Hafengeburtstag 2026 · 8. – 10. Mai

Hamburger Hafengeburtstag 2026 – Das größte Hafenfest der Welt an Elbe und Landungsbrücken

Vom 8. bis 10. Mai 2026 feiert Hamburg zum 837. Mal den Geburtstag seines Hafens – das größte Hafenfest der Welt mit rund 1,5 Millionen Besuchern. Höhepunkte sind die spektakuläre Einlaufparade mit über 300 Schiffen, das berühmte Schlepper-Ballett, Drachenbootrennen und hunderte kostenlose Konzerte entlang der sieben Kilometer langen Festmeile zwischen Fischmarkt, Landungsbrücken und HafenCity.

837.Hafengeburtstag
1,5 MioBesucher
300+Schiffe bei Parade
7 kmFestmeile

Das größte Hafenfest der Welt

Der Hamburger Hafengeburtstag ist das größte Hafenfest der Welt und eines der bedeutendsten maritimen Volksfeste Europas. Er feiert die Gründung des Hamburger Hafens am 7. Mai 1189, als Kaiser Friedrich I. «Barbarossa» der Stadt Hamburg einen Freibrief für den Hafen an der Elbe ausstellte und damit zoll- und abgabenfreien Handel gewährte. Dieser Freibrief – obwohl historisch umstritten und wahrscheinlich erst später als gefälschte Urkunde entstanden – ist die Grundlage für die Hamburger Hafentradition und wird bis heute jedes Jahr Anfang Mai mit einem dreitägigen Volksfest gefeiert.

Der Hafengeburtstag 2026 findet vom Freitag, 8. Mai, bis Sonntag, 10. Mai 2026 statt und erstreckt sich über rund sieben Kilometer Elbufer zwischen dem historischen Fischmarkt in Altona im Westen und der modernen HafenCity im Osten. Das Herz der Feierlichkeiten bilden die berühmten Landungsbrücken St. Pauli mit der Hafenstraße, dem alten Elbtunnel und den traditionsreichen Anlegern, an denen die großen Kreuzfahrtschiffe und Hafenrundfahrt-Boote ihren Liegeplatz haben. Zusätzlich sind auch die Speicherstadt, der Baumwall und die Überseebrücke in das Festgeschehen eingebunden, sodass der Hafengeburtstag praktisch das gesamte Hamburger Hafenpanorama zum Schauplatz macht.

Das Kern-Highlight sind die Ein- und Auslaufparade, bei der rund 300 Schiffe – von historischen Großseglern und Museumsschiffen über moderne Frachter, Marineschiffe und Schlepper bis hin zu Ausflugs- und Barkassen – in zwei großen Prozessionen durch den Hamburger Hafen ziehen. Die Einlaufparade beginnt traditionell am Freitagnachmittag, wenn die teilnehmenden Schiffe aus der Nordsee kommend durch die Elbe flussaufwärts in den Hamburger Hafen einlaufen. Die Auslaufparade am Sonntagnachmittag markiert den Abschluss des Festes, wenn alle Schiffe wieder in Richtung Nordsee auslaufen. Zwischendrin gibt es das berühmte Schlepper-Ballett, bei dem acht bis zehn Hafenschlepper zu klassischer Musik eine choreografierte Wasserdisco aufführen.

Neben dem maritimen Programm entlang der Elbe gibt es auch ein umfangreiches Volksfest-Programm: Auf den Landungsbrücken und der Überseebrücke stehen vier große Open-Air-Bühnen mit kostenlosen Konzerten von Samstagmittag bis Sonntagabend – von klassischer Hamburger Musik (Shanty-Chöre, Norddeutsche Liedermacher) über Rock und Pop bis zu internationalen Acts. An den 500 Food-Ständen und Biergärten entlang der Festmeile gibt es alles, was das norddeutsche Herz begehrt: Fischbrötchen, Räucherfisch, Krabben, Scholle, Labskaus, Pinkel mit Grünkohl, Rote Grütze – und natürlich das berühmte Hamburger Bier von Astra und Holsten. Der Eintritt zum Hafengeburtstag ist kostenlos, und die Atmosphäre ist unvergleichlich einzigartig und maritim.

