Vom 26. November bis 24. Dezember 2026 öffnet der Dresdner Striezelmarkt zum 592. Mal seine Tore auf dem Altmarkt im Herzen der Altstadt. Seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1434 zieht Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt jedes Jahr rund 2,5 Millionen Besucher aus aller Welt an – mit Dresdner Christstollen, Pflaumentoffel und 230 liebevoll geschmückten Buden.
Der Dresdner Striezelmarkt ist nicht nur der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, sondern auch einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Europas. Die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 20. Dezember 1434, als Kurfürst Friedrich II. den Dresdner Bürgern einen eintägigen freien Fleischmarkt am Montag vor Weihnachten genehmigte. Aus diesem bescheidenen Ursprung entwickelte sich über knapp sechs Jahrhunderte ein weltberühmtes Weihnachtsereignis, das 2026 vom 26. November bis 24. Dezember zum 592. Mal auf dem Altmarkt in der Dresdner Innenstadt stattfindet.
Der Name «Striezelmarkt» leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort «Strutzel» oder «Stroczel» ab – so nannte man einen länglichen Hefekuchen, den späteren Dresdner Christstollen. Der berühmte Dresdner Stollen, seit dem 16. Jahrhundert in seiner heutigen Form bekannt, ist untrennbar mit dem Striezelmarkt verbunden. Seit 1994 ist er als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) nach EU-Recht registriert: Nur Stollen aus rund 110 zertifizierten Dresdner Bäckereien dürfen das goldene Echtheitssiegel der Schutzgemeinschaft Dresdner Stollen tragen. Das traditionelle Stollenfest am zweiten Adventssamstag, bei dem ein drei Tonnen schwerer Riesenstollen feierlich durch die Dresdner Altstadt gezogen und anschließend in 8.000 Stücke zerteilt und verkauft wird, gehört zu den absoluten Höhepunkten des Marktes.
Neben dem Stollen sind zwei weitere Spezialitäten untrennbar mit dem Striezelmarkt verbunden: die Pulsnitzer Pfefferkuchen, deren Herstellung im sächsischen Pulsnitz seit 1558 dokumentiert ist und die bis heute in rund neun Manufakturen nach überlieferten Rezepten produziert werden, sowie der Pflaumentoffel – eine kleine Figur aus getrockneten Pflaumen, Feigen und Walnüssen, die eingewickelt in schwarzem Krepppapier und mit einer Schornsteinfegermütze seit über 200 Jahren als typisches Dresdner Weihnachtsgeschenk verkauft wird. Der Pflaumentoffel erinnert an die einst auf Dresdner Dächern arbeitenden Kinder-Schornsteinfeger und gilt als Glücksbringer für das kommende Jahr.
Das Herzstück des Striezelmarktes ist seit 1996 die größte Erzgebirgische Stufenpyramide der Welt: 14,62 Meter hoch, mit handgeschnitzten Figuren in Lebensgröße, dreht sie sich langsam über dem Markt und wurde 2007 offiziell ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Dazu kommen der 16 Meter hohe Weihnachtsbaum und der prächtig illuminierte Schwibbogen – beides Symbole der erzgebirgischen Volkskunst, die im gesamten Markt allgegenwärtig ist. Der Eintritt zum Dresdner Striezelmarkt ist kostenlos, und bei einem Glühwein für 3,50 bis 5 Euro oder einem Kinderpunsch für 3 bis 4 Euro lässt sich die weihnachtliche Altmarkt-Atmosphäre entspannt genießen.
| Termin 2026 | 26. November – 24. Dezember 2026 (29 Tage) |
| Ort | Altmarkt, 01067 Dresden |
| Besucher/Jahr | ca. 2,5 Millionen |
| Händler-Buden | ca. 230 |
| Eintritt | kostenlos |
| Gründung | 1434 (erste Erwähnung) |
| Öffnungszeiten | 10:00 – 21:00 Uhr (24.12. bis 14:00) |
| Glühwein-Preis | 3,50 – 5,00 € |
| Highlight | Stollenfest am 2. Adventssamstag |
| Website | dresden.de/striezelmarkt |
Der Eröffnungstag am 26. November 2026 wird traditionell um 16:00 Uhr auf der Striezelmarkt-Hauptbühne vor der Erzgebirgspyramide mit einem feierlichen Akt begonnen. Der Oberbürgermeister der Stadt Dresden, begleitet von der Striezelmarktfrau (einer jungen Dresdnerin in historischer Tracht) und einem Stollenmädchen, eröffnet den Markt mit einem kurzen Grußwort. Danach spielt der Dresdner Kreuzchor traditionelle Advents- und Weihnachtslieder, und die große Erzgebirgspyramide beginnt sich unter lautem Applaus zu drehen. Die Lichterketten werden zum ersten Mal eingeschaltet, und der 16 Meter hohe Weihnachtsbaum erstrahlt im Schein von rund 20.000 LED-Lichtern.
