Fasching 2026 · Faschingsdienstag 17. Februar

Fasching München 2026 – Tanz der Marktweiber, Straßenfasching & Ballevents

Während der Kölner Karneval international bekannt ist, pflegt München mit dem Münchner Fasching eine ganz eigene, oft als eleganter geltende Tradition. Faschingsdienstag 2026 fällt auf den 17. Februar – der krönende Abschluss mit dem «Tanz der Marktweiber» am Viktualienmarkt.

200+Bälle & Events
14Tolle Tage
11:00Start Marktweiber-Tanz
500kBesucher gesamt

Was Sie in diesem Guide erwartet

Der Münchner Fasching unterscheidet sich grundlegend vom rheinischen Karneval. Während in Köln, Düsseldorf und Mainz Straßenumzüge und Bütten-Reden den Charakter prägen, steht in der bayerischen Landeshauptstadt die elegante, gesellschaftliche Ball-Kultur im Mittelpunkt. Faschingsdienstag 2026 fällt auf den 17. Februar 2026, Aschermittwoch auf den 18. Februar. In den Wochen zuvor finden in München über 200 Bälle, Galas und öffentliche Faschingsveranstaltungen statt – vom traditionsreichen Opernball im Nationaltheater bis zum ausgelassenen Damischen-Ritter-Ball im Löwenbräukeller.

Die Münchner Faschingssaison beginnt – wie überall in Deutschland – am 11. November um 11:11 Uhr, nimmt aber erst im neuen Jahr richtig Fahrt auf. Der inoffizielle Höhepunkt der Ballsaison ist der berühmte Oide Wiesn Bürgerball, der jährlich vom Münchner Presseclub veranstaltet wird. Wer ein Ticket für die großen traditionellen Bälle ergattern möchte, sollte frühzeitig buchen: Die meisten Top-Bälle sind bereits im Dezember ausverkauft. Preise für einen Ball-Sitzplatz liegen 2026 zwischen 85 und 350 Euro pro Person, Logen und VIP-Bereiche teils weit darüber.

Das bekannteste öffentliche Fasching-Event Münchens ist der «Tanz der Marktweiber» am Faschingsdienstag. Seit 1895 verwandeln sich die Händlerinnen des Viktualienmarkts an diesem Tag in kostümierte Tänzerinnen und führen um 11:00 Uhr einen fröhlichen, von hunderten Schaulustigen umringten Tanz auf der Mittelachse des Marktes auf. Die Marktweiber sind bekannt für kreative Kostüme – von Piratinnen über Bienen bis zu orientalischen Tänzerinnen – und zeigen eine sorgfältig einstudierte Choreographie, die teilweise Wochen vorher geprobt wird. Der Tanz der Marktweiber 2026 findet am Dienstag, 17. Februar 2026, ab 11:00 Uhr statt und ist kostenlos für Zuschauer. Wer einen guten Platz will, sollte spätestens um 10:00 Uhr vor Ort sein.

Parallel zum Marktweiber-Tanz herrscht auf dem Marienplatz und in der Fußgängerzone reger Straßenfasching-Betrieb. Verschiedene Faschingsvereine, Schulklassen und Firmen ziehen in Kostümen durch die Innenstadt, das Rathaus öffnet seine Türen für ein symbolisches «Stürmen», und in den umliegenden Gaststätten – allen voran im Hofbräuhaus, im Augustiner Bräustuben und im Donisl – wird bis in die Abendstunden gefeiert. Abschluss des Faschings ist traditionell das «Heringsessen» am Aschermittwoch, bei dem politisches Kabarett und schwere symbolische Heringe den Übergang in die Fastenzeit markieren.

Ein Geheimtipp unter Einheimischen sind die «Schwabinger Faschingszüge» sowie der Kinderfasching am Faschingssonntag im Paulaner am Nockherberg. Für Familien empfiehlt sich der Besuch kleinerer Stadtteilveranstaltungen in Giesing, Haidhausen und Sendling, bei denen Kinder in Kostümen ihre «Krapfen» sammeln – vergleichbar mit Süßigkeiten am Rhein. Dieser Guide zeigt Ihnen, welche Bälle 2026 noch Karten haben, welche Faschingszüge in München stattfinden und wo Sie die besten Kostüme kaufen können.

