Regen bei einem Open-Air-Konzert ist die Regel, nicht die Ausnahme. Mit Poncho, dichten Schuhen und einem wasserdichten Beutel für Ticket und Handy wirst Du fast jede Show entspannt durchstehen. Bei Gewitter ändern sich die Regeln: Sicherheit geht vor Show. Diese Seite erklärt, wie Du Dich vorbereitest, was am Einlass typisch erlaubt ist und welche Rechte Du bei einer wetterbedingten Absage im Regelfall hast.
Baumwolle saugt sich voll und trocknet langsam; nach zwei Stunden Regen ist ein Baumwoll-Shirt kalt und schwer. Sinnvoller sind ein Poncho oder eine Regenjacke über einer Funktionsschicht sowie Schuhe mit dichter Sohle. Kurze Hosen aus schnell trocknendem Material sind bei warmem Regen oft angenehmer als lange Baumwoll-Jeans.
Regen bei kaltem Wetter ist der eigentliche Test. Wer bei niedrigen Temperaturen ohne Regenschutz durchhält, riskiert Auskühlung; das gehört auf einem längeren Konzertbesuch aktiv vermieden.
Typische Fehler bei der Regen-Kleidung:
Regenschirme sind in Blöcken mit Publikum häufig nicht zugelassen, weil sie hinter Dir die Sicht blockieren und bei Wind zur Verletzungsquelle werden. Ponchos sind dagegen im Regelfall unkritisch. Wasserdichte Beutel oder kleine Trockensäcke für Handy und Ticket sind unauffällig und stören am Einlass im Regelfall nicht. Details variieren je nach Veranstalter und stehen in der Hausordnung.
Regenponchos in Müllsackform sind eine Notlösung, wenn kein Poncho zur Hand ist; sie halten im Regelfall zwei bis drei Stunden. Für längere Shows sind sie schnell durchnässt. Wer die Wahl hat, greift zum reißfesten Einwegponcho aus dem Outdoor-Bereich.
Ein einfacher wasserdichter Beutel oder Zip-Beutel schützt das Handy zuverlässig; wichtiger als die Marke ist, dass er groß genug für Deine Handy-Größe plus Ausweis und Ticket ist. Ein digitales Ticket in der Wallet-App ist im Regen im Vorteil, weil kein Papier durchweichen kann; ein Print-at-Home-Ticket gehört in eine Klarsichthülle.
Bei starkem Regen: Handy nicht ohne Not aus dem Beutel nehmen. Wer im Regen den Bildschirm entsperrt, lässt Wasser in die Schnittstellen und riskiert Kurzschlüsse. Fotos vom Konzert lassen sich im Regelfall auch aus dem Beutel heraus schießen, wenn der Beutel eine klare Vorderseite hat.
| Ausrüstung | Was dafür spricht | Grenze im Publikumsbereich |
| Poncho | weit, packbar, deckt Rucksack mit ab | flattert bei Wind, kann sich am Nachbarn verhaken |
| Regenjacke mit Kapuze | passt eng an, gute Bewegungsfreiheit | Rucksack bleibt außen ungeschützt |
| Schirm | trockener Kopfbereich | im Blöcken im Regelfall untersagt oder störend |
| Wasserdichter Beutel für Handy und Ticket | schützt die kritischen Kleinteile | ersetzt keine Regenkleidung |
| Gummistiefel oder dichte Trekkingschuhe | trockene Füße bei Matsch | schwer zu packen, warm bei Sommerregen |
Bei Gewitter unterbricht der Veranstalter im Regelfall die Show und lässt die Besucher in gesicherte Bereiche führen (Zelt-Camping räumen, Tribünen-Unterstände nutzen, in Ausnahmefällen Evakuierung des Geländes). Wichtige Regeln für Besucher:
Ob und in welchem Umfang Du bei einer wetterbedingten Absage oder einem Abbruch einen Anspruch auf Rückerstattung hast, hängt im Regelfall vom Zeitpunkt des Abbruchs, dem Anteil der bereits gespielten Show und den AGB des Veranstalters ab. Als grobe Orientierung: eine komplett ausgefallene Show wird im Regelfall erstattet; eine Show, die zu einem großen Teil gespielt wurde, oft nicht mehr. Details in unserem Ratgeber zur Konzertabsage.
Halte alle Belege fest: Ticket, Bestellbestätigung, gegebenenfalls ein Foto der Anzeigetafel mit der offiziellen Absagemeldung. Für eine Rückerstattung ist die formale Meldung des Veranstalters im Regelfall die Grundlage; eine private Einschätzung von Besuchern zählt nicht.
Regen macht Wege langsamer, Böden matschiger und Parkplätze schwieriger. Plane 20 bis 30 Minuten zusätzlichen Puffer ein. Für die Anreise selbst hilft unser Rechner. Nach der Show: warmes Kleidungsstück aus dem Rucksack, trockene Socken im Auto oder am Bahnhof, warmes Getränk am ersten Kiosk, den Du erreichst.
