Glühwein, Lebkuchen, festliche Lichter – entdecke die schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands! Von traditionsreichen Christkindlmärkten bis zu stimmungsvollen Geheimtipps.
Die beliebtesten und schönsten Christkindlmärkte des Landes
So wird dein Besuch perfekt
Wochentags nachmittags (15-17 Uhr) ist es ruhiger. Wochenenden und Abende sind am vollsten. Der erste Advent ist besonders stimmungsvoll.
Warme Kleidung in Schichten, festes Schuhwerk. Handschuhe lassen sich beim Glühweintrinken schlecht tragen – Handwärmer mitnehmen!
Glühwein 4-6€ (+ Pfand), Bratwurst 4-6€, Lebkuchen 3-8€. Für einen Abend 20-50€ pro Person einplanen.
Handwerkskunst direkt vom Hersteller: Holzspielzeug, Räuchermännchen, Christbaumschmuck. Qualität vor Massenware!
Beste Fotos zur blauen Stunde (16-17 Uhr). Stativ für Nachtaufnahmen. Glühweintasse als Requisite!
ÖPNV nutzen – Parkplätze sind rar und teuer. Viele Städte haben Park+Ride. Gruppenrabatte bei der Bahn!
Deutschland ist weltweit bekannt für seine Weihnachtsmärkte – ein Netz aus Tausenden von Veranstaltungen, das sich von Ende November bis Heiligabend über sämtliche Bundesländer erstreckt. Ob kleine Dorfmärkte mit 20 Ständen oder Stadtfeste mit Hunderttausenden Besuchern: Die Adventszeit gehört zu den begehrtesten Reisezeiten des Landes. Allein der Kölner Weihnachtsmarkt rund um den Dom verzeichnet jährlich über fünf Millionen Besucher und zählt damit zu den meistbesuchten Veranstaltungen Europas.
Der Nürnberger Christkindlesmarkt öffnet traditionell am vierten Freitag vor Heiligabend – 2025 ist das der 28. November. Der Markt auf dem Nürnberger Hauptmarkt gilt als einer der ältesten und authentischsten weltweit. Rund 180 Stände bieten ausschließlich handgefertigte Waren und Nürnberger Spezialitäten: Lebkuchen, Zwetschgenmännla (Trockenpflaumen-Figuren), Glühwein und die berühmten kleinen Nürnberger Rostbratwürste. Das Christkind – traditionell von einer jungen Nürnbergerin dargestellt – eröffnet den Markt vom Balkon der Frauenkirche. Typische Öffnungszeiten: täglich 10:00 bis 21:00 Uhr, freitags und samstags bis 22:00 Uhr.
Seit dem Jahr 1434 urkundlich belegt, ist der Dresdner Striezelmarkt der älteste nachweisbare Weihnachtsmarkt Deutschlands. Sein Name leitet sich vom Striezel ab, einem Vorläufer des heutigen Dresdner Christstollens. Das jährliche Stollenfest – in dem der größte Stollen Deutschlands feierlich aufgeschnitten und verteilt wird – zieht Besucher aus ganz Europa an. Der Markt findet auf dem Altmarkt statt und vereint traditionelles Handwerk, erzgebirgische Holzkunst und sächsische Kulinarik.
Die Kulisse des Kölner Doms macht diesen Weihnachtsmarkt zu einem der fotogensten Deutschlands. Über 160 Stände reihen sich rund um den gotischen Dom, der im Hintergrund illuminiert erstrahlt. Besonders beliebt sind die Kölsch-haltigen Winterspezialitäten und der heiße Kölner Weihnachtsmarkt-Punsch. Der Markt gehört zu den meistbesuchten Weihnachtsmärkten Europas – Sicherheitsmaßnahmen wie Betonpoller und kontrollierte Zugänge gewährleisten dabei seit mehreren Jahren den sicheren Betrieb.
Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und dem Schillerplatz gilt als einer der ältesten und größten Deutschlands und wird von Besuchern immer wieder unter die Top 3 der schönsten Weihnachtsmärkte gewählt. Rund 280 Stände bieten ein breites Sortiment von regionalen Spezialitäten bis zu Kunsthandwerk aus aller Welt.