Wichtige Fakten auf einen Blick

Saisonbeginn11.11.2025, 11:11 Uhr
Unsinniger Donnerstag12. Februar 2026
Faschingsdienstag17. Februar 2026 (Höhepunkt)
Aschermittwoch18. Februar 2026
Tanz der Marktweiber17. Februar, 11:00 Uhr Viktualienmarkt
Bälleüber 200 während der Session
Ball-Eintritt85 – 350 € pro Person
Besonderheitelegante Ball-Kultur statt Straßenkarneval

Tanz der Marktweiber am Viktualienmarkt

Das bekannteste öffentliche Fasching-Event Münchens ist der Tanz der Marktweiber, der seit 1895 jedes Jahr am Faschingsdienstag stattfindet. 2026 findet er am Dienstag, 17. Februar 2026, ab 11:00 Uhr auf dem Viktualienmarkt statt. Rund 30 Händlerinnen des traditionsreichen Münchner Marktes verwandeln sich in kostümierte Tänzerinnen und führen eine sorgfältig einstudierte Choreographie auf der Mittelachse des Marktes auf. Jede Marktfrau tanzt mehrere Lieder, meist in Themen-Kostümen – 2025 waren Piraten, Bienen, Hexen, Marienkäfer und orientalische Tänzerinnen zu sehen.

Der Tanz zieht traditionell mehrere tausend Schaulustige an. Der Viktualienmarkt und die umliegenden Straßen sind während der Aufführung gesperrt. Wer einen guten Platz ergattern möchte, sollte spätestens um 10:00 Uhr vor Ort sein – die Plätze direkt um die Bühne füllen sich rasch. Eine Besonderheit ist die Finale-Szene: Am Ende des Tanzes werfen die Marktweiber kleine Geschenke und Süßigkeiten ins Publikum – eine bayerische Variante des Kölner «Kamelle»-Werfens.

Der Tanz ist kostenlos, aber viele Besucher nehmen die Gelegenheit wahr, anschließend im benachbarten Viktualienmarkt-Biergarten oder im Pschorr auf dem Viktualienmarkt zu essen und zu trinken. Eine Weißwurst mit Brezn und Weißbier kostet 8 bis 12 Euro – ideal für einen typischen Münchner Faschings-Lunch. Danach können Sie zum Marienplatz weiterziehen, wo sich am Nachmittag weiteres Straßenfasching-Geschehen abspielt.

Historischer Hintergrund

Der Tanz geht auf eine Begnadigung Prinz-Regent Luitpolds zurück, der 1895 den Marktfrauen die besondere Erlaubnis erteilte, am Faschingsdienstag ihre Verkaufsstände zu verlassen und zu tanzen. Seit damals ist die Tradition ununterbrochen – nur während beider Weltkriege und der Corona-Pandemie 2021 fand der Tanz nicht statt. Er gilt heute als einer der wichtigsten Bräuche des Münchner Brauchtums und wurde 2018 in die Bayerische Landesliste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die wichtigsten Münchner Faschingsbälle 2026

Während in Köln der Straßenkarneval dominiert, pflegt München eine eigene Ball-Kultur, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat. Die Faschingsbälle sind formelle, oft als «Gala» inszenierte Abendveranstaltungen mit Abendgarderobe, Dinner und Live-Musik. Hier sind die wichtigsten Bälle der Saison 2026:

BallLocationEintrittCharakter
Presseclub-BallBayerischer Hof185–350 €Gesellschaftlich, Medien und Politik
Damischer Ritter BallLöwenbräukeller95–165 €Ausgelassen, bayerisch
BürgerballAltes Rathaus135–220 €Traditionell, lokale Gesellschaft
Oide Wiesn BürgerballPostpalast85–145 €Party, jünger
Münchner OpernballNationaltheater250–550 €Hochkarätig, Kultur
Ball der Wiesn-WirteDeutsches Theater120–195 €Schausteller und Festwirte
Kabarett-BallLach- und Schießgesellschaft95–140 €Satirisch, kulturell
Weißwurst-BallSchuhbecks Wintergarten145–250 €Kulinarisch, exklusiv

Die meisten Bälle erfordern frühzeitige Reservierung – viele sind bereits im Dezember oder spätestens Anfang Januar ausverkauft. Die Dress-Codes variieren von «Festlich/Anzug» bis «Black Tie / Abendkleid verpflichtend». Informieren Sie sich direkt beim Veranstalter, um Peinlichkeiten zu vermeiden.