Wichtige Fakten auf einen Blick

Termin 20268. – 10. Mai 2026 (3 Tage)
OrtLandungsbrücken, St. Pauli, HafenCity Hamburg
Besucherca. 1,5 Millionen
Schiffe bei Paradeca. 300
Eintrittkostenlos
Erster Hafengeburtstag1977 (modernes Fest)
Hafengründung7. Mai 1189
Festmeileca. 7 km entlang der Elbe
HighlightEinlauf-/Auslaufparade, Schlepper-Ballett
Websitehamburg.de/hafengeburtstag

Programm 2026

Der Hafengeburtstag 2026 startet am Freitag, 8. Mai 2026, um 14:00 Uhr, mit der großen Einlaufparade: Rund 300 teilnehmende Schiffe laufen von der Nordsee kommend elbaufwärts in den Hamburger Hafen ein und bilden eine mehrstündige Parade, die zwischen 14:00 und 18:00 Uhr am Landungsbrücken-Ufer vorbeizieht. An der Spitze fahren traditionell die Großsegler: die deutsche «Gorch Fock» (Marine), die «Alexander von Humboldt II», die polnische «Dar Młodzieży», die estnische «Kruzenshtern», die niederländische «Europa» und viele weitere – insgesamt meist 15 bis 20 große Segelschulschiffe aus aller Welt. Ab 18:00 Uhr findet dann die offizielle Eröffnung auf der Hauptbühne bei den Landungsbrücken statt, mit Begrüßung durch den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Der Samstag, 9. Mai 2026, ist traditionell der Volksfest-Hauptveranstaltungstag. Bereits ab 10:00 Uhr füllen sich die Festmeilen mit Besuchern, und auf den vier Open-Air-Bühnen starten die Konzerte: Die Hauptbühne an den Landungsbrücken bietet Rock und Pop, die Fischmarkt-Bühne Shanty und maritime Musik, die HafenCity-Bühne Jazz und Worldmusic und die Überseebrücke-Bühne DJ-Sets und moderne Tanzmusik. Am Nachmittag gibt es traditionell die Drachenbootrennen auf dem Elbe-Teil zwischen Baumwall und Überseebrücke, bei dem Teams aus Hamburger Unternehmen, Sportvereinen und Universitäten in bunten Drachenbooten um den Sieg kämpfen.

Das absolute Publikumshighlight ist das Schlepper-Ballett am Samstagabend um 19:30 Uhr: Acht bis zehn Hafenschlepper des Hamburger Hafens vollführen zu klassischer Musik eine choreografierte Wasser-Show direkt vor den Landungsbrücken. Die Schlepper drehen sich im Takt der Musik, stoßen Wasser fountains hunderte Meter hoch und koordinieren ihre Manöver bis auf den Meter genau. Direkt im Anschluss an das Schlepperballett erklingen gegen 21:30 Uhr die Klänge eines großen Open-Air-Konzerts, und um 22:30 Uhr findet das große Festfeuerwerk über der Elbe statt – eines der eindrucksvollsten Feuerwerke Deutschlands, das von mehreren schwimmenden Plattformen gleichzeitig gezündet wird und den gesamten Hamburger Hafen in farbiges Licht taucht.

Der Sonntag, 10. Mai 2026, beginnt traditionell mit dem Hamburger Fischmarkt-Gottesdienst um 10:00 Uhr in der St. Michaeliskirche (dem «Michel», dem Wahrzeichen Hamburgs), bei dem die Seeleute und Hamburger Bürger für einen sicheren Hafenbetrieb beten. Gegen 14:00 Uhr beginnt die Auslaufparade, bei der alle Schiffe den Hamburger Hafen wieder elbabwärts in Richtung Nordsee verlassen. Diese Parade ist oft noch dramatischer als der Einlauf, da die Schiffe aus verschiedenen Liegeplätzen im Hafen in einer gemeinsamen Prozession zusammenfinden. Der offizielle Abschluss findet um 18:00 Uhr mit der letzten Ausfahrt der «Gorch Fock» statt, die mit Salutschüssen verabschiedet wird.

Anreise & Parken

Hamburg ist dank seiner Lage als Deutschlands zweitgrößte Stadt hervorragend angebunden. Vom Hamburg Hauptbahnhof erreichen Sie die Landungsbrücken und St. Pauli in nur 10 Minuten mit der U-Bahn-Linie U3 (Haltestelle «Landungsbrücken») oder der S-Bahn S1/S3 (Haltestelle «Reeperbahn» oder «Landungsbrücken»). Zu Fuß dauert der Weg vom Hauptbahnhof etwa 25 bis 30 Minuten durch die Mönckebergstraße und den Jungfernstieg.

