Ein Weihnachtsmarktbesuch gelingt am besten mit kurzer Vorplanung. Geh unter der Woche zwischen 16 und 18 Uhr, trag warme Schichten und nimm nur wenig Bargeld mit. Mit diesen Weihnachtsmarkt Besuch Tipps sparst du dir Stress, kalte Füße und lange Warteschlangen, egal ob du allein, als Paar oder mit der ganzen Familie unterwegs bist.
Der größte Fehler beim Weihnachtsmarktbesuch ist schlechtes Timing. Am ersten und am letzten Adventswochenende sind die meisten Märkte am vollsten, weil viele Besucher entweder den Auftakt oder den letzten Abend mitnehmen wollen. Deutlich entspannter wird es an normalen Werktagen, vor allem Dienstag bis Donnerstag.
Die ruhigsten Stunden liegen zwischen 15 und 17 Uhr. Ab 18 Uhr füllen sich die Gassen, und Freitagabend erreicht der Andrang seinen Höhepunkt. Wer erst nach 20:30 Uhr kommt, trifft zwar weniger Familien, steht aber trotzdem an den Glühweinständen an. Ein kurzer Blick auf die Website des jeweiligen Marktes lohnt sich: Manche Märkte haben montags geschlossen oder öffnen erst ab dem zweiten Adventswochenende.
Plane etwa zwei bis drei Stunden ein. Mehr Zeit brauchst du nur, wenn du mehrere Marktzonen ablaufen willst oder ein Bühnenprogramm anschauen möchtest. Kurze Besuche sind ohnehin angenehmer, weil du im Stehen schnell auskühlst und die Konzentration für Gedränge nachlässt.
Weihnachtsmärkte finden draußen statt, oft bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Zwiebelprinzip funktioniert hier am besten: Ein Langarm-Shirt als Basis, ein Fleece oder Wollpullover darüber und eine wind- und wasserabweisende Jacke als äußerste Schicht. So kannst du bei Bedarf eine Lage ausziehen, wenn du in einem beheizten Zelt stehst.
Unterschätze nie die Füße. Du stehst oft stundenlang auf kaltem Pflaster oder Kopfsteinpflaster. Gefütterte Winterstiefel mit rutschfester Sohle sind deutlich besser als Sneaker. Wollsocken halten wärmer als Baumwolle, weil sie Feuchtigkeit ableiten. Handschuhe, Schal und eine Mütze gehören in jede Tasche, selbst wenn es nachmittags noch mild wirkt.
Beim Gepäck gilt: so wenig wie möglich. Große Rucksäcke werden im Gedränge lästig und machen dich zum leichteren Ziel für Taschendiebe. Ein kleiner Brustbeutel oder eine Bauchtasche für Geld, Karte und Handy reicht völlig aus. Tüten vom Einkauf trägst du am besten in einer faltbaren Tragetasche, die du vorher einpackst.
Weihnachtsmärkte gehören zu den Orten, an denen Taschendiebe besonders aktiv sind. Das Gedränge, die Ablenkung durch Lichter und Musik und die vielen offenen Taschen machen es ihnen leicht. Ein paar einfache Maßnahmen senken dein Risiko deutlich.
Verteile Geld und Karten auf verschiedene Innentaschen, die du mit Reißverschluss schließen kannst. Trag deine Tasche vorne am Körper, nicht auf dem Rücken oder locker über der Schulter. Lass dein Handy nicht offen in der Jackentasche stecken. Wenn dich jemand ungewöhnlich anrempelt oder ablenkt, prüf sofort deine Wertsachen.
Für den Notfall speichere dir die Adresse des Marktes und eine Treffpunkt-Vereinbarung im Handy, bevor du losgehst. Viele größere Märkte haben einen Infopunkt oder ein Fundbüro direkt vor Ort. Kinder sollten einen Zettel mit deiner Handynummer in der Jackentasche tragen, falls sie dich im Gewühl verlieren.
| Bereich | Was du tun solltest |
| Zeitpunkt | Werktags zwischen 15 und 17 Uhr gehen |
| Kleidung | Zwiebelprinzip, gefütterte Stiefel, Mütze und Handschuhe |
| Budget | Festen Betrag in bar festlegen (30-50 Euro pro Person) |
| Sicherheit | Wertsachen in Innentaschen, Tasche vorne tragen |
| Anreise | Öffentliche Verkehrsmittel oder Park-and-Ride nutzen |
| Kinder | Auffällige Kleidung, Handynummer in der Tasche, kurzer Besuch |
| Verpflegung | Vorher leicht essen, Pfandgeld einplanen |
Weihnachtsmarkt-Stände sind kein Schnäppchen. Glühwein, Bratwurst, gebrannte Mandeln und Schmalzkuchen summieren sich schnell. Leg dir vor dem Besuch ein festes Budget fest und nimm nur diesen Betrag in bar mit. So vermeidest du, dass du am Abend mehr ausgibst, als du wolltest.
Ein praktischer Trick: Iss vorher eine kleine Mahlzeit zu Hause. Wer mit leerem Magen über den Markt läuft, kauft fast automatisch mehr Essen, als er braucht. Auf dem Markt selbst reicht dann ein herzhaftes Gericht und ein Heißgetränk, um das Erlebnis zu genießen.