Anreise & Parkplätze

Die Anreise zu den Münchner Fasching-Events ist eines der wichtigsten Themen vor dem Festival. Wer seine Anreise gut plant, spart Zeit, Nerven und oft auch Geld. Die meisten Fasching-Events finden in der Münchner Innenstadt statt und sind optimal mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die U-Bahn-Linien U3 und U6 sowie die S-Bahnen aller Linien halten am zentralen Marienplatz.

Anreise mit dem Zug

Die Deutsche Bahn ist traditionell der Hauptverkehrsträger für Festival-Besucher in Deutschland. Fast alle großen Festivals bieten in Kooperation mit der Bahn ein spezielles «Festival-Ticket» an: Für einen Festpreis von 39 bis 59 Euro pro Strecke reisen Sie von jedem deutschen Bahnhof zum Festival und zurück – unabhängig von der tatsächlichen Entfernung. Das Festival-Ticket gilt meist zwei Tage vor bis zwei Tage nach dem Event und umfasst die Nutzung aller ICE-, IC- und Regionalzüge. Wer mehr als 200 Kilometer anreist, spart mit dem Festival-Ticket oft 50 bis 100 Euro gegenüber einem normalen Ticket.

Am Festival-Wochenende werden zusätzliche Sonderzüge eingesetzt. Die Deutsche Bahn stockt die Kapazitäten auf den Strecken zu den großen Festivals um bis zu 40 Prozent auf. Reservierungen für Sitzplätze sind nicht möglich – alle Züge fahren im Standard-Tarif, sodass Sie einfach mit dem Festival-Ticket einsteigen können. Wer zelten möchte, sollte jedoch bedenken, dass größere Zelte und Campingausrüstung im Zug nicht immer problemlos transportierbar sind. Viele Festival-Gänger reisen deshalb in Gruppen mit einem Fahrzeug an.

Anreise mit dem Auto

Wer mit dem Auto anreist, sollte frühzeitig einen Parkplatz reservieren. Fast alle großen Festivals haben ihre Parkplätze in den letzten Jahren kostenpflichtig gemacht: Die Preise liegen bei 25 bis 45 Euro pro Fahrzeug für das gesamte Wochenende. Caravan- und Wohnmobil-Stellplätze kosten 75 bis 120 Euro und sollten spätestens zwei Monate vor dem Festival gebucht werden – bei Hurricane und Rock am Ring sind diese Plätze bereits Ende März ausverkauft. Eine Alternative sind externe Parkplätze bei anliegenden Bauernhöfen und Campingplätzen, die das Wochenende häufig zu günstigeren Preisen (ab 15 Euro pro Auto) anbieten.

Shuttle-Service

Viele Festivals bieten einen kostenlosen oder ticketgebundenen Shuttle-Service von den nächstgelegenen Bahnhöfen zum Festival-Gelände an. Die Shuttle-Frequenz ist in der Regel alle 15 bis 30 Minuten, bei großem Andrang sogar häufiger. Planen Sie jedoch für die Anreise am Donnerstag und Freitag großzügig Zeit ein – Wartezeiten von 60 bis 90 Minuten am Shuttle-Bus sind keine Seltenheit. Die Rückreise am Sonntagabend und Montagmorgen ist besonders chaotisch, da alle Besucher gleichzeitig das Gelände verlassen wollen.

Kostüme kaufen & leihen in München

Anders als in Köln, wo 95 Prozent der Karnevalisten selbst Kostüme tragen, ist der Dresscode in München entspannter. Zu den Straßenfasching-Events tragen rund 60 Prozent der Besucher Kostüme – hauptsächlich Kinder, Teens und Fasching-Begeisterte. Auf den eleganten Bällen hingegen gilt: formelle Abendgarderobe ist Standard, Kostüme optional (meist themenbezogen).

Wo gibt es Kostüme?

Die größten Kostüm-Stores in München: Deiters Karnevalsdiscount am Hauptbahnhof (größte Auswahl, Preise 25 bis 250 Euro), Kostümverleih Breuer in Haidhausen (traditionell, Kauf und Miete), Galeria Kaufhof am Marienplatz (saisonale Kostüme, Mittelklasse) und Karstadt Oberpollinger an der Neuhauser Straße (Premium-Kostüme). Zusätzlich haben sich mehrere kleine Kostüm-Boutiquen in der Sendlinger Straße spezialisiert.

Leih-Kostüme

Wer nur ein Wochenende in München ist, kann Kostüme leihen: Preise liegen zwischen 30 und 120 Euro für einen Tag, je nach Komplexität. Spezielle Fantasy-, Historien- oder Fantasy-Kostüme (Elfen, Drachen, Steampunk) sind teurer und sollten mindestens 2 Wochen vorher reserviert werden. Eine Kaution von 50 bis 200 Euro ist üblich.