Mit der Deutschen Bahn: Hamburg ist ein zentraler ICE-Knotenpunkt. Direkte Verbindungen gibt es unter anderem aus Berlin (1:45 Stunden), Köln (4:00 Stunden), München (6:00 Stunden), Frankfurt (3:45 Stunden), Bremen (55 Minuten) und Kiel (1:15 Stunden). Die DB bietet während des Hafengeburtstages oft spezielle Sparpreis-Angebote ab 21,90 Euro ab den großen norddeutschen Städten.

Mit dem Auto: Die Anreise mit dem Pkw ist während des Hafengeburtstages extrem schwierig – der gesamte Bereich um die Landungsbrücken, St. Pauli und die Speicherstadt wird weitgehend für den Autoverkehr gesperrt. Nutzen Sie stattdessen die Park+Ride-Plätze an den S-Bahn-Stationen am Stadtrand (Holstenstraße, Ohlsdorf, Poppenbüttel, Altona) und fahren Sie die letzten Kilometer mit der S-Bahn. Die HVV (Hamburger Verkehrsverbund) bietet während des Hafengeburtstages ein spezielles «Hafengeburtstag-Ticket» für 9,70 Euro an, mit dem Sie den ganzen Tag alle Nahverkehrsmittel in Hamburg nutzen können.

Übernachtung & Camping

Hamburg hat über 300 Hotels und 60.000 Hotelbetten – dennoch sind die zentralen Unterkünfte während des Hafengeburtstages oft bereits Wochen vorher ausgebucht. Die Preise steigen um 30 bis 50 Prozent gegenüber der Nebensaison. Frühzeitige Buchung ist unverzichtbar, mindestens 4 bis 6 Wochen, für Top-Hotels 3 bis 4 Monate im Voraus.

Top-Hotels in Laufweite zur Festmeile: Das ikonische Hotel Atlantic Kempinski Hamburg an der Alster (ab 280 Euro), das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten (ab 320 Euro), das Le Royal Meridien Hamburg am Ballindamm (ab 220 Euro) und das Park Hyatt Hamburg im Levantehaus (ab 290 Euro). Besonders beliebt bei Hafengeburtstag-Besuchern: das Hotel Hafen Hamburg direkt gegenüber den Landungsbrücken mit Elbblick (ab 180 Euro, oft schon Monate im Voraus ausgebucht).

Mittelklasse und Budget: Das Motel One Hamburg Alster (ab 95 Euro), das ibis Hotel Hamburg Alster Centrum (ab 85 Euro), das Ramada by Wyndham Hamburg City Center (ab 110 Euro) und mehrere A&O-Hostels im Stadtgebiet (Mehrbettzimmer ab 25 Euro, Einzelzimmer ab 55 Euro). Für Hostel-Fans sind das Generator Hamburg am Steintorplatz und das Superbude St. Pauli direkt an der Reeperbahn (ab 32 Euro) sehr empfehlenswert.

Alternative Übernachtungen: Während des Hafengeburtstages bieten einige traditionelle Schiffe und sogar historische Museumsschiffe an den Landungsbrücken Übernachtungen an – ein wirklich einzigartiges Erlebnis. Die Preise liegen bei 80 bis 200 Euro pro Nacht. Auch Ferienwohnungen in den Stadtteilen Altona, Ottensen und Eimsbüttel sind eine gute Alternative zu teuren Hotels in der Innenstadt – Airbnb und Booking.com ab etwa 70 Euro pro Nacht.

Eintritt & Tickets

Der Eintritt zum Hamburger Hafengeburtstag ist komplett kostenlos. Sie benötigen kein Ticket, um entlang der Festmeile zu flanieren, die Einlaufparade zu beobachten, das Schlepperballett zu erleben oder die Konzerte auf den Open-Air-Bühnen zu besuchen. Die offene Gestaltung des Festes ist einer der Gründe, warum der Hafengeburtstag zu den besucherstärksten Veranstaltungen in Norddeutschland zählt.

Kostenpflichtige Extras: Während des Hafengeburtstages bieten zahlreiche Reedereien und Anbieter spezielle Hafenrundfahrten an, mit denen Sie die Einlaufparade und das Schlepperballett aus der Nähe erleben können. Die Preise liegen bei 25 bis 45 Euro für eine einstündige Standard-Hafenrundfahrt und 55 bis 95 Euro für eine zweistündige Sonderfahrt während der Paraden. Besonders begehrt sind die Plätze auf den Großseglern, die während des Hafengeburtstages teilweise für kurze Mitfahrten geöffnet werden – Tickets ab 35 Euro pro Person.