Der absolute Höhepunkt des Dresdner Striezelmarktes ist das Dresdner Stollenfest am 5. Dezember 2026 (zweiter Adventssamstag). Bereits um 10:00 Uhr beginnt der festliche Stollenumzug am Schloss, bei dem ein auf einem historischen Pferdewagen transportierter Riesenstollen von etwa drei Tonnen Gewicht und rund vier Metern Länge durch die Dresdner Altstadt gezogen wird. Begleitet wird der Zug von Bäckerinnen und Bäckern in weißer Berufskleidung, Fanfarenbläsern, einer sächsischen Volkstanzgruppe, den Stollenmädchen sowie historischen Figuren in Rokoko- und Barockkostümen. Gegen 11:30 Uhr trifft der Stollen auf dem Altmarkt ein, wird mit einem zeremoniellen silbernen Stollenmesser feierlich angeschnitten und danach in rund 8.000 Stücke zerteilt. Der Verkauf beginnt um etwa 12:30 Uhr: Ein Stück zu 150 Gramm kostet 5 Euro, der Erlös kommt traditionell einem sozialen Projekt der Stadt Dresden zugute.
Täglich finden auf der Striezelmarktbühne Konzerte und Programmpunkte statt. Besonders beliebt sind die Auftritte des Dresdner Kreuzchors, des Kinderchors der Dresdner Philharmonie und verschiedener regionaler Blasorchester und Posaunenchöre. An den Adventssonntagen um 17:00 Uhr erklingt die berühmte Stollenorgel, und an den Donnerstagen gibt es das sogenannte «Pflaumentoffel-Basteln» für Kinder, bei dem junge Besucher lernen, den traditionellen Glücksbringer mit eigenen Händen anzufertigen. Ein weiterer Höhepunkt ist das Pyramidenanschieben am ersten Adventssonntag, bei dem ausgewählte Dresdner Persönlichkeiten unter Musikbegleitung symbolisch die große Erzgebirgspyramide in Gang setzen.
Zwischen dem 19. und 21. Dezember findet das Pulsnitzer Pfefferkuchenfest statt – eine Hommage an die traditionelle Handwerkskunst der Pulsnitzer Pfefferküchler, bei der Bäcker live vor den Augen der Besucher Pfefferkuchen nach Rezepten aus dem 16. Jahrhundert herstellen. Am 24. Dezember schließt der Markt bereits um 14:00 Uhr, damit sowohl Händler als auch Besucher rechtzeitig zum Heiligabend nach Hause kommen. Ein besonders stimmungsvoller Moment ist das finale Weihnachtssingen zwischen 13:00 und 13:45 Uhr, bei dem der Kreuzchor gemeinsam mit den Besuchern die bekanntesten deutschen Weihnachtslieder anstimmt.
Die Anreise zum Dresdner Striezelmarkt ist denkbar einfach: Der Altmarkt liegt im absoluten Zentrum der Dresdner Altstadt und ist fußläufig von allen wichtigen Sehenswürdigkeiten wie der Frauenkirche, dem Zwinger, der Semperoper und dem Dresdner Residenzschloss erreichbar. Wer mit der Deutschen Bahn anreist, steigt am Dresden Hauptbahnhof aus und benötigt entweder rund 15 Minuten zu Fuß durch die Prager Straße oder nimmt die Straßenbahnlinien 3, 7, 8, 9 oder 11 bis zur Haltestelle «Altmarkt» (nur 3 Stationen, ca. 5 Minuten).
Aus München, Berlin, Leipzig und Frankfurt fahren täglich direkte ICE- und EC-Verbindungen nach Dresden. Die Deutsche Bahn bietet für die Adventswochen oft Spar-Tickets ab 17,90 Euro in der 2. Klasse an – die Buchung 4 bis 6 Wochen im Voraus lohnt sich sehr. Aus Prag fahren mehrmals täglich EuroCity-Züge in knapp 2,5 Stunden nach Dresden, was den Striezelmarkt auch für tschechische Besucher zu einem beliebten Tagesausflug macht.