Denk an das Pfand für die Tassen. Die meisten Märkte verlangen zwischen zwei und vier Euro Pfand pro Glühweintasse. Entweder gibst du die Tasse zurück oder du behältst sie als Souvenir und rechnest den Betrag ins Budget ein. Kinder freuen sich oft mehr über Kinderpunsch als über Süßigkeiten. Begrenze Zuckerhaltiges auf ein bis zwei Stücke pro Kind, damit der Abend nicht mit Bauchschmerzen endet.
Kinder lieben Weihnachtsmärkte, aber ihr Energielevel und ihre Geduld unterscheiden sich stark von deinem. Der wichtigste Tipp: Geh früh und bleib kurz. Unter Dreijährige werden nach einer Stunde unruhig, Grundschulkinder halten zwei Stunden gut durch. Mehr ist selten sinnvoll.
Vereinbare vorher, was auf dem Programm steht. Karussell fahren, eine Bratwurst essen und den Weihnachtsmann anschauen reichen für einen gelungenen Ausflug. Wenn du mit dem Kind vorher besprichst, dass es ein oder zwei Wünsche gibt und nicht jeden Stand leer kaufen kann, sparst du dir Diskussionen vor Ort.
Zieh Kindern auffällige Mützen oder Jacken an, damit du sie im Gedränge schnell wiederfindest. Ältere Kinder können eine günstige Prepaid-Uhr oder ein altes Handy mitnehmen, falls sie kurz allein laufen dürfen. Trag bei Kleinkindern eine Stirnlampe oder ein Knicklicht am Kinderwagen, damit andere Besucher euch im Dunkeln rechtzeitig sehen.
Parken rund um beliebte Weihnachtsmärkte ist fast immer ein Problem. Die Stellplätze in der Nähe sind früh belegt, und Anwohnerparkzonen schränken die Auswahl zusätzlich ein. Öffentliche Verkehrsmittel sind in den meisten Städten die bessere Wahl: Du sparst dir Parkplatzsuche und kannst Glühwein trinken, ohne ans Steuer zu müssen.
Prüfe vor dem Besuch, ob der Markt barrierefrei zugänglich ist, falls du mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator unterwegs bist. Kopfsteinpflaster, enge Gassen und Stufen an Bühnen sind auf vielen Märkten ein Hindernis. Einige Städte veröffentlichen barrierefreie Routenpläne auf der Website des Marktes. Frag im Zweifel beim Veranstalter nach.
Wenn du mit dem Auto kommst, nutz Park-and-Ride-Angebote am Stadtrand. Du parkst günstiger, steigst in die Bahn und bist oft schneller am Markt als jemand, der im Innenstadtverkehr feststeckt. Plane die Rückfahrt ein, bevor du losfährst, besonders wenn du mit Kindern unterwegs bist und der letzte Bus eine feste Abfahrtszeit hat.
Der häufigste Fehler: zu viel vornehmen. Wer drei Märkte an einem Abend abklappern will, hetzt sich durch und genießt keinen davon. Konzentrier dich auf einen Markt pro Ausflug und nimm dir Zeit für Atmosphäre statt für Kilometer.
Zweiter Fehler: ohne Bargeld kommen. Viele Stände akzeptieren nach wie vor keine Kartenzahlung. Ein Betrag zwischen 30 und 50 Euro pro Person deckt Essen, Getränke und ein kleines Geschenk ab. Dritter Fehler: die Öffnungszeiten nicht prüfen. Einige Märkte schließen schon um 20 Uhr oder haben an bestimmten Tagen Ruhetage.
Unterschätze nicht den Alkohol. Glühwein schmeckt süß, enthält aber Alkohol, und im Stehen bei Kälte merkst du die Wirkung später als gewohnt. Trink zwischendurch Wasser oder alkoholfreien Punsch, damit du den Abend in guter Erinnerung behältst. Wer mit dem Auto gekommen ist, bleibt bei alkoholfreien Varianten oder lässt eine andere Person fahren.
Diese Tipps dienen als allgemeine Orientierung; Öffnungszeiten, Preise und Regeln legt der jeweilige Veranstalter fest.
Unter der Woche zwischen 15 und 17 Uhr triffst du die wenigsten Besucher. Die ersten und letzten Adventswochenenden sind am vollsten.
Zwischen 30 und 50 Euro pro Person reichen für Essen, Getränke und ein kleines Mitbringsel. Leg dein Budget vorher fest und nimm nur diesen Betrag in bar mit.
Trag mehrere Schichten nach dem Zwiebelprinzip, gefütterte Winterstiefel mit rutschfester Sohle und nimm Handschuhe, Schal und Mütze mit.
Verteile Geld und Karten auf verschiedene Innentaschen mit Reißverschluss. Trag deine Tasche vorne am Körper und lass dein Handy nicht offen in der Jackentasche.
Das hängt vom Markt ab. Kopfsteinpflaster und enge Gassen erschweren den Zugang. Prüfe vorher auf der Website des Veranstalters, ob barrierefreie Routen vorhanden sind.
Für Kinder unter drei Jahren reicht eine Stunde. Grundschulkinder halten bis zu zwei Stunden gut durch. Plane den Besuch kurz und mit klarem Programm.