Zuletzt aktualisiert: Dezember 2024
Karneval-Termine 2026
Die Session 2024/2026 beginnt am 11. November 2024 um 11:11 Uhr auf dem Heumarkt. Dann heißt es wieder: Kölle Alaaf! Hier sind die wichtigsten Termine der tollen Tage 2026.
Sessionseröffnung
11:11 Uhr auf dem Heumarkt. Das Dreigestirn wird vorgestellt, die Session offiziell eröffnet. Der Alte Markt und die Altstadt sind ein einziges Fest!
Weiberfastnacht
Die Frauen übernehmen! Ab 11:11 Uhr regieren die "Wiever" die Stadt. Krawatten werden abgeschnitten, Bützchen verteilt. Der Startschuss für die tollen Tage!
Karnevalsfreitag
Die Stunksitzung und alternative Karnevalsevents. Der Tag für alle, die es etwas anders mögen. Weniger Tradition, mehr Satire.
Karnevalssamstag
Die Veedels-Züge! In vielen Stadtteilen (Veedeln) ziehen kleine Umzüge durch die Straßen. Familiär, lokal, echt kölsch. Für viele der schönste Tag.
Karnevalssonntag
Die Schull- und Veedelszöch! Schulen und Veedelsvereine ziehen durch die Stadt. Tagsüber bunt, abends Party bis spät. Die Vorfreude auf Rosenmontag steigt!
Rosenmontag
Der Höhepunkt! Der Rosenmontagszug mit über 1 Million Zuschauern. 6 km, 12.000 Teilnehmer, 300 Tonnen Kamelle. Ein unvergessliches Spektakel!
Veilchendienstag
Die Nubbelverbrennung! Um Mitternacht wird der Nubbel verbrannt - alle Sünden des Karnevals sind vergeben. Die letzte Nacht der Session.
Aschermittwoch
Et hätt noch immer jot jejange... aber jetzt ist Schluss. Traditionell gibt es Fischessen. Die Fastenzeit beginnt - bis zum nächsten 11.11.
Kölle Alaaf!
Der traditionelle Karnevalsruf in Köln. Alaaf bedeutet ursprünglich "alles ab" - Köln über alles! Niemals mit "Helau" verwechseln (das ist Düsseldorf und Mainz)!
Geschichte des Kölner Karnevals
Der organisierte Kölner Karneval geht auf 1823 zurück, als das "Festordnende Komitee" den ersten Rosenmontagszug veranstaltete. Die Tradition reicht aber viel weiter - schon im Mittelalter wurden in Köln die "tollen Tage" gefeiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Karneval wichtig für die Kölner Seele: Die erste Session 1949 half, die Trümmerstadt wieder aufzubauen. Heute ist der Kölner Karneval UNESCO-Kulturerbe und die größte Karnevalsfeier nördlich der Alpen. Über 1,5 Millionen Menschen feiern allein an Rosenmontag in der Stadt.
Kölner Karnevalstraditionen
Das Dreigestirn
Prinz, Bauer und Jungfrau (traditionell ein Mann) regieren den Karneval. Sie repräsentieren die Stadt und treten bei hunderten Events auf.
Die Kamelle
Bonbons, Schokolade, Strüßjer (Blumensträuße) - beim Zug wird geworfen! "Kamelle!" rufen und auffangen. Kinder sammeln säckeweise.
Das Bützchen
Das kölsche Küsschen auf die Wange. Zur Begrüßung, zur Verabschiedung, einfach so. Im Karneval wird gebützt ohne Ende!
Der Nubbel
Eine Strohpuppe, die am Veilchendienstag verbrannt wird. Auf ihn werden alle Sünden des Karnevals geschoben. Symbolische Reinigung.
Die Funkenmariechen
Die Gardetänzerinnen der Karnevalsgesellschaften. Ihr akrobatischer Tanz ist Höhepunkt jeder Sitzung. Tradition seit dem 19. Jahrhundert.
Das Kölsch
Das obergärige Bier aus Köln. Im Karneval fließt es in Strömen. Immer in kleinen 0,2l-Gläsern, niemals in Maßkrügen!
Karneval-Veranstaltungen
Sitzungen & Bälle
Die traditionellen Karnevalssitzungen mit Büttenreden, Musik und Gardetanz. Von der Prunksitzung bis zum Rosenmontagsball. Tickets früh buchen - sehr begehrt!
Straßenkarneval
Die Altstadt, Zülpicher Viertel, Belgisches Viertel - überall wird gefeiert! Open-Air, gratis, und völlig verrückt. DAS Kölner Karnevalserlebnis!