Selbst gebaut

Viele Münchner bauen ihre Kostüme selbst – besonders für die Marktweiber-Tänzerinnen und die Mitglieder der Fasching-Vereine. Ein selbstgebautes Kostüm hat den Vorteil, einzigartig zu sein und oft kreativer als gekaufte Varianten. Preise: 15 bis 80 Euro für Material, plus Zeit. Empfehlung: Stoffe und Accessoires in der «Fasching-Abteilung» von Karstadt oder bei Karlsdorfs Textilien in der Türkenstraße.

Was mitbringen? Packliste & Verbote

Eine gute Vorbereitung macht den Unterschied zwischen einem gelungenen und einem chaotischen Festival-Wochenende. Die folgende Packliste basiert auf unserer langjährigen Festival-Erfahrung und berücksichtigt sowohl Schönwetter- als auch Regenszenarien.

Camping-Ausrüstung

Kleidung

Verbotene Gegenstände

Folgende Gegenstände dürfen nicht auf das Festival-Gelände mitgebracht werden: Glasflaschen und -behälter, Aluminiumdosen (meist erlaubt in der Camping-Area, verboten auf dem Main-Ground), pyrotechnische Gegenstände, Waffen jeder Art, Drohnen, professionelle Kameras mit Wechselobjektiven ab 16 Megapixel, Laserpointer, Tiere (außer Begleithunde mit Nachweis). Die Sicherheitskontrollen sind 2026 deutlich strenger geworden – rechnen Sie mit Wartezeiten von 20 bis 45 Minuten am Einlass.

Essen & Trinken – Preise & Angebot

Die Münchner Fasching-Gastronomie ist seit Jahren ein wichtiger Teil des Gesamterlebnisses. Zum Münchner Fasching gehören typische bayerische Schmankerl: Weißwurst mit süßem Senf und Brezn (8 bis 12 Euro), Leberkäs-Semmel (5 bis 8 Euro), Obatzda mit Bauernbrot (9 bis 13 Euro) und natürlich die klassischen «Krapfen» oder «Berliner» (2,50 bis 4 Euro pro Stück). Auf den Faschingsbällen wird oft ein mehrgängiges Dinner serviert (45 bis 120 Euro pro Person im Ticket enthalten), meist mit Champagner-Empfang zur Begrüßung.

Die Food-Kultur auf deutschen Festivals hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Während bis vor zehn Jahren meist nur Bratwurst, Pommes und Pizza angeboten wurden, gibt es heute eine Vielfalt von vegetarischen, veganen, glutenfreien und internationalen Optionen. Typische Preise auf Festivals 2026: Bratwurst 6 bis 8 Euro, Currywurst mit Pommes 9 bis 11 Euro, Burger 10 bis 14 Euro, Pizza-Stück 6 bis 9 Euro, Falafel-Wrap 9 bis 12 Euro, vegane Bowl 12 bis 16 Euro. Bei Bio-Qualität und kleinen Food-Trucks liegen die Preise oft 1 bis 3 Euro höher.

Die Getränkepreise sind ebenfalls gestiegen: Ein 0,5-Liter-Becher Bier kostet 2026 auf den meisten Festivals 5,50 bis 6,80 Euro, plus 2 Euro Bechermehrwegpfand. Softdrinks liegen bei 4 bis 5 Euro pro Becher, Wasser bei 3,50 bis 4,50 Euro. Wer sparen möchte, bringt seine eigenen Vorräte in die Camping-Area mit – dort sind Bier, Wein und alkoholfreie Getränke (außer in Glasflaschen) erlaubt. Auf dem eigentlichen Festival-Gelände dagegen sind keine eigenen Getränke erlaubt, allerdings dürfen leere Trinkflaschen (bis 0,5 Liter) mitgebracht und an Wasserzapfstellen kostenlos aufgefüllt werden.

Ein weiteres Thema sind die Bezahlmethoden. Fast alle großen deutschen Festivals haben 2026 auf Cashless-Systeme umgestellt: Sie laden vor dem Festival oder vor Ort ein Festival-Armband mit Guthaben auf und bezahlen an allen Ständen kontaktlos. Guthaben kann am Ende des Festivals in einer App oder vor Ort wieder auf das Bankkonto oder die Kreditkarte zurückerstattet werden – allerdings meist mit einer Bearbeitungsgebühr von 1,50 bis 3 Euro. Planen Sie Ihren Verbrauch daher so, dass am Ende möglichst wenig Guthaben übrigbleibt.