Wer mit dem Auto anreist, sollte unbedingt die Park+Ride-Plätze am Stadtrand nutzen: Die Altstadt und der Altmarkt selbst sind während der Adventszeit weitgehend autofreie Zonen mit extrem begrenztem Parkraum. Empfehlenswert sind die Tiefgaragen «Altmarkt-Galerie» (Eingang Wilsdruffer Straße, ca. 2,50 Euro/Stunde, Tagessatz 18 Euro), «Semperoper» am Theaterplatz und «Centrum-Galerie» an der Prager Straße. An Adventssamstagen sind diese Garagen oft bereits ab dem frühen Vormittag voll – dann empfiehlt sich der Park+Ride-Platz am «Prohlis» oder «Messe Dresden» mit Straßenbahnanschluss für 1 Euro pro Tag.
Dresden verfügt über ein sehr breites Übernachtungsangebot, das von günstigen Hostels bis zu gehobenen Fünf-Sterne-Häusern reicht. Während der Adventszeit – besonders an den Wochenenden vor und nach dem Stollenfest – sind die Preise allerdings deutlich erhöht. Eine frühzeitige Buchung mindestens 6 bis 8 Wochen im Voraus ist dringend zu empfehlen.
Gehobene Hotels in Laufweite (5 Min zu Fuß zum Altmarkt): Das legendäre Hotel Taschenbergpalais Kempinski direkt gegenüber dem Zwinger bietet Luxus im ehemaligen Barockpalais ab rund 280 Euro pro Nacht im Advent. Das Hotel Suitess an der Frauenkirche mit Blick auf den Neumarkt liegt bei 220 bis 380 Euro. Etwas günstiger sind das Hilton Dresden (ab 180 Euro), das QF Hotel am Neumarkt (ab 170 Euro) und das Steigenberger Hotel de Saxe (ab 200 Euro).
Mittelklasse und Budget: Für Besucher mit kleinerem Budget empfehlen sich das Motel One Dresden-Palaisplatz (ab 89 Euro), das Star Inn Hotel Premium Dresden Altstadt (ab 95 Euro) oder die ibis Hotels im Stadtzentrum (ab 79 Euro). Die jungen Hostels wie das Louise 20 in der Äußeren Neustadt oder das Lollis Homestay bieten Mehrbettzimmer ab 24 Euro pro Nacht und Einzelzimmer ab 55 Euro.
Ferienwohnungen und Airbnb: Für Familien und Gruppen sind Ferienwohnungen oft die wirtschaftlichste Lösung. Gut ausgestattete Apartments in der Altstadt oder in der lebendigen Äußeren Neustadt kosten im Advent zwischen 90 und 180 Euro pro Nacht. Alternativen außerhalb der Innenstadt mit guter Straßenbahnanbindung (Striesen, Blasewitz, Pieschen) sind deutlich günstiger (60 bis 120 Euro) und dank der engen Takt-Frequenz der DVB problemlos zu erreichen.
Der Eintritt zum Dresdner Striezelmarkt ist grundsätzlich kostenlos – Sie benötigen weder ein Ticket noch eine Reservierung, um den Markt zu betreten. Das gilt an allen 29 Öffnungstagen, auch am Wochenende und während des Stollenfestes. Die einzigen kostenpflichtigen Punkte sind der Konsum an den Buden (Glühwein, Essen, Souvenirs) sowie einige wenige Sonderveranstaltungen wie spezielle Konzerte in der Kreuzkirche oder Führungen hinter die Kulissen des Stollenfestes.
Preisspanne typischer Posten 2026: Glühwein 3,50 bis 5 Euro, Kinderpunsch 3 bis 4 Euro, Pulsnitzer Pfefferkuchen ab 2,50 Euro pro Stück, ein Stück Dresdner Christstollen (150 g) 4 bis 6 Euro, eine ganze Original-Christstolle (500 g) 14 bis 22 Euro, eine Thüringer Rostbratwurst im Brötchen 4,50 bis 5,50 Euro, eine Kartoffelpuffer-Portion 6 bis 8 Euro, ein Pflaumentoffel 4 bis 8 Euro. Eine Glühwein-Tasse wird mit 3 bis 5 Euro Pfand ausgeliehen, das beim Rückgabepfand-Punkt erstattet wird – oder die Tasse kann als Souvenir mit nach Hause genommen werden.
Für das Stollenfest gibt es besondere Angebote: Der Einlass zur feierlichen Stollenverkostung auf dem Altmarkt ist frei, wer jedoch den Stollenzug aus einer bevorzugten Position verfolgen möchte, kann ab etwa 25 Euro Tribünenplätze reservieren. Diese werden über die offizielle Seite der Schutzgemeinschaft Dresdner Stollen und den Dresden-Marketing-Shop verkauft und sind meist bis Ende Oktober ausverkauft.