Stunksitzung
Die alternative Karnevalssitzung seit 1984. Politische Satire, freche Comedy, echte Kölner Tradition - aber ohne Spießigkeit. Legendär!
Lachende Kölnarena
Die größte Karnevalssitzung der Welt! Bis zu 18.000 Jecke in der Arena. Top-Acts, beste Stimmung. Ein Erlebnis der Superlative.
Tipps für Karneval-Besucher
- Kostüm: Pflicht! Ohne Verkleidung fällt man auf. Kreativ sein, aber nicht politisch unkorrekt
- Unterkunft: Hotels früh buchen! Preise steigen zu den tollen Tagen drastisch
- Anreise: Mit der Bahn! Parken ist fast unmöglich, die Innenstadt gesperrt
- Rosenmontagszug: Früh da sein für gute Plätze. Kinder nach vorne!
- Sicherheit: Auf Wertsachen achten, Handy sichern. Im Gedränge aufpassen
- Kölsch trinken: Niemals Helau sagen, immer Alaaf! Nur Kölsch, kein Altbier (das ist Düsseldorf)
Häufige Fragen zum Kölner Karneval
Wann ist Karneval in Köln 2026?
Die Session beginnt am 11.11.2024 um 11:11 Uhr. Die tollen Tage 2026: Weiberfastnacht am 27. Februar, Rosenmontag am 3. März, Veilchendienstag am 4. März, Aschermittwoch am 5. März 2026.
Was bedeutet Alaaf?
Alaaf ist der traditionelle Karnevalsruf in Köln und bedeutet ursprünglich "alles ab" - im Sinne von "Köln über alles". Kölle Alaaf! ruft man auf allen Karnevalsveranstaltungen. Niemals "Helau" sagen - das gehört nach Düsseldorf und Mainz!
Was ist das Dreigestirn?
Das Kölner Dreigestirn besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau (traditionell von einem Mann verkörpert) und repräsentiert den Karneval. Es wird jedes Jahr neu gewählt und "regiert" während der Session die Stadt. Die drei absolvieren hunderte Auftritte.
Wie lange dauert der Rosenmontagszug?
Der Rosenmontagszug ist ca. 6 km lang und dauert etwa 4-5 Stunden. Er startet gegen 10:00 Uhr und endet gegen 15:00-16:00 Uhr. Über 12.000 Teilnehmer, 300 Tonnen Kamelle, über 1 Million Zuschauer!
Kölner Karneval 2026: Alles was du wissen musst – von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag
Der Kölner Karneval ist das größte Straßenkarneval nördlich der Alpen und ein Kulturereignis, das weltweit seinesgleichen sucht. Über eine Million Menschen bevölkern am Rosenmontag die Kölner Innenstadt – mehr als die gesamte Einwohnerzahl der Stadt. Was für Außenstehende wie ein fünftägiges Trinkgelage wirkt, ist für Kölner ein tiefes kulturelles Ritual mit Jahrhunderte alter Tradition. Der Kölner Karneval beginnt formal am 11.11. um 11:11 Uhr (Karnevalseröffnung in der Innenstadt) und endet mit dem Aschermittwoch – die eigentliche "heiße Phase" (Tolle Tage) dauert von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch.
Weiberfastnacht (Donnerstag) ist der emotionale Startschuss. Traditionell dürfen Frauen an diesem Tag Männern die Krawatte abschneiden – Krawattenträger sind gewarnt! Der Hoppeditz erwacht, Büros in der Stadt machen mittags zu und die Innenstadt verwandelt sich in eine Freiluft-Party. Am Freitag und Samstag ziehen Züge durch die Veedel (Stadtteile). Der Schull un Veedelszöch am Sonntag ist der Zug der Schulen und Stadtteile – weniger spektakulär als Rosenmontag, aber dafür familiärer und authentischer.
Der Rosenmontagszug 2026 findet am 16. Februar statt. Er startet um 10:00 Uhr in der Kölner Südstadt (Pohligstraße) und endet nach rund 10 Kilometern gegen 15:00–16:00 Uhr. Über 12.000 Teilnehmer, 300 Tonnen Kamelle (Süßigkeiten, Schokolade, Blumen), 200+ Festwagen und über 100 Musikkapellen machen ihn zum größten Spektakel des Jahres. Stehplätze am Zugweg sind kostenlos – wer in der Tribüne sitzen möchte, braucht eine Karte (zu kaufen beim Festkomitee Kölner Karneval). Beste Plätze werden früh morgens eingenommen.