Programm & Höhepunkte

Das Münchner Fasching-Programm erstreckt sich über drei Monate, doch die Hauptereignisse konzentrieren sich auf die letzten zwei Wochen: Die Prunksitzungen der Faschingsvereine wie der Närrischen Weinbrüder, der Damischen Ritter und der Schmalznudel-Spatzen finden in den großen Sälen (Löwenbräukeller, Deutsches Theater, Alte Brauerei Kloster) statt. Höhepunkt bleibt der Faschingsdienstag mit dem Tanz der Marktweiber, dem Rathaussturm am Marienplatz und dem Kinderfasching. Um Mitternacht geht die Fastenzeit los – traditionell mit einem symbolischen «Geldbeutelwaschen» am Rathausbrunnen.

Ein typischer Festival-Tag beginnt um 11:00 oder 12:00 Uhr mit den ersten Acts auf den Nebenbühnen. Diese frühen Slots sind bei aufstrebenden Bands und Newcomern beliebt und oft eine der besten Gelegenheiten, unbekannte Künstler zu entdecken. Die Haupt-Acts spielen meist zwischen 18:00 und 24:00 Uhr, mit den Headlinern ab 22:00 Uhr auf der Mainstage. Nach Mitternacht übernehmen dann die Club-Stages und DJ-Sets bis in die frühen Morgenstunden – häufig bis 4:00 oder 5:00 Uhr, bei manchen Festivals sogar 24 Stunden durchgehend.

Neben den offiziellen Konzerten gibt es zahlreiche Nebenprogramme: Workshops, Yoga-Sessions, Tattoo-Stände, Festival-Bibliotheken, Kino-Zelte, Kunst-Installationen, Skate-Parks und Gaming-Bereiche. Jedes Festival hat hier seinen eigenen Charakter – Hurricane etwa bietet ein bekanntes Bücher-Zelt, Wacken einen Mittelalter-Markt mit Metkeller und Schmieden, Rock am Ring einen Adrenalin-Park mit Bungee-Jumping und Freefall-Tower. Wer nur zu den großen Headlinern anreist, verpasst oft den besten Teil des Festivals.

Tipps für Erstbesucher

Wer zum ersten Mal auf ein großes deutsches Festival geht, steht vor vielen Unsicherheiten. Die folgenden zehn Praxis-Tipps basieren auf jahrelanger Festival-Erfahrung und helfen Ihnen, typische Anfängerfehler zu vermeiden.

  1. Ball-Tickets früh buchen: Die besten Bälle sind schon im Dezember ausverkauft.
  2. Dresscode beachten: Bei Bällen ist Abendgarderobe meist Pflicht – informieren Sie sich vorher.
  3. Marktweiber-Tanz früh besuchen: Spätestens um 10:00 Uhr am 17. Februar am Viktualienmarkt sein.
  4. Krapfen probieren: Die Münchner Bäckereien bieten spezielle Fasching-Krapfen mit besonderen Füllungen.
  5. München hat keinen großen Zug: Wer große Straßenumzüge erwartet, ist in Köln besser aufgehoben.
  6. Bayerisch genießen: Weißwurst-Frühstück vor dem Faschings-Event ist eine schöne Tradition.
  7. Kinderfasching am Sonntag: Viele kleine Züge in den Stadtteilen sind ideal für Familien.
  8. Heringsessen am Aschermittwoch: Ein politisches Kabarett-Event mit traditionellen Herings-Speisen.
  9. Faschings-Sonderzüge: MVG stockt den Fahrplan auf, besonders am Faschingsdienstag und -sonntag.
  10. Kostümwahl: Lustige, originelle Kostüme sind beliebter als gekaufte Standard-Outfits.

Wer diese zehn Tipps beherzigt, ist bestens vorbereitet und kann das Festival in vollen Zügen genießen. Das Wichtigste zum Schluss: Seien Sie offen für neue Bekanntschaften, lassen Sie sich auf die Festival-Atmosphäre ein und vergessen Sie für ein paar Tage den Alltag. Deutschlands Festival-Kultur ist einzigartig – jeder Besucher wird mit unvergesslichen Erinnerungen nach Hause fahren.

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Offizielle Quellen & weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Wann ist Faschingsdienstag 2026?