Die kulinarische Vielfalt auf dem Striezelmarkt ist herausragend sächsisch geprägt. An der Spitze steht natürlich der Dresdner Christstollen: ein schwerer Hefeteig-Kuchen mit bis zu 50 Prozent Butteranteil, verfeinert mit Rosinen, kandierten Orangen- und Zitronenschalen, Mandeln und süßer Marzipanfüllung, anschließend dick mit Puderzucker bestäubt. Der echte Dresdner Stollen reift vor dem Verkauf 2 bis 4 Wochen nach, um sein volles Aroma zu entwickeln. Das goldene Siegel der Schutzgemeinschaft auf der Verpackung garantiert die Herkunft aus einer der rund 110 zertifizierten Dresdner Bäckereien.
Pulsnitzer Pfefferkuchen sind nach dem Stollen die zweite berühmte Spezialität. Die nach Zimt, Nelken, Kardamom, Anis, Muskat und Koriander duftenden Lebkuchen werden seit 1558 im benachbarten Städtchen Pulsnitz nach überlieferten Rezepten hergestellt. Besonders beliebt sind die «Pflastersteine» (braune Pfefferkuchen mit weißer Zuckerglasur), die «Spitzkuchen» (mit Schokoladenüberzug und kandierten Früchten) und die «Liebespfefferkuchen» mit feiner Marmeladenfüllung. Pro Stück zahlen Sie 2,50 bis 4,50 Euro, eine Geschenkpackung kostet 12 bis 25 Euro.
Weitere deftige Klassiker auf dem Striezelmarkt sind Thüringer Rostbratwurst vom Holzkohlengrill (4,50 bis 5,50 Euro), Schaschlikspieße (6 bis 8 Euro), Kartoffelpuffer mit Apfelmus (6 bis 8 Euro), gebrannte Mandeln (4 Euro pro 100 g), Schmalzgebäck wie Mutzen und Quarkbällchen (3 bis 5 Euro), sowie die sächsische Spezialität «Hefekranz» und «Neunerlei» – ein traditionelles sächsisches Weihnachtsessen aus neun symbolischen Zutaten. An den Getränkeständen gibt es neben dem klassischen Glühwein auch Feuerzangenbowle (7 bis 9 Euro), heiße Met (Honigwein, 5 bis 7 Euro) und alkoholfreien Kinderpunsch (3 bis 4 Euro).
Die folgenden zehn Praxis-Tipps basieren auf jahrelanger Besucher-Erfahrung und helfen Ihnen, typische Anfängerfehler zu vermeiden und das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen.
Die Geschichte des Dresdner Striezelmarktes beginnt am 20. Dezember 1434: An jenem Tag erlaubte Kurfürst Friedrich II. von Sachsen, genannt «der Sanftmütige», den Dresdner Bürgern per Privileg einen eintägigen freien Fleischmarkt am Montag vor Weihnachten abzuhalten. Diese urkundliche Erwähnung in der Annenkapelle des Dresdner Residenzschlosses gilt als Geburtsstunde des Marktes und macht ihn unbestritten zum ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands – älter als der Nürnberger Christkindlesmarkt (ab 1628 dokumentiert) und älter als die Weihnachtsmärkte von München, Augsburg und Frankfurt.
Der Name «Striezelmarkt» geht auf den mittelhochdeutschen Begriff «Strutzel» oder «Stroczel» zurück – so nannte man damals einen länglichen Hefeteig-Kuchen, der als Vorläufer des heutigen Dresdner Christstollens gilt. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich dieser einfache Hefezopf dann zum reichhaltigen Dresdner Christstollen, wie wir ihn heute kennen: Vor 1491 durften die Bäcker – wegen katholischer Fastengebote – keine Butter im Teig verwenden. Kurfürst Ernst von Sachsen bat Papst Innozenz VIII. um Erlaubnis, und der päpstliche «Butterbrief» von 1491 gestattete die Verwendung von Butter gegen eine kleine Strafgebühr. Seitdem reift der typische Dresdner Stollen zu dem berühmten Winterklassiker, der heute in der ganzen Welt geliebt wird.