Ein exklusives Erlebnis bieten auch die VIP-Lounges an den Landungsbrücken: Für 95 bis 180 Euro pro Person erhalten Sie reservierte Plätze mit Elbblick, Catering, Fassbier und Zugang zu speziellen Aufenthaltsbereichen. Diese Tickets sind über die offizielle Hafengeburtstag-Website und über Tourism Marketing Hamburg erhältlich und meist bereits 2 bis 3 Monate vor dem Fest ausverkauft. Ebenso sind die Cruise Days Hamburg im Rahmen des Hafengeburtstages ein gesondertes Event mit eigenem Ticket-Shop für Kreuzfahrt-Enthusiasten (ab 15 Euro).

Kulinarik & Spezialitäten

Die norddeutsche Küche steht im Mittelpunkt des kulinarischen Angebots beim Hamburger Hafengeburtstag. Klar dominiert das Fischbrötchen – wahlweise mit Bismarckhering, Matjes, Krabbensalat, Krabben pur (Nordseekrabben, die handgepult werden), Heringsfilet, Brathering oder Backfisch. Die Preise liegen bei 4 bis 9 Euro, je nach Qualität und Belag. Besonders authentisch sind die Fischbrötchen direkt am Fischmarkt oder an den traditionellen Ständen wie «Brücke 10», «Blockbräu» oder «Fischbrötchen Quaas» – alle in Laufweite zu den Landungsbrücken.

Neben den Fischbrötchen gibt es weitere norddeutsche Klassiker: Labskaus (ein Eintopf aus Kartoffeln, gesalzenem Rindfleisch, Roter Beete, Spiegelei und Matjes, 9 bis 14 Euro), Pinkel mit Grünkohl (ein saisonaler Klassiker, 10 bis 14 Euro), Hamburger Aalsuppe (süß-saure Traditionssuppe, 8 bis 11 Euro), Buxtehuder Kaufmannsschnitzel, Brathering mit Bratkartoffeln (8 bis 12 Euro) und die berühmte Finkenwerder Scholle (gebraten mit Speck und Zwiebeln, 18 bis 28 Euro). Für Süßes gibt es Rote Grütze mit Vanillesauce (5 bis 7 Euro) und die Hamburger Franzbrötchen (2 bis 4 Euro).

Zu trinken gibt es vor allem die beiden Hamburger Kultbier-Marken Astra (gebraut in St. Pauli) und Holsten Edel. Ein 0,5-Liter-Becher kostet 4,50 bis 5,50 Euro. Klassische maritime Getränke sind Hamburger Rum aus der Hansestadt-Destillerie, Grog (heißer Rum mit Zucker und Wasser, 5 bis 7 Euro), Köm (norddeutscher Kümmelschnaps, 3 bis 5 Euro ein Glas) und Lütt und Lütt (ein Kurzer mit einem kleinen Bier, traditionell in der Schifferkneipe). Für kühle Tage gibt es heißen Jagertee (6 Euro) und Feuerzangenbowle (7 Euro), für die Jugend gibt es Kinderpunsch (3 Euro) und Apfelschorle.

Pro Tipps für Besucher

Die folgenden zehn Praxis-Tipps basieren auf jahrelanger Besucher-Erfahrung und helfen Ihnen, typische Anfängerfehler zu vermeiden und das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen.

