Eine gute Festival Packliste Camping entscheidet darüber, ob Sie entspannt feiern oder drei Tage lang improvisieren. Die wichtigsten Kategorien sind Zelt und Schlafplatz, wetterfeste Kleidung, Hygiene, Verpflegung und Kleinteile wie Gehörschutz und Powerbank. In diesem Ratgeber finden Sie alles nach Kategorie sortiert, mit Praxistipps und den häufigsten Packfehlern.
Der Schlafplatz ist das Fundament jedes Festival-Campings. Wer hier spart oder falsch packt, bereut es spätestens in der zweiten Nacht. Ein Wurfzelt spart beim Aufbau Zeit und Nerven, ein klassisches Kuppelzelt bietet dagegen mehr Stabilität bei Wind.
Vergessen Sie nicht einen Hammer oder Hering-Zieher für die Heringe, gerade auf harten Böden sparen Sie damit viel Frust. Eine Plane unter dem Zelt schützt den Boden vor Feuchtigkeit und Steinen. Stellen Sie das Zelt nach Möglichkeit im Schatten auf, damit es morgens nicht zur Sauna wird. Markieren Sie Ihren Zeltplatz mit einem auffälligen Band oder einer Flagge, denn in einem Meer aus ähnlichen Zelten finden Sie Ihr eigenes nachts sonst nur schwer wieder.
Das Wetter auf mehrtägigen Open-Air-Veranstaltungen kann sich stündlich ändern, von praller Sonne am Morgen bis Starkregen am Nachmittag. Die richtige Kleidung folgt dem Zwiebelprinzip: mehrere dünne Schichten, die Sie je nach Temperatur an- und ausziehen können.
Packen Sie die Kleidung in wasserdichte Beutel oder große Müllsäcke, damit sie im Zelt trocken bleibt, selbst wenn das Zelt undicht wird. Eine Mütze oder ein Buff-Tuch schützt tagsüber vor Sonne und nachts vor Kälte. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehört ebenfalls in diese Kategorie, denn ein Sonnenbrand am ersten Tag verdirbt den Rest des Festivals. Nehmen Sie keine Kleidungsstücke mit, die Sie nicht schmutzig machen wollen, denn Staub, Matsch und Schweiß gehören zum Festival-Camping dazu.
Festival-Camping bedeutet eingeschränkte Hygiene, aber mit der richtigen Vorbereitung bleiben Sie frisch genug, um drei Tage durchzuhalten. Planen Sie so, dass Sie mit minimalem Wasserverbrauch auskommen, denn Duschen sind oft überfüllt oder kostenpflichtig.
Trockenshampoo spart den Gang zur Dusche am Morgen und ist platzsparend. Desinfektionsgel für die Hände ist vor dem Essen sinnvoll, da die Waschgelegenheiten oft weit entfernt liegen. Packen Sie alle Hygieneartikel in einen Kulturbeutel mit Haken, den Sie im Zelt aufhängen können, damit nichts im Gepäck herumfliegt. Denken Sie auch an ein kleines Handtuch, das schnell trocknet, Mikrofaserhandtücher sind dafür ideal. Kontaktlinsenträger sollten genug Ersatzlinsen und Pflegemittel einpacken, denn Staub und trockene Luft belasten die Augen auf dem Festival stärker als im Alltag.
Auf dem Campingplatz ist eigenes Essen fast immer erlaubt, auf dem Konzertgelände selbst dagegen meist nicht. Wer am Zelt gut frühstückt und abends kocht, spart erheblich gegenüber den Essensständen. Die Details zu den Regeln finden Sie in unserem Ratgeber: Essen aufs Festival mitnehmen.
Vermeiden Sie Lebensmittel in Glasverpackungen, Glas ist auf fast allen Festivals verboten. Füllen Sie Saucen oder Aufstriche vorher in Plastikbehälter um. Eine kleine Kühlbox mit Kühlakkus hält Verderbliches am ersten Tag frisch, danach setzen Sie besser auf haltbare Vorräte. Planen Sie die Mengen realistisch, lieber etwas weniger und dafür haltbar als zu viel, das in der Hitze verdirbt. Weitere Spartipps finden Sie in unserem Ratgeber Festival Geld sparen. Müllbeutel gehören in jede Campingküche, räumen Sie Ihren Platz am Ende sauber auf.