Der Stollenzug in seiner heutigen Form wurde erstmals 1730 unter August dem Starken durchgeführt: Der Kurfürst-König ließ zu einem Militärfest in Zeithain einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen Gewicht und rund 11 Metern Länge backen, der mit einem eigens angefertigten silbernen Stollenmesser zerteilt wurde – ein Messer, das bis heute jedes Jahr beim traditionellen Stollenfest auf dem Altmarkt zum Einsatz kommt. Die moderne Tradition des jährlichen Stollenfestes wurde 1994 von der Schutzgemeinschaft Dresdner Stollen wiederbelebt und gehört seither zu den touristisch bedeutendsten Events in Sachsen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Dresdner Altstadt – und mit ihr der Altmarkt – bei den verheerenden Bombenangriffen vom 13. bis 15. Februar 1945 fast vollständig zerstört. Der Striezelmarkt fand in den Nachkriegsjahren zunächst auf verschiedenen Ausweichflächen in der Dresdner Innenstadt statt und kehrte erst 1956 auf den wiederaufgebauten Altmarkt zurück. In der DDR-Zeit spielte der Markt eine wichtige Rolle als volkstümliches Weihnachtsereignis und erlebte nach der Wiedervereinigung 1990 einen regelrechten Aufschwung: Besucherzahlen und Budenzahl verdoppelten sich innerhalb weniger Jahre, und 1996 wurde die heutige 14,62 Meter hohe Erzgebirgspyramide eingeweiht, die bis heute das unverwechselbare Wahrzeichen des Striezelmarktes ist.
Stöbern Sie durch unsere verwandten Ratgeber zu Festivals, Konzerten und saisonalen Events in Deutschland:
Der Dresdner Striezelmarkt 2026 findet vom 26. November 2026 bis zum 24. Dezember 2026 statt – insgesamt 29 Tage. Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 bis 21:00 Uhr, am 24. Dezember nur bis 14:00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.
Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort «Strutzel» oder «Stroczel» ab – so nannte man früher einen länglichen Hefekuchen, der als Vorläufer des heutigen Dresdner Christstollens gilt. Als 1434 der Markt gegründet wurde, war dieser Stollen-Vorläufer die Hauptware – so wurde der Markt nach ihm benannt.
Ja – mit der ersten urkundlichen Erwähnung von 1434 gilt er als der älteste dokumentierte Weihnachtsmarkt Deutschlands. Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist erst ab 1628 belegt, der Münchner Christkindlmarkt ab 1642.
Das Dresdner Stollenfest 2026 findet voraussichtlich am Samstag, 5. Dezember 2026, statt – dem zweiten Adventssamstag. Der feierliche Stollenzug beginnt um 10:00 Uhr am Dresdner Schloss und erreicht gegen 11:30 Uhr den Altmarkt, wo der drei Tonnen schwere Riesenstollen anschließend zerteilt und verkauft wird.
Ein Glühwein kostet 2026 auf dem Dresdner Striezelmarkt zwischen 3,50 und 5 Euro, plus 3 bis 5 Euro Tassenpfand. Kinderpunsch gibt es für 3 bis 4 Euro. Premium-Glühweine mit Schuss (Amaretto, Rum, Cognac) liegen bei 5,50 bis 7 Euro.
Echte Dresdner Christstollen tragen das goldene Siegel der Schutzgemeinschaft Dresdner Stollen e.V. mit der Inschrift «Dresdner Stollen» und der Abbildung des Dresdner Kurfürsten. Nur Stollen aus rund 110 zertifizierten Bäckereien in Dresden und Umgebung dürfen dieses EU-geschützte Siegel verwenden.
Ja – die Vielfalt ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Vegetarische Käsespätzle, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Crêpes mit Marmelade, gebrannte Mandeln, gebrannte Pflaumen, Kartoffelsuppe und vegane Lángos werden an mehreren Ständen angeboten. Vegane Christstollen findet man bei ausgewählten Bäckereien im Advent.
Absolut – der Markt ist extrem familienfreundlich. Besondere Attraktionen für Kinder sind die große Weihnachtspyramide, das Karussell, die Kinderbackstube (mit Pfefferkuchen-Verzierung), das Kinderschaufenster und der Märchenwald. Kinderpunsch und Pflaumentoffel machen den Besuch auch kulinarisch zu einem Erlebnis.
Vom Dresdner Hauptbahnhof erreichen Sie den Altmarkt in 15 Minuten zu Fuß durch die Prager Straße, oder nehmen Sie die Straßenbahnlinien 3, 7, 8, 9 oder 11 bis zur Haltestelle «Altmarkt» (3 Stationen, ca. 5 Minuten). Autofahrer parken am besten in der Tiefgarage «Altmarkt-Galerie» oder nutzen einen Park+Ride-Platz am Stadtrand.
Ja, der Eintritt zum Striezelmarkt ist und bleibt kostenlos. Sie zahlen nur für Ihren Konsum an den Buden (Glühwein, Essen, Souvenirs). Einige Sonderveranstaltungen wie Kreuzchor-Konzerte in der Kreuzkirche sind separat ticketpflichtig.