  1. Einlaufparade: Landungsbrücken-Ostspitze wählen: Der beste Platz für die Einlaufparade ist die Ostspitze der Landungsbrücken mit Blick flussabwärts – seien Sie mindestens 2 Stunden vor Beginn da.
  2. Schlepper-Ballett: Erhöhter Standort: Für das beste Erlebnis des Schlepper-Balletts am Samstagabend ist der Stintfang direkt über den Landungsbrücken oder der Baumwall die beste Wahl.
  3. Fischbrötchen vom Fischmarkt: Die traditionellsten Fischbrötchen gibt es direkt am historischen Fischmarkt in Altona – 5 Minuten Fußweg westlich der Landungsbrücken.
  4. Alter Elbtunnel erleben: Der alte Elbtunnel von 1911 ist während des Hafengeburtstages besonders atmosphärisch – unbedingt durchqueren und die andere Seite in Steinwerder besuchen.
  5. Hafenrundfahrt mit Einlaufparade: Die Hafenrundfahrten am Freitagnachmittag sind bereits Wochen im Voraus ausgebucht – mindestens 4 Wochen vorher buchen.
  6. Feuerwerk vom Wasser aus: Das Feuerwerk am Samstagabend lässt sich am besten von einem Schiff auf der Elbe aus beobachten – spezielle Feuerwerks-Rundfahrten gibt es ab 35 Euro.
  7. Frühstück am Fischmarkt: Der traditionelle Hamburger Fischmarkt ist während des Hafengeburtstages extra am Samstag- und Sonntagmorgen ab 5:00 Uhr geöffnet – einmaliges Erlebnis mit Marktschreiern und Currywurst-Frühstück.
  8. Großsegler besichtigen: Viele der teilnehmenden Großsegler öffnen während des Festes ihre Decks für Besucher – kostenlose Führungen, oft mit Schiffscrew.
  9. Busse mieten 2.000 statt Taxis: Taxis in der Hamburger Innenstadt sind während des Hafengeburtstags oft nicht verfügbar oder fahren stundenlang zum Ziel – besser die spezielle HVV-Hafengeburtstag-Tageskarte für 9,70 Euro nutzen.
  10. Sonnencreme einpacken: Das Hamburger Elbwetter Anfang Mai kann bereits sommerlich sein – die Reflektion auf dem Wasser ist stark, UV-Schutz nicht vergessen.

Geschichte & Tradition

Die offizielle Geburtsstunde des Hamburger Hafens ist auf den 7. Mai 1189 datiert: An jenem Tag soll Kaiser Friedrich I. «Barbarossa» der Stadt Hamburg einen sogenannten Freibrief ausgestellt haben, der den Hamburger Bürgern zoll- und abgabenfreien Handel auf der Unterelbe zwischen Hamburg und der Nordsee gewährte. Diese Urkunde ist historisch allerdings umstritten: Die heute im Hamburger Staatsarchiv aufbewahrte Version ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine spätere Fälschung aus dem 13. Jahrhundert, die von den Hamburger Bürgern erstellt wurde, um ihre damaligen Handelsprivilegien nachträglich zu legitimieren. Dennoch gilt der 7. Mai 1189 bis heute als offizieller Gründungstag des Hamburger Hafens – und die Stadt feiert diesen Tag seit 1977 jedes Jahr mit dem Hafengeburtstag.

Der moderne Hafengeburtstag, wie wir ihn heute kennen, wurde erst 1977 ins Leben gerufen. Damals beschloss die Hamburger Stadtverwaltung unter Bürgermeister Hans-Ulrich Klose, zum 788. Hafengeburtstag erstmals ein großes, mehrtägiges maritimes Volksfest zu veranstalten, um die Verbindung zwischen Hamburgern und ihrem Hafen zu stärken und gleichzeitig Touristen in die Stadt zu locken. Das erste Fest hatte rund 200.000 Besucher – eine Zahl, die in den folgenden Jahren kontinuierlich auf die heutige Größe von 1,5 Millionen wuchs. Seitdem ist der Hafengeburtstag einer der touristischen Höhepunkte Hamburgs und eines der wichtigsten Einnahmen-Events für die Hamburger Gastronomie und Hotellerie.

Der Hamburger Hafen selbst hat in den letzten 830 Jahren eine faszinierende Entwicklung durchlaufen: Vom mittelalterlichen Handelshafen der Hanse über den Kolonialhafen des 19. Jahrhunderts bis zum modernen Containerhafen der Gegenwart. Heute ist der Hamburger Hafen mit rund 8,7 Millionen Containern pro Jahr (TEU) der drittgrößte Container-Hafen Europas (nach Rotterdam und Antwerpen) und der wichtigste deutsche Seehafen. Rund 10.000 Schiffe laufen jährlich in Hamburg ein, und über 150.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion hängen direkt oder indirekt vom Hafen ab.

Der Aufbau der heutigen Traditionen des Hafengeburtstages erfolgte graduell über die Jahre: Das Schlepperballett wurde 1988 erstmals durchgeführt, die große Einlaufparade mit Segelschulschiffen wurde ab 1995 offizielle Tradition, und das große Abschluss-Feuerwerk ab den 2000er Jahren. Im Jahr 2007 feierte der Hafengeburtstag erstmals gemeinsam mit den Cruise Days Hamburg, und seit 2011 ist die neue HafenCity mit dem Eingangstor zum modernen Hamburger Hafen fester Bestandteil des Festgeländes. Der Hafengeburtstag 2020 musste wegen der Corona-Pandemie erstmals seit 1977 abgesagt werden, kehrte 2022 in vollem Umfang zurück und zieht heute wieder rund 1,5 Millionen Besucher an.