Die größten Ärgernisse auf dem Festival entstehen durch Kleinigkeiten, die zu Hause geblieben sind. Diese Liste enthält die Gegenstände, die am häufigsten vergessen werden und am meisten fehlen.
Ein kleines Vorhängeschloss sichert das Zelt zumindest symbolisch gegen Gelegenheitsdiebe. Tragen Sie Wertsachen wie Ausweis und Geld in einem flachen Brustbeutel oder einer Bauchtasche direkt am Körper. Lassen Sie teure Gegenstände, die Sie nicht brauchen, am besten zu Hause. Wenn Sie zum ersten Mal auf ein Festival fahren, hilft unser Ratgeber für das erste Festival bei der Planung. Auch ein kurzer Blick auf die Angebote unter Festivals und Shows lohnt sich, um die passende Veranstaltung zu finden. Für Konzerte in München finden Sie Termine unter Konzerte München.
Erfahrene Festivalbesucher packen weniger als Anfänger, weil sie wissen, was wirklich gebraucht wird. Die häufigsten Fehler lassen sich in zwei Kategorien einteilen: zu viel von dem, was unwichtig ist, und zu wenig von dem, was entscheidend ist.
Fehler: zu viel Kleidung. Drei Outfits pro Tag brauchen Sie nicht, niemand achtet auf dem Festival auf Mode. Packen Sie nach Funktion, nicht nach Aussehen. Alles wird ohnehin dreckig.
Fehler: zu wenig Regenschutz. Regen ist auf Open-Air-Veranstaltungen keine Ausnahme, sondern die Regel. Wer ohne Regenjacke, Gummistiefel und wasserdichte Beutel anreist, hat bei Dauerregen ein ernstes Problem. Nasse Schlafsäcke und Kleidung trocknen auf dem Festival praktisch nicht.
Fehler: Zelt nie vorher aufgebaut. Wer sein Zelt zum ersten Mal auf dem Festivalgelände auspackt, steht im Dunkeln mit einer unleserlichen Anleitung. Bauen Sie es einmal zu Hause auf, dann geht es vor Ort in Minuten.
Fehler: Wertsachen sichtbar im Zelt. Ein Zelt ist kein Tresor. Geld, Ausweis und Smartphone gehören in eine Bauchtasche am Körper, nicht unter das Kopfkissen.
Fehler: keine Ohrenstöpsel. Gehörschutz für die Bühne und Schlafstöpsel für den Campingplatz sind zwei verschiedene Dinge und beide unverzichtbar. Wer beides vergisst, kommt übermüdet und mit Ohrensausen nach Hause.
Diese Packliste beschreibt allgemeine Empfehlungen. Prüfen Sie immer die Festivalordnung des jeweiligen Veranstalters, da Regeln zu Campingkochern, Getränken und Glasverbot je nach Veranstaltung abweichen können.
Eigenes Essen, alkoholfreie Getränke in Plastikflaschen, Campingkocher nach Vorgabe des Veranstalters und Ihre gesamte Campingausrüstung. Glas ist fast immer verboten. Die genauen Regeln stehen in der Festivalordnung.
Ja, Gummistiefel sind einer der wichtigsten Gegenstände auf der Packliste. Selbst bei gutem Wetter können einzelne Regenschauer die Wiese in Matsch verwandeln. Ohne Gummistiefel stehen Sie dann buchstäblich im Schlamm.
Als Faustregel reichen vier T-Shirts, zwei Langarmshirts, ein Hoodie, zwei kurze Hosen, eine lange Hose, ein Paar Socken pro Tag plus Reserve und ein kompletter Satz Regenkleidung. Packen Sie nach Funktion, nicht nach Outfit.
Ein Wurfzelt spart viel Zeit beim Aufbau, besonders wenn Sie im Dunkeln ankommen. Normale Kuppelzelte sind stabiler bei Wind und bieten oft mehr Platz. Für reine Festivalnutzung ist ein Wurfzelt die praktischere Wahl.
Eine Powerbank mit mindestens 10.000 mAh lädt die meisten Smartphones etwa zweimal vollständig auf, das reicht für ein langes Wochenende, wenn Sie den Stromsparmodus nutzt und WLAN sowie Bluetooth ausschaltest.