Aachen ist eine der faszinierendsten Städte Nordrhein-Westfalens – geprägt von Geschichte, Wissenschaft und einer lebendigen Kulturszene. Mit rund 250.000 Einwohnern liegt die Stadt direkt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden und zieht jährlich Hunderttausende Besucher aus ganz Europa an. Das UNESCO-Weltkulturerbe Dom, die älteste Kurstadt Deutschlands nördlich der Alpen, zwei Hochschulen mit über 50.000 Studierenden und ein dichter Eventkalender machen Aachen zu einem Pflichttermin für Kulturbegeisterte, Reitsportfans und Partygänger gleichermaßen. Von Juli bis Dezember ist praktisch jedes Wochenende mit einem größeren Event belegt – die Stadt schläft nie.
| Veranstaltungsort / Event | Art | Termin / Besonderheit |
|---|---|---|
| Eurogress Aachen | Kongress- & Veranstaltungszentrum | Ganzjährig; Konzerte, Galas, Kongresse bis 2.000 Personen |
| CHIO Aachen | Weltbestes Reitturnier | Juli (ca. 10 Tage); Springreiten, Dressur, Fahren; bis 350.000 Besucher |
| Musikbunker Aachen | Clubkultur / Electronic | Wochenends; Techno, House, Drum & Bass; legendäre Bunker-Location |
| Karlspreis (Charlemagne Prize) | Kulturelles Highlight | Himmelfahrtstag; Verleihung im Rathaus, Festakt am Dom |
| Aachener Weihnachtsmarkt | Weihnachtsmarkt | Mitte Nov. – 24. Dez.; einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands |
Kein anderes Pferdesportevent der Welt wird so regelmäßig als das beste seiner Art bezeichnet wie das CHIO Aachen. Seit mehr als 100 Jahren versammeln sich im Juli in der Aachener Soers die weltbesten Reiter in den Disziplinen Springreiten, Dressur, Vielseitigkeit und Fahren. Das Turnier ist ein Highlight des internationalen Reitsportkalenders – Olympiasieger, Weltmeister und europäische Spitzenreiter messen sich hier Woche für Woche auf höchstem Niveau. Das CHIO Aachen ist ein Weltranglistenturnier der höchsten Kategorie und wird von Reitsportbegeisterten aus über 60 Nationen besucht.
Der CHIO Aachen ist aber auch für Nichtreiter ein spektakuläres Erlebnis: Das Gelände in der Soers bietet über zehn Tage ein riesiges Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Handwerksmarkt, Gastronomie und Unterhaltung für die ganze Familie. Abends finden auf dem Turniergelände zudem stimmungsvolle Veranstaltungen statt – von der CHIO-Party bis zu exklusiven Galaabendinnen. Das Springreitfinale im Hauptstadion unter Flutlicht gehört zu den unvergesslichsten Sporterlebnissen überhaupt: Die Atmosphäre, wenn mehr als 40.000 Zuschauer die Reiter anfeuern, ist einzigartig. Tickets gibt es ab etwa 15 Euro für Tageseintritte; für die Hauptspringen können Preise bis 120 Euro erreichen. Da die beliebtesten Kategorien Monate im Voraus ausverkauft sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung.
Aachens bedeutendstes Wahrzeichen ist der Dom – ein UNESCO-Weltkulturerbe und eine der bedeutendsten Kirchen Europas. Karl der Große ließ die Pfalzkapelle im späten 8. Jahrhundert errichten; heute bestaunt man in der Schatzkammer des Doms einzigartige karolingische Kunstwerke, darunter den Karlsschrein und den Marienschrein. Der Dom ist ganzjährig geöffnet und kostenlos zugänglich; Führungen vertiefen die Geschichte des Bauwerks. Das gotische Münsterchor, das im 14. Jahrhundert ergänzt wurde, beherbergt die Grabstätte Karls des Großen und zieht jährlich Hunderttausende Pilger und Touristen an.
Eng mit dem Dom verbunden ist der Internationale Karlspreis zu Aachen, der seit 1950 jährlich am Himmelfahrtstag verliehen wird. Der Preis würdigt herausragende Verdienste um die europäische Einigung und zählt zu den begehrtesten europäischen Auszeichnungen überhaupt. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich Winston Churchill, Jean Monnet, Helmut Kohl, Bill Clinton, der Euro, Papst Franziskus und die Jugend der EU. Die Preisverleihung im historischen Krönungssaal des Rathauses zieht Staats- und Regierungschefs sowie Tausende Schaulustige auf den Marktplatz. Für Besucher, die Geschichte hautnah erleben wollen, ist dieser Tag in Aachen ein unvergessliches Erlebnis.
Der Aachener Dom ist auch Kulisse für regelmäßige Konzerte des weltberühmten Aachener Domchors und für internationale Kirchenmusik-Events, die in der einzigartigen Akustik des Doms ein außergewöhnliches Klangerlebnis bieten. Die Konzerte in der Domakustik gehören zu den bewegendsten kulturellen Erfahrungen, die Aachen zu bieten hat.
Aachen ist eine ausgeprägte Studentenstadt: Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) und die Fachhochschule Aachen bringen zusammen über 50.000 Studierende in die Stadt, was das Nachtleben und die Musikszene dauerhaft belebt. Der Musikbunker Aachen ist das bekannteste Techno- und Electronic-Venue der Stadt – er befindet sich im ehemaligen Bunker nahe der Innenstadt und bietet eine einzigartige Clubatmosphäre mit internationalen DJs und einer treuen Stammkundschaft. Die dicken Betonwände des ehemaligen Schutzraums schaffen eine akustische Hülle, die keinen anderen Club der Region bieten kann. Jedes Wochenende verwandelt sich der Musikbunker in einen der spannendsten Clubs der Euregio Aachen-Lüttich-Maastricht.