Hamburg verwandelt sich in der Adventszeit in eine Winterwunderwelt. Der Hauptmarkt am Jungfernstieg mit Blick auf die Binnenalster ist besonders stimmungsvoll: Wenn die Lichter der Stände sich in der Alster spiegeln, entsteht eine einzigartige Atmosphäre. Neben dem Hauptmarkt gibt es in Hamburg über zehn weitere spezialisierte Weihnachtsmärkte, darunter den historischen Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt und den romantischen Markt im Hamburger Stadtpark.
Der Eintritt zu Weihnachtsmärkten in Deutschland ist grundsätzlich kostenlos. Die Ausgaben entstehen bei Speisen und Getränken sowie beim Kauf von Dekorationen und Geschenken:
Für einen geselligen Abend mit zwei bis drei Heißgetränken und einem kleinen Imbiss sollte man pro Person 20 bis 40 Euro einplanen. Wer zusätzlich Weihnachtsartikel, Schmuck oder Handwerksprodukte kaufen möchte, sollte ein Zusatzbudget von 30 bis 80 Euro einrechnen. Viele Stände akzeptieren inzwischen Kartenzahlung, Bargeld ist jedoch weiterhin empfehlenswert.
Seit 2016 haben die meisten großen deutschen Weihnachtsmärkte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Betonpoller, Stahlbarrieren und kontrollierte Zugänge schützen Besucher und Händler. Große Rucksäcke werden an Eingängen teilweise inspiziert. Diese Maßnahmen haben das Sicherheitsgefühl der Besucher nachweislich verbessert und die Märkte als sichere Treffpunkte gestärkt.
Barrierefreiheit ist auf modernen Märkten ein wichtiges Thema: Viele Kommunen achten beim Aufbau auf breite Gänge für Rollstühle und Kinderwagen sowie auf Bodenbeläge, die auch bei nassem Wetter trittsicher sind. Informationen zur Barrierefreiheit sind in der Regel auf den offiziellen Marktwebsites verfügbar.
Weihnachtsmärkte sind an Wochentagen abseits der Schulferien deutlich ruhiger als an Adventswochenenden. Wer den Besuch plant, sollte folgende Punkte beachten:
Jede Region Deutschlands bringt ihre eigenen kulinarischen und handwerklichen Traditionen auf den Weihnachtsmarkt. In Bayern sind Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und Stollen die Stars; Sachsen punktet mit Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge, Räuchermännchen und Nussknackern; der Niederrhein ist bekannt für seine Waffeln mit Puderzucker, Nordrhein-Westfalen für Reibekuchen mit Apfelmus und deftige Currywurst. Wer mehrere Weihnachtsmärkte in verschiedenen Regionen besucht, erlebt kulinarische und kulturelle Vielfalt, die kaum ein anderes Fest in Deutschland bietet.
Auch die Architektur und Atmosphäre der Märkte unterscheidet sich erheblich: Während Nürnberg und Dresden auf historische Kulisse setzen, glänzt der Hamburger Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt mit neoklassizistischer Fassade, der Stuttgarter durch seine breite Anlage auf zwei Plätzen. Kleinere Märkte in Dörfern und Kleinstädten bieten dagegen ein besonders persönliches Erlebnis mit direktem Kontakt zu den Produzenten der angebotenen Waren. Ein Rundreiseprogramm, das verschiedene Märkte kombiniert, lässt sich gut mit der Deutschen Bahn planen; spezielle Advent-Kombitickets sind erhältlich.
Immer mehr Kommunen und Marktveranstalter setzen auf Nachhaltigkeit: Mehrwegbecher für Glühwein und Punsch statt Einweg-Plastik, LED-Beleuchtung statt konventioneller Lichterketten, regionale Produkte bevorzugt gegenüber importierten Massenartikeln. Märkte wie der Stuttgarter Weihnachtsmarkt und der Freiburger Münstermarkt haben sich als besonders nachhaltige Alternativen hervorgetan. Für Besucher bedeutet das: Wer seinen eigenen Becher mitbringt, erhält mancherorts bereits einen Rabatt auf Glühwein und Heißgetränke.
Plane jetzt deinen Besuch auf Deutschlands schönsten Weihnachtsmärkten.