| Tag (2026) | Name | Highlight | Tipp |
|---|---|---|---|
| Donnerstag, 12. Feb | Weiberfastnacht | Krawattenabschneiden, Innenstadt-Party | Keine Krawatte tragen (oder bewusst eine opfern) |
| Freitag, 13. Feb | Karnevalsfreitag | Stadtteile-Umzüge, Kneipen-Karneval | Veedel-Kneipen statt Touristenmassen |
| Samstag, 14. Feb | Karnevalssamstag | Nubbelverbrennung, Jeckenball | Jeckenball für Kostüm-Wettbewerb |
| Sonntag, 15. Feb | Schull un Veedelszöch | Schulzug und Veedelszüge | Familiär, weniger Massen als Rosenmontag |
| Montag, 16. Feb | Rosenmontag | 10km Zug, 1 Mio. Zuschauer, 300t Kamelle | Früh Platz sichern, Kamelle-Beutel mitbringen |
| Dienstag, 17. Feb | Veilchendienstag | Letzte Nacht, Nubbelverbrennung in Alt-St. Alban | Emotionaler Abschluss, Tradition seit Jahrzehnten |
Kostüm ist Pflicht, nicht optional. Wer ohne Kostüm in eine Karnevalsbar geht, wird in Köln schräg angesehen. Beliebte Kostümideen: Funken (historische Kölner Garde-Uniform), Superhelden, Tiere, politische Karikaturen und historische Figuren. Kostüme werden in Köln mit großem Ernst und Kreativität angefertigt. Shops wie "Klamottenkiste" oder die Kostümläden in der Innenstadt sind bereits ab Oktober ausgerüstet.
Wie unterscheidet sich der Kölner Karneval von anderen? München's Fasching ist stärker kommerziell und auf Bälle fokussiert, weniger Straßenkarneval. Düsseldorf hat seinen eigenen Karneval mit dem Motto-Zug (stärker politisch-satirisch) und der Konkurrenz-Rivalität zu Köln. Mainz ist bekannt für den ZDF-Fernsehgarten-Karneval und seinen historischen Rosenmontagszug. Köln ist das emotionalste, lauteste und volksnahste aller deutschen Karnevalsfeste.
Die Karnevalslieder sind ein eigenes Kapitel. "Viva Colonia" von den Höhnern ist die inoffizielle Hymne. "Superjeileziet" von Brings beschreibt die Stimmung perfekt. "En unserem Veedel" von den Bläck Fööss ist der emotionale Heimatgesang. Wer die Texte auswendig kann, ist wirklich angekommen im Kölner Karneval. Smartphones spielen die Lieder, aber besser ist: Texte lernen, mitsingen, Kölsch in der Hand halten.
Häufige Fragen
Stehplätze am Zugweg sind kostenlos, aber früh besetzen. Stammgäste kommen ab 7:00 Uhr morgens. Tribünenkarten kauft man im Vorverkauf beim Festkomitee Kölner Karneval (festkomite.de). Beste kostenlose Plätze: Rathausplatz, Heumarkt, Deutzer Brücke (Überblick). Tipp: Je weiter vom Zentrum, desto weniger Gedränge – der Zug kommt trotzdem vorbei.
Die Top-Songs: "Viva Colonia" (Höhner), "Superjeileziet" (Brings), "En unserem Veedel" (Bläck Fööss), "Dausend Levve" (Querbeat), "Hey Kölle" (Kasalla). Alle sind auf Spotify und YouTube zu finden. Wer vorab die Texte lernt, ist auf jeder Karnevalsparty willkommen. "Alaaf" ist der Kölner Karnevalsruf – von "al aaf" (vor allem).
Köln und Düsseldorf sind Rivalen – auch beim Karneval. Köln ist volksnaher, emotionaler, fokussiert auf Veedel (Stadtteile) und Straßenkarneval. Düsseldorf hat den berühmten Rosenmontagszug mit stark politisch-satirischen Wagen (oft schärfer als Köln). Kölner rufen "Kölle Alaaf!", Düsseldorfer "Düsseldorf Helau!" – diese Rufe bewusst nicht zu verwechseln ist ehrensache.
Während der Tolle Tage sind viele Straßen gesperrt. Der ÖPNV (KVB) fährt im Sonderfahrplan mit erhöhter Frequenz. Fahrräder sind schwierig wegen der Massen. Zu Fuß ist am flexibelsten. Taxi und Uber haben am Rosenmontag sehr lange Wartezeiten. Tipp: Hotel zentral buchen, dann braucht man kein Fahrzeug. Frühzeitig buchen – Köln ist an Karneval restlos ausgebucht.