Faschingsdienstag (Faschingskehraus) fällt 2026 auf Dienstag, den 17. Februar 2026. Aschermittwoch ist am 18. Februar 2026.

Was ist der Tanz der Marktweiber?

Der Tanz der Marktweiber ist eine Münchner Tradition seit 1895: Am Faschingsdienstag verwandeln sich die Händlerinnen des Viktualienmarkts in kostümierte Tänzerinnen und führen um 11:00 Uhr einen einstudierten Tanz auf. Er findet 2026 am Dienstag, 17. Februar um 11:00 Uhr auf dem Viktualienmarkt statt – kostenlos für Zuschauer.

Gibt es einen Faschingsumzug in München?

Der große Münchner Faschingszug ist kleiner und weniger bekannt als der Kölner Rosenmontagszug. Er findet am Faschingssonntag 2026 (15. Februar) in der Innenstadt statt, Route über Stachus, Karlsplatz, Marienplatz und Max-Joseph-Platz. Deutlich kleiner als in Köln, aber charmant.

Was unterscheidet den Münchner Fasching vom Kölner Karneval?

Während in Köln der Straßenkarneval und die «jecke» Atmosphäre dominieren, pflegt München eine eher gesellschaftlich-elegante Ball-Kultur. Die großen Bälle im Bayerischen Hof, Löwenbräukeller und Alten Rathaus sind formelle Gala-Events mit Abendgarderobe, während in Köln Karnevalskostüme Pflicht sind.

Welche Bälle lohnen sich 2026?

Die bekanntesten sind der Presseclub-Ball, der Münchner Opernball (Oktober), der Bürgerball, der Damische-Ritter-Ball und der Ball der Wiesn-Wirte. Karten kosten 80 bis 350 Euro pro Person, VIP-Plätze weit darüber. Buchung schon im Oktober/November empfehlenswert.

Wo bekomme ich ein Fasching-Kostüm in München?

Die Kostümverleihe Deiters und Kostümverleih Breuer am Hauptbahnhof haben die größte Auswahl. Kaufhäuser wie Karstadt und Galeria Kaufhof bieten saisonale Kostüme, und in der Sendlinger Straße gibt es mehrere spezialisierte Kostümgeschäfte. Preise: Leihkostüme 30 bis 80 Euro, Kaufkostüme 25 bis 250 Euro.

Ist Fasching in München Familienfreundlich?

Ja, besonders der Kinderfasching am Faschingssonntag. Das Olympiapark-Fest, das Giesinger Faschingsfest und die Faschingszüge in den Stadtteilen Haidhausen und Sendling sind kindertauglich. Der Tanz der Marktweiber ist ebenfalls kostenlos und für Familien geeignet.

Was trinkt man zum Fasching in München?

Zum Münchner Fasching trinkt man Weißbier, Helles und «Ausgezogene» (eine Art Berliner Krapfen). Typisch sind auch «Brauner Aff» (heißer Weizen mit Rum) und klassische Münchner Biermischgetränke wie Radler und Russ. In den Ball-Sälen wird oft Sekt und Champagner ausgeschenkt.

Bis wann wird am Faschingsdienstag gefeiert?

Die Polizei setzt am Faschingsdienstag um 24:00 Uhr ein symbolisches Ende – ab Mitternacht beginnt der Aschermittwoch und damit die Fastenzeit. Viele Bars und Clubs schließen pünktlich, offizielle Bühnen am Marienplatz schalten um 23:30 Uhr ab. Wer länger feiern möchte, muss in private Partys ausweichen.

Wie komme ich zum Viktualienmarkt?

U-Bahn U3/U6 oder S-Bahn (alle Linien) bis «Marienplatz», dann 3 Minuten Fußweg südlich zum Viktualienmarkt. Während des Marktweiber-Tanzes ist der Platz gesperrt und sehr voll – rechnen Sie mit 10 bis 15 Minuten Fußweg von der U-Bahn.

MB

Mustafa Bilgic — Event-Redaktion

Mustafa Bilgic schreibt seit 2019 über die deutsche Event-Landschaft und hat über 150 deutsche Festivals, Volksfeste und Weihnachtsmärkte besucht. Er besucht jährlich mehr als 30 Festivals, Märkte und Volksfeste in Deutschland, Österreich und der Schweiz und veröffentlicht auf Event.com.de detaillierte Ratgeber für Besucher, Erstbesucher und Reiseplaner.

Zuletzt aktualisiert: 2026-04-11