Für Konzerte verschiedenster Genres bietet der Domkeller am Elisenbrunnen eine intime Atmosphäre; der Musikverein Aachen ist das Stammhaus der lokalen Indie-, Alternative- und Rockszene. Beide Venues stehen für bezahlbare Eintrittspreise zwischen 8 und 25 Euro und präsentieren regelmäßig nationale Newcomer sowie etablierte Bands. Der Eurogress Aachen hingegen ist die erste Adresse für größere Konzerte, Shows und Galas: Das modern ausgestattete Kongress- und Veranstaltungszentrum fasst bis zu 2.000 Personen und empfängt sowohl nationale Tourneestars als auch internationale Kongressteilnehmer.
Die Aachen Techno Circuit-Szene erstreckt sich über mehrere Locations in der Innenstadt und dem studentischen Viertel rund um die Pontstraße. Vor allem in den Semestermonaten Oktober bis Januar und April bis Juli pulsiert das Nachtleben besonders intensiv. Das trinationale Flair der Euregio bedeutet: Auf der Tanzfläche im Musikbunker treffen sich Deutsche, Belgier und Niederländer – ein kosmopolitisches Miteinander, das die Stadt grundlegend prägt.
Die Aachener Kirmis ist eines der ältesten und größten Volksfeste der Region und findet traditionell im Oktober statt. Auf dem Kennedypark und in der Aachener Innenstadt werden Fahrgeschäfte, Buden und ein buntes Unterhaltungsprogramm aufgebaut. Die Kirmis hat ihre Wurzeln im Mittelalter und ist ein echter Familientreff, der Jung und Alt begeistert – Ringelreiter, Schießbuden, Zuckerwatte und eine ausgelassene Volksfest-Atmosphäre sind garantiert.
Noch größer ist die Anziehungskraft des Aachener Weihnachtsmarktes, der regelmäßig zu den schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands und Europas gewählt wird. Rund um den Dom, auf dem Marktplatz und dem Katschhof entfaltet sich ab Mitte November die einzigartige Atmosphäre des Aachener Weihnachtszaubers: Über 100 Händler, Kunsthandwerker und Gastronomen bieten regionaltypische Spezialitäten wie Aachener Printen (das süße Lebkuchengebäck mit jahrhundertelanger Tradition), verschiedene Glühweinsorten und internationale Köstlichkeiten an. Beleuchtet von Tausenden Lichtern und mit dem Dom als imposanter Kulisse zieht der Markt über vier Wochen rund eine Million Besucher aus der gesamten Euregio an – von Tagesausflüglern aus Köln und Düsseldorf bis zu Besuchern aus Brüssel und Amsterdam.
Im Frühjahr und Sommer finden rund um die Aachener Innenstadt zahlreiche Open-Air-Konzerte und Stadtfeste statt. Das Altstadtfest belebt die historische City, und das multikulturelle Flair der Stadt sorgt für ein einzigartiges Veranstaltungsklima, das man in dieser Form kaum woanders in Deutschland findet.
Die RWTH Aachen zählt zu den renommiertesten technischen Universitäten Europas und lockt Studierende und Gastwissenschaftler aus über 120 Ländern in die Stadt. Diese internationale Zusammensetzung prägt das kulturelle und gastronomische Angebot Aachens nachhaltig: In der Innenstadt und dem Studentenviertel rund um die Pontstraße reihen sich Restaurants, Cafés und Bars verschiedenster Kulturen aneinander. Studentische Initiativen organisieren das ganze Jahr über Kulturveranstaltungen, Filmabende, Diskussionsrunden und Konzerte, die oft kostenlos oder zu sehr günstigen Preisen besucht werden können. Wer Aachen zum ersten Mal besucht, wird überrascht sein, wie lebendig und weltoffen die Stadt trotz ihrer überschaubaren Größe ist.
Der CHIO Aachen findet jedes Jahr im Juli statt, üblicherweise über zehn Tage in der Aachener Soers. Er gilt als das weltbeste Reitturnier und zieht über 350.000 Besucher an. Tickets sind ab etwa 15 Euro erhältlich und sollten frühzeitig gebucht werden, da die beliebtesten Kategorien schnell ausverkauft sind.
Der Internationale Karlspreis zu Aachen (Charlemagne Prize) ist einer der ältesten und bedeutendsten europäischen Preise. Er wird jährlich am Himmelfahrtstag im Rathaus Aachen an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die europäische Einigung verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind unter anderen Helmut Kohl, Papst Franziskus und Bill Clinton.
Der Musikbunker im ehemaligen Bunker ist das Herzstück des Techno- und Electronic-Lebens in Aachen. Der Domkeller bietet Konzerte in intimer Atmosphäre, der Musikverein Aachen präsentiert Alternative und Indie. Die Pontstraße ist die beliebteste Ausgehmeile der Studierenden.
Der Aachener Weihnachtsmarkt rund um Dom und Katschhof ist mit Bahn und Bus bestens erreichbar. Der Hauptbahnhof liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Aus Belgien und den Niederlanden ist Aachen per Zug in 30 bis 60 Minuten erreichbar. Der Markt läuft von Mitte November bis zum 24. Dezember.