festzelt erfolgt am 19. September um 12:00 Uhr.
Der Bierpreis 2026 liegt voraussichtlich zwischen 14,80 und 16,80 Euro pro Maß (1 Liter), abhängig vom Festzelt. Plus ca. 1 bis 2 Euro Trinkgeld. Der Durchschnittspreis wird offiziell Anfang September 2026 bekanntgegeben.
Nein, der Einlass ist grundsätzlich frei und kostenlos, solange Platz vorhanden ist. An Wochenenden und nach 18:00 Uhr sind die Zelte jedoch oft so voll, dass kein Einlass mehr möglich ist. Wer Sitzplätze sicher haben will, sollte eine Reservierung machen – diese erfolgt direkt bei den Festwirten, meist schon ab Januar, und ist häufig bis März ausverkauft.
Reservierungen sind nicht direkt buchbar, sondern laufen über einen Mindestverzehr: Meist 2 Maß Bier und ein halbes Hendl pro Person. Das entspricht rund 45 bis 55 Euro pro Person. An Wochenenden und Abenden ab 18:00 Uhr gelten oft höhere Mindestverzehrwerte von 55 bis 80 Euro.
Nein, Tracht ist keine Pflicht. Allerdings tragen inzwischen rund 80 Prozent der Besucher Dirndl oder Lederhose – das gehört längst zur Wiesn-Atmosphäre. Wer sich ohne Tracht unwohl fühlt, kann auch bei Kostüm-Verleihern in München kurzfristig eine Tracht für 40 bis 90 Euro pro Abend leihen.
Ja, vor allem an den beiden «Familientagen» (Dienstag). An diesen Tagen gibt es vergünstigte Preise an Fahrgeschäften und speziellen Familien-Angeboten in mehreren Zelten. Das Fahrgeschäfte-Gelände ist jederzeit gut für Kinder geeignet, die Zelte sind jedoch ab 20:00 Uhr eher für Erwachsene.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln! U-Bahn U4/U5 bis «Theresienwiese» oder U3/U6 bis «Goetheplatz» (5 Minuten Fußweg). Die MVG stockt während der Wiesn die Fahrzeiten auf. Parkplätze in der Nähe sind praktisch nicht vorhanden und extrem teuer (30 bis 60 Euro pro Tag).
Ja, in allen Festzelten gilt seit 2010 striktes Rauchverbot. Auch elektronische Zigaretten (Vapes) sind in den meisten Zelten verboten. Raucher müssen das Zelt verlassen, um sich eine Zigarette anzuzünden – das ist jederzeit möglich.
Das hängt vom Geschmack ab. Für internationale Stimmung: Hofbräu. Für bayerische Tradition: Augustiner oder Schottenhamel. Für Partystimmung am Abend: Hacker-Pschorr («Himmel der Bayern»). Für gehobene Küche: Käfer Wiesn-Schänke. Für Familien tagsüber: Löwenbräu oder Paulaner.
«O'zapft is» ist Bayerisch für «Es ist angezapft» – also der Ruf, mit dem der Münchner Oberbürgermeister am ersten Samstag um 12:00 Uhr das erste Fass im Schottenhamel-Zelt ansticht und das Oktoberfest offiziell eröffnet. Tradition seit 1950, seit Thomas Wimmer als erster OB den Anstich durchführte.