Wer mit dem Auto anreist, parkt bei Regen wenn möglich auf befestigten Flächen, nicht auf einer Wiese; wer auf einer Wiese steht, sollte kleine Bretter oder eine Schaufel im Kofferraum haben. Radfahrer können Regen nur bedingt planen: nach der Show ist ein spontanes Taxi-Setup für Radler oft die einzige realistische Option.
Wer eine Anreise mit dem Zug plant, sollte im Regelfall ein Ticket mit flexibler Rückfahrt buchen. Nach einer wetterbedingten Verzögerung passt der ursprüngliche Rückzug oft nicht mehr; ein flexibles Ticket erspart im Ernstfall Neubuchungen am Bahnschalter. Zudem gilt: nasse Kleidung im Zug ist ein Thema, weil viele Wagen keine echten Trocknungsmöglichkeiten haben. Ein zusätzliches trockenes Oberteil im Rucksack ist der einfachste Weg, den Rückweg ohne Frieren zu überstehen.
Zum Abschluss der Wetter-Vorbereitung: die eigene Erwartung anpassen. Ein Open-Air-Konzert im Regen ist eine andere Show als eines im Sonnenschein, aber nicht zwangsläufig eine schlechtere. Viele Live-Erinnerungen sind gerade an schwierige Wetterbedingungen geknüpft. Wer den Regen als Teil der Show akzeptiert, statt gegen ihn zu kämpfen, hat im Regelfall den besseren Abend als jemand, der die ganze Zeit versucht, trocken zu bleiben.
Für die Vorbereitung zu Hause hilft eine kurze Checkliste am Vortag: Wettervorhersage kurz vor Aufbruch prüfen, Regenponcho und Ersatzsocken in den Rucksack, wasserdichter Beutel für das Handy, Trockentuch am Fahrzeug oder in der Tasche für den Rückweg. Diese vier Bausteine reichen im Regelfall aus, um einen typischen Regenschauer während eines Open-Air-Konzerts entspannt zu überstehen, ohne Spezialausrüstung anzuschaffen. Wer regelmäßig zu Open-Air-Konzerten geht, packt sich einen kleinen 'Regen-Beutel' fest ins Konzert-Set, sodass die Ausrüstung bei kurzfristigen Terminen sofort einsatzbereit ist.
Ein letzter praktischer Punkt: Rücksicht auf das Umfeld. Ein aufgeklappter Regenponcho mit steifem Stoff kann für Personen dahinter die Sicht einschränken; ein weicher Poncho, der eng am Körper liegt, ist die freundlichere Wahl. Wer ein Cape mit weiten Ausschnitten trägt, klappt es während der Show im Regelfall nicht so weit auf, dass Nachbarn behindert werden. Diese kleinen Rücksichten machen im dichten Publikumsbereich einen sichtbaren Unterschied und werden von den Umstehenden im Regelfall positiv wahrgenommen.
Wer nach dem Konzert schnell in ein warmes, trockenes Umfeld will, plant den Weg nach der Show entsprechend: eine geöffnete Gastro-Adresse in Fußlaufweite, ein Hotelzimmer in der Nähe oder ein Freund mit Sofa in der Stadt sind alle bessere Endpunkte als eine zweistündige nasse Rückreise. Wer diesen Baustein im Vorfeld klärt, macht auch aus einem Konzert im Dauerregen ein positives Erlebnis; alle anderen Bausteine der Vorbereitung wirken erst dann, wenn der Rückweg selbst nicht zur zusätzlichen Belastung wird.
Was tun, wenn ...
Regeln zu Regenschirmen, Ponchos und Verhalten bei Unwetter variieren je nach Veranstalter; verbindlich ist die Hausordnung des jeweiligen Open-Airs.
Poncho oder Regenjacke über einer Funktionsschicht, Hose aus schnell trocknendem Material und Schuhe mit dichter Sohle. Baumwolle wird nass und kalt; ein trockenes Shirt im Rucksack für den Rückweg lohnt sich.
Regenschirme sind im Publikumsbereich häufig nicht zulässig, weil sie hinter Dir die Sicht blockieren. Ein Poncho ist im Regelfall die praktikablere Wahl; die verbindliche Regel steht in der Hausordnung des Veranstalters.
Reiner Regen führt im Regelfall nicht zum Abbruch. Bei Gewitter, Sturm oder gefährlichen Bedingungen unterbricht oder beendet der Veranstalter die Show; die Entscheidung liegt beim Veranstalter.
Wenn die Show gar nicht startet, im Regelfall ja. Bei einem Abbruch nach einem großen Teil der Show ist die Rückerstattung je nach Veranstalter und AGB oft ausgeschlossen. Details siehe unseren Ratgeber zur Konzertabsage.
Anweisungen des Sicherheitspersonals folgen: Tribünen-Unterstände, gesicherte Bereiche des Geländes, im Zweifel geschlossene Fahrzeuge oder feste Gebäude. Metallzäune, hohe Bäume und exponierte Bühnengerüste meiden.