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Offizielle Quellen & weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Wann findet der Hamburger Hafengeburtstag 2026 statt?

Der Hamburger Hafengeburtstag 2026 findet vom Freitag, 8. Mai 2026, bis Sonntag, 10. Mai 2026 statt – insgesamt drei Tage. Die große Einlaufparade beginnt am Freitag ab 14:00 Uhr, die Auslaufparade am Sonntag ab 14:00 Uhr.

Ist der Eintritt zum Hafengeburtstag kostenlos?

Ja, der Hamburger Hafengeburtstag ist komplett kostenlos. Sie benötigen kein Ticket, um entlang der Festmeile zu flanieren, die Paraden zu beobachten oder die Konzerte zu besuchen. Nur spezielle Hafenrundfahrten, VIP-Lounges und Schiffsführungen sind kostenpflichtig.

Was ist das Schlepper-Ballett?

Das Schlepper-Ballett ist einer der absoluten Höhepunkte des Hafengeburtstages. Am Samstagabend gegen 19:30 Uhr vollführen acht bis zehn Hafenschlepper zu klassischer Musik eine choreografierte Wasser-Show direkt vor den Landungsbrücken – mit synchronen Manövern und riesigen Wasserfountains.

Wo sehe ich die Einlaufparade am besten?

Die besten Standorte für die Einlaufparade sind die Landungsbrücken (Ostspitze, Blick flussabwärts), der Stintfang (direkt über den Landungsbrücken), der Baumwall und die Überseebrücke. Alternativ können Sie auf einer der speziellen Hafenrundfahrten die Parade aus der Nähe erleben.

Wie komme ich zum Hafengeburtstag?

Mit der U-Bahn-Linie U3 bis «Landungsbrücken» oder der S-Bahn S1/S3 bis «Reeperbahn» oder «Landungsbrücken». Der HVV bietet während des Hafengeburtstages eine spezielle Tageskarte für 9,70 Euro an. Autofahrer sollten Park+Ride am Stadtrand nutzen.

Gibt es ein Feuerwerk?

Ja, das große Hafengeburtstag-Feuerwerk findet am Samstagabend (9. Mai 2026) gegen 22:30 Uhr statt und wird von mehreren schwimmenden Plattformen gleichzeitig über der Elbe gezündet. Die besten Standorte sind Landungsbrücken, Baumwall und Stintfang.

Was ist die beste Zeit für den Besuch?

Der Hauptveranstaltungstag ist traditionell der Samstag mit Schlepper-Ballett und Feuerwerk. Für ruhigere Besucher ist der Sonntagmorgen ideal – weniger voll, aber mit dem vollen maritimen Flair. Die Einlaufparade am Freitagnachmittag ist ein Muss für Schiff-Enthusiasten.

Welche Kulinarik gibt es?

Schwerpunkt norddeutsche Küche: Fischbrötchen (4 bis 9 Euro), Labskaus, Scholle, Krabben, Aalsuppe, Rote Grütze. Dazu Astra und Holsten Bier, Grog, Köm und Hamburger Rum. Über 500 Food-Stände entlang der 7-Kilometer-Festmeile.

Kann ich auf einem der Großsegler mitfahren?

Ja, viele der teilnehmenden Großsegler wie die Alexander von Humboldt II und die Thor Heyerdahl bieten während des Hafengeburtstages kurze Mitfahrten für Gäste an. Preise ab 35 Euro, Tickets frühzeitig über die offiziellen Reedereien buchen.

Ist der Hafengeburtstag familienfreundlich?

Ja, der Hafengeburtstag ist sehr familienfreundlich. Für Kinder gibt es spezielle Bereiche mit Kinderkarussell, Streichelzoos, Kinderbühne mit Clowns und Künstlern, sowie interaktive maritime Ausstellungen. Der Eintritt ist für alle kostenlos.

MB

Mustafa Bilgic — Event-Redaktion

Mustafa Bilgic schreibt seit 2019 über die deutsche Event-Landschaft und hat über 150 deutsche Festivals, Volksfeste und Weihnachtsmärkte besucht. Er besucht jährlich mehr als 30 Festivals, Märkte und Volksfeste in Deutschland, Österreich und der Schweiz und veröffentlicht auf Event.com.de detaillierte Ratgeber für Besucher, Erstbesucher und Reiseplaner.

Zuletzt aktualisiert: 